ANGKOR TEMPLES IN CAMBODIA
  • Home
    • Welcome
    • Directory
    • Nepal Link
    • Privacy Policy
  • About
  • Cambodia
    • Geography
    • Khmer History
  • Travel Info
    • Visa and Customs
    • Climate
    • Food
    • Shopping
  • Destinations
    • Phnom Penh
    • Siem Reap
    • Battambang
    • Sihanoukville
    • Kep
    • Tonle Sap
  • Temples
    • Cambodia jungle temples
    • Preah Khan
    • Ta Som
    • Phnom Kulen
    • Bang Melea
    • Koh Ker
    • Banteay Chhmar
    • Preah Vihear
    • Bakan
    • Sambor Prei Kuk
    • Tonle Bati
    • Phnom Chisor
    • Phnom Da
    • Phnom Banan
    • Prasat Sneung
  • Angkor
    • Angkor Wat
    • Angkor Thom >
      • Bayon
      • South Gate
      • North Gate
      • Victory Gate
      • East Gate
      • Prasat Chrung
      • Elephant Terrace
      • Leper King Terrace
      • Tep Pranam
      • Prasat Suor Prat
      • Preah Palilay
      • Vihear Prampil Loveng
      • Wat Preah Ngok
    • Yashodharapura >
      • Bakheng
      • Baksei Chamkrong
      • Bei Prasat
      • Baphuon
      • Phimeanakas
      • Royal Palace
      • Preah Pithu
      • North Khleang
      • South Khleang
      • West Prasat Top
      • Mangalartha
      • Ta Prohm Kel
      • Siem Reap River
      • Kapilapura
    • Small Circuit >
      • Thommanon
      • Chau Say Tevoda
      • Spean Thma
      • Chapel of the Hospital
      • Ta Keo
      • Ta Nei
      • Jayendranagari
      • Ta Prohm
      • Banteay Kdei
      • Kutishvara
    • Grand Circuit >
      • Prasat Tonle Snguot
      • Krol Romeas
      • Preah Khan in Angkor
      • Prasat Prei
      • Banteay Prei
      • Neak Pean
      • Krol Ko
      • Ta Sohm
      • East Mebon
      • Pre Rup
      • Leak Neang
      • Prasat Top
      • Srah Srang
      • Bat Chum
      • Prasat Kravan
    • Angkor East >
      • Prasat Tor
      • Banteay Samray
      • Phnom Bok
      • Chau Say Vibol
    • Angkor West >
      • West Baray
      • West Mebon
      • Ak Yum
      • Spean Memay
      • Phnom Rung
      • Kok Po
      • Neam Rup
      • Prasat Char
      • Prasat Sralao
      • Prasat Sampeau
      • Banteay Thom
      • Prei Prasat
    • Siem Reap area >
      • Wat An Kau Sai
      • Wat Athvea
      • Phnom Krom
    • Roluos Group >
      • Bakong
      • Preah Ko
      • Lolei
      • Prei Monti
      • Trapeang Phong
      • Toteung Thngai
      • Prasat O Ka-aek
      • Trapeang Srangae
    • North of Angkor >
      • Banteay Srei
      • Kbal Spean
  • Tours
  • Hotel
  • Blog
    • Schönlein Blog
    • Schönlein Artikel
    • English Blog
  • Contact

Günter Schönlein
Blog

Metallskulpturen in Nepal

3/8/2026

0 Comments

 
Den KI-Modus (künstliche Intelligenz) auf das in der Überschrift angeschlagene Thema befragt, findet zur Sucheingabe Metallhandwerk in Nepal folgende Auskünfte:

Zitat Anfang: Das Metallhandwerk in Nepal blickt auf eine über 1.500-jährige Tradition zurück und ist ein zentraler Bestandteil des kulturellen Erbes. Besonders das Kathmandu-Tal, und hier vor allem die Stadt Patan, ist weltweit für seine meisterhaften Metallarbeiten bekannt.

Zentrale Techniken und Materialien
Das Handwerk wird primär von der ethnischen Gemeinschaft der Newar ausgeübt, die Techniken über Generationen hinweg verfeinert haben.

•  Verlorene Form (Lost-Wax Casting): Diese im 7. oder 10. Jahrhundert eingeführte Technik ist das Herzstück der Statuenherstellung. Dabei wird ein Wachsmodell geformt, mit Ton ummantelt und erhitzt, sodass das Wachs abfließt. Der Hohlraum wird anschließend mit flüssigem Metall gefüllt
•    Treibarbeit (Repoussé): Metallplatten werden von der Rückseite her gehämmert, um plastische Reliefs zu erzeugen. Diese Technik wird oft für größere Bilder oder architektonische Dekorationen genutzt, da sie weniger Material benötigt als der Gus
•    Materialien: Verwendet werden vor allem Kupfer, Messing und Bronze. Traditionell kommen auch Legierungen wie Panchadhatu (fünf Metalle) oder Asthadhatu (acht Metalle) zum Einsatz.

Wichtige Erzeugnisse
•    Religiöse Statuen: Kunstvoll verzierte Darstellungen von Buddha- und Hindu-Gottheiten sind das bekannteste Exportgut des Sektors. Hochwertige Stücke werden oft mit 24-karätigem Gold feuervergoldet oder mit Edelsteinen besetzt.
•    Klangschalen: Diese bestehen meist aus einer Legierung von sieben Metallen und werden für Meditation und Heilzwecke weltweit geschätzt.
•    Khukuri-Messer: Das traditionelle, gebogene Messer der Gurkhas ist ein nationales Symbol und wird oft mit gravierten Metallbeschlägen verziert.
•    Ritualgegenstände: Glocken, Zimbeln, Gebetsmühlen und Gongs gehören zum festen Sortiment nepalesischer Werkstätten. 

Wirtschaftliche Bedeutung
Das Kunsthandwerk ist heute einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Nepals. Es dient als bedeutende Devisenquelle und bietet Tausenden von Handwerkern Beschäftigung. Viele Produkte werden unter Fair-Trade-Bedingungen exportiert, wobei Deutschland einer der Hauptabnehmer für nepalesische Handwerksprodukte in Europa ist.
(Zitat Ende, erstellt am 22.12.2025)
Nepalreisende, starten ihre Exkursionen üblicherweise in Kathmandu, halten sich in der Stadt einige Tage auf, besichtigen die empfohlenen Sehenswürdigkeiten, ehe sie zu weiteren Aktivitäten ins Umland aufbrechen. Aufmerksame Touristen können die zahlreich aufgestellten Metallskulpturen in den Königsstädten Patan, Kathmandu und Bhaktapur schwerlich übersehen. Vorwiegend handelt es sich bei den Skulpturen um Göttinnen, Götter, Reittiere und Schutzwesen, außerdem sind die Porträtskulpturen von Herrschern und deren Frauen zu sehen. Einen praktischen Nutzen erfüllen die metallenen Makara-Ausflüsse an den Brunnenanlagen. Für die Besichtigung wichtiger Tempelanlagen im weitläufigen Kathmandu-Tal ist es ratsam, wenigstens eine Woche zu veranschlagen. Die Fotos für diese Artikel entstanden im November 2025, sie stellen eine bescheidene Auswahl der vielfältig im Kathmandu vorhandenen Skulpturen vor. 

Im Mul Chowk, dem größten der drei Innenhöfe des Königspalastes von Patan, stehen die lebensgroßen Statuen der berühmten Flussgöttinnen Ganga auf dem Makara und Yamuna auf der Schildkröte. Der Brauch, Flüsse zu vermenschlichen bzw. zu personifizieren ist auch in westlichen Kulturen seit der Antike nachweisbar: etwa Rhenus=Rhein oder Danuvius=Donau, eine bekannte mythologische Personifikation eines Flusses ist die griechische Flussgöttin Styx, dieser Fluss floss, so glaubten die Menschen, von der realen Lebenswelt ins Totenreich. Blicken wir wieder nach Asien, dort verehren die Menschen die Ganga und die Yamuna als heilige Flüsse und Statuen der Göttinnen sind auf dem indischen Subkontinent und in Nepal nicht selten anzutreffen.
Patan Mul Chowk – Ganga und Yamuna
Patan Mul Chowk – Ganga und Yamuna
Im buddhistischen Kloster Rudra Varna Mahavir in Patan fallen einige vergoldete, teilweise bemalte Metallskulpturen unmittelbar ins Auge, die auffällig großen Tiere sind nicht zu verfehlen, sie flankieren den Zugang zum Haupttempel. Es handelt sich dabei ausnahmslos um Wesen, die für den apotropäischen Schutz der Tempelanlage verantwortlich sind. Die Tiere erscheinen äußerlich als Mischwesen, schimärenhafte Merkmale zeichnen sie aus. Die formalen Anleihen bei indischen Vyalas sind unverkennbar. Ganz nebenbei finden sich dort auch mindestens zwei ungewöhnliche Skulpturen. Erstens ein 1918 ins Kloster gelangter sehr ungewöhnlicher Affe mit Jackfrucht, der wohl von den meisten Gläubigen als Hanuman verkannt wird. Zweitens eine Sockelstatue des ehemaligen Premierministers von Nepal, Juddha Shamsher, der waltete von 1932-1945 seines Amtes. Eine ansehnliche Porträtbüste dieses bedeutenden Mannes kann aus nächster Nähe im Nationalmuseum of Nepal begutachtet werden. Weshalb Shamsher‘s Statue in einem der ältesten buddhistischen Klöster Nepals aufgestellt wurde, diese Frage können vielleicht die ansässigen Mönche beantworten. Wichtiger ist wohl die eingehende Betrachtung der Metallkunstwerke, ausnahmslos handwerklich hochwertige Arbeiten, deren Wirkung nicht nur die staunenden Besucher wenigsten für Augenblicke in ihren Bann zieht, sondern auch die bösen Geister vertreibt, was schließlich diesen seltsamen Wesen als Aufgabe zugedacht ist. Schauen wir noch auf einige Reliefarbeiten und die vergoldeten Wandverkleidungen, dann ist dieser Tempel im Sinne des Wortes metallisch bestens gerüstet. Schließlich sind die drehbaren Gebetszylinder und der Donnerkeil (Vajra, buddhistischer Ritualgegenstand), gleich ob groß oder klein, ebenfalls aus Metall gefertigt, wenn auch seriell hergestellt, aber noch immer per Handarbeit erledigt. 
Patan Rudra Varna Mahavir – Hofansicht mit Blick zum Tempel
Patan Rudra Varna Mahavir – Hofansicht mit Blick zum Tempel
Mehrere Fotos verschiedener Tier-Skulpturen aus dem Rudra Varna Mahavir werden hier vorgestellt, weil diese Exemplare nicht nur ausgesprochen schön sind, sondern ähnliche Skulpturen sich auch in anderen Klöstern in Patan, Kathmandu und Bhaktapur wiederfinden. Der Löwe mutet sehr europäisch an, der könnte durchaus manchen westlichen Parkeingang oder manches Schlosstor der westlichen Hemisphäre bewachen. Alle anderen Tiere sind durchgängig asiatische Mutationen. Der wunderbare Garuda mit ausgebreiteten Flügeln und aufgestellter Schwanzfeder ist ein Musterexemplar seiner Gattung, außerdem jederzeit würdig einen Gott zu tragen. – Der Elefant hat schwer unter seiner Last zu leiden, ein seltsamer Löwe mit Reiter sitzt auf. – Die zwei aufgerichteten, kampfbereiten, gehörnten, geflügelten, zähneflechtschenden Tiere lassen sich schwerlich einer bekannten Spezies zuordnen, einzig die Männlichkeit ist klar nachweisbar. 
Patan Rudra Varna Mahavir – Metallskulpturen vor Tempeleingang I
Patan Rudra Varna Mahavir – Metallskulpturen vor Tempeleingang I
Patan Rudra Varna Mahavir – Metallskulpturen vor Tempeleingang II
Patan Rudra Varna Mahavir – Metallskulpturen vor Tempeleingang II
Patan Rudra Varna Mahavir – Garuda und Buddharelief
Patan Rudra Varna Mahavir – Garuda und Buddharelief
Patan Rudra Varna Mahavir – Buddha, Affe und Säulenlöwe
Patan Rudra Varna Mahavir – Buddha, Affe und Säulenlöwe
Patan Rudra Varna Mahavir – Vajra (Donnerkeil)
Patan Rudra Varna Mahavir – Vajra (Donnerkeil)
Nicht nur in Patan, auch in den anderen Königsstädten und in fast jedem beliebigen Dorf im Kathmandu-Tal haben sich historische Wasserbrunnen erhalten bzw. sind wieder aktiviert worden. Oft existieren mehrere Brunnen in einer Ortschaft, die trotz zentraler Wasserleitung noch immer genutzt werden. Die Menschen kommen zu den Brunnen, waschen sich und ihre Wäsche und holen in Eimern und Kübeln den täglichen Trinkwasserbedarf für daheim. Viele der Wasserausläufe sind aus Stein gemeißelt, die neueren restaurierten Brunnenanlagen verfügen über schön verzierte Messingausläufe, die meistens als Makara geformt sind. Makara macht insofern Sinn, weil die Flussgöttin Ganga einen Makara als Reittier benutzt, also die ideelle Verbindung zum fließenden Wasser vorhanden ist, wie überhaupt Wasser der Quell allen Lebens ist, so auch enorm wichtig für den Lebensalltag. Die Makaras sind Mischwesen aus Krokodil und Fisch mit Elefantenrüssel, es soll hier keine wissenschaftliche Abhandlung über die Makaras folgen, sondern lediglich auf die gelungenen Adaptionen tradierter indischer Vorbilder verwiesen werden. Schon in einer der hinduistischen Höhlen von Ellora (Bundesstaat Maharashtra) findet sich am Eingang einer Höhle die Göttin Ganga auf ihrem Makara, vergleiche auch die Ganga-Statue aus dem Mul Chowk in Patan. Nepalesische Wasserleitungen in Makara-Form wären ein spannendes Forschungsthema für Archäologiestudenten.
Patan – Makaras
Patan – Makaras
Ganesha, der Elefantengott, ist in allen Stadtteilen zigfach präsent, doch  sein Reittier, eine Maus, existiert als Einzelskulptur äußerst selten. Nur in Kathmandu fand sich gegenüber von einem unscheinbaren Ganesha-Schrein die Maus auf einer Steinsäule. Das Original dieser entzückenden Skulptur soll angeblich im Palastmuseum zu sehen sein, diese muss aber Ende 2025 ins Depotdunkel verbannt worden sein, erfreuen wir uns hier an der Kopie.

Häufig zu sehen, sowohl in Stein und auch als polierte Messingskulpturen, sind Chaturmukha Lingas, das heißt: Lingam mit vier Gesichtern, Shiva in viergesichtiger Darstellung, manche Hindus sehen im Schaft des Lingam das fünfte Gesicht Shivas. Der ansehnliche blitzblanke Lingam befindet sich in einem kleinen Shiva geweihten Steintempel, dem Kotilingeshwar Mahadev Tempel, der ist nördlich am Layaku Marg im Zentrum von Kathmandu nicht zu übersehen.
Kathmandu – Maus, Vahana von Ganesha & Chaturmukha LingamPicture
Kathmandu – Maus, Vahana von Ganesha & Chaturmukha Lingam
Auffällig in Bhaktapur, wie auch in den anderen historischen Königsstädten, sind die hohen Steinsäulen, auf denen Metallskulpturen thronen, zumindest der König Bhupatindra sitzt auf einem Thron, während Garuda auf einem beschrifteten Sockel andächtig versunken zum Gebet niederkniet. Bhupatindra Malla lebte von 1674-1722, die Regierungsgeschäfte übernahm er 1696, das Königsamt führte er fort bis zu seinem Tod. Während seiner Herrschaft ließ er Tempel und Paläste erbauen, er galt als großer Baumeister und Kunstliebhaber, er sorgte für den kulturellen Aufschwung in seinem Königreich. Was heute in Bhaktapur zu sehen ist, geht großenteils auf seine Aktivitäten zurück.
Bhaktapur – Garuda & König Bhupatindra
Bhaktapur – Garuda & König Bhupatindra
Natürlich sind auch in Bhaktapur Metall-Löwen und Makaras vorhanden, der hier gezeigte Brunnen-Makara ist ein besonderes Exemplar, aus seinem Maul kriecht eine Ziege, außerdem steht auf seinem Rücken eine Echse (ein kleines Krokodil?), auch Schlangen und anderes Kleingetier leben an seinen Flanken.
Bhaktapur – Löwe und Makara
Bhaktapur – Löwe und Makara
Auf dem Schulhof der Dhumbarahi Secondary School steht ein kleiner Tempel. Das Besondere am Dhumbararaha Tempel ist sein Standort. Ein Baum hält den Tempel fest umfangen, seine Wurzeln ragen ins Sanctum hinein, sie strukturieren den Raum, in welchem eine für den engen Raum überraschend große Vishnu-Varaha-Statue zur Anbetung aufragt. Im engen Vorhof zum Tempel hat eine fein gearbeitete Garuda-Statue seinen Platz auf einer Inschriftensäule gefunden.
Kathmandu Dhumrabaraha Tempel – Garuda
Kathmandu Dhumrabaraha Tempel – Garuda
Ostseitig unmittelbar an der Maiti Devi Marg in Kathmandu befindet sich der von hohen Gittern umzäunte Maitidevi Tempel, als touristisches Ziel ist der Durga Tempel kaum zu empfehlen, würden dort nicht etliche Metallskulpturen vorhanden sein. Ein knappes Dutzend stattlicher Mischwesen sorgen für den Schutz des kleinen Heiligtums, welches vorwiegend für die Einheimischen Bedeutung hat, zu sehen sind im Außenbereich Löwen, Horntiere und Vögel. Diese beträchtliche Ansammlung von Metallskulpturen fächert sicher ungewollt die Bandbreite dieser Handwerkskunst vor dem Betrachter auf und zeigt gleichfalls die Varianten der überlieferten und in Nepal favorisierten typischen Chimären. 
Kathmandu Maitidevi Tempel an der Maiti Devi Marg
Kathmandu Maitidevi Tempel an der Maiti Devi Marg
Maitidevi Tempel – Löwe und Horntier
Maitidevi Tempel – Löwe und Horntier
Maitidevi Tempel – Löwen und Pfau auf Lotossäulen
Maitidevi Tempel – Löwen und Pfau auf Lotossäulen
Gesichert durch ein hüfthohes Edelstahlgeländer liegt westseitig vor dem Tempel ein Heiliger, ein Priester oder das Mitglied einer Adelsfamilie begraben. Genaue Auskünfte konnte niemand geben. Unter einer steinernen Reliefplatte ruhen die sterblichen Überreste des Unbekannten, später wurde die Grabplatte durch ein Messingrelief veredelt. Diese Platte ist ein gutes Beispiel für Treibarbeiten (Fachausdruck: Repoussé): die angestrebte Form wird von der Unterseite her in das Messingblech getrieben (gehämmert), wozu es mehrfach erwärmt wird, um Dehnungsrisse zu vermeiden. Diese Materialverformung dünner Materialien erfordert Erfahrung und Feingefühl. 
Maitidevi Tempel – Grab mit Messingabdeckung
Maitidevi Tempel – Grab mit Messingabdeckung
Das etwas abgelegene überschaubare Dorf Banepa kann mit dem Shree Shandeshwori Tempel aufwarten. Shandeshwori ist eine der neun Erscheinungsformen der Göttin Durga. Dieser Tempel wurde im 17. Jahrhundert oder früher erbaut, die Anwesenheit von 5 Tierskulpturen auf hohen Steinsäulen ist bemerkenswert. Shiva auf einem Tiger reitend ist als Metallskulptur erwähnenswert, weil er ein Durga-Reittier für seine Zwecke nutzt. Die Durga hat stets einen Löwen oder einen Tiger an ihrer Seite. Die Position des Shiva in einem Wasserbecken vermittelt die Illusion Gott und Tiger könnten schwimmen. 
Banepa Shree Shandeshwori Tempel
Banepa Shree Shandeshwori Tempel
Zwei metallene Monumentalskulpturen, ein andächtiges Paar, ebenfalls aus poliertem Messing, und weitere Metalltiere zählen zur prachtvollen Ausstattung vom Golden Tempel in Patan, auch bekannt als Hiranya Varna Mahavir in Lalitpur. Das Kloster soll im 12. Jahrhundert gegründet worden sein und seit dem frühen 15. Jahrhundert seine jetzige Form bewahrt haben. Die aus mehreren Teilen zusammegefügten Schildkröten-Elefanten-Reiter-Skulpturen müssen als Unikate eingestuft werden. In keinem anderen buddhistischen Tempel Patans fanden wir vergleichbare Messingskulpturen. Alle anderen im Tempel aufgestellten Tierskulpturen orientieren sich an erprobten Mustern, variieren zu den bisher gezeigten Skulpturen lediglich in Größendimensionen und geringen Detailunterschieden. – Das Paar der Betenden konnte nicht identifiziert werden, es muss sich aber um Personen höheren Standes handeln. Bauern oder Handwerker geben sich anders. Vielleicht würde die gravierte Inschrift auf dem Sockel Auskunft geben, welcher Künstler aus welchem Anlass wann das schöne Paar der Betenden schuf. 
Lalitpur Golden Tempel – Elefant (in zwei Ansichten) & Löwe mit Vogelkopf
Lalitpur Golden Tempel – Elefant (in zwei Ansichten) & Löwe mit Vogelkopf
Lalitpur Golden Tempel – Betendes Paar
Lalitpur Golden Tempel – Betendes Paar
Das Thema ließe sich endlos ausweiten, dutzende weitere Fotos stünden zur Verfügung, doch keines taugt zur sinnreichen Themenerweiterung. Auf Wiederholungen verzichtend betrachten wir das Thema METALLSKULPTUREN IN NEPAL als erschöpfend behandelt. Sollte der Artikel für manchen Besucher Anregungen zur genaueren Betrachtung prachtvoller Tempelausstattungen vermitteln, so ist der Zweck der Fotos und deren Erläuterung in Gänze erfüllt.

Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
0 Comments

Provincial Museum Battambang

12/23/2023

0 Comments

 
Provincial Museum Battambang
Provincial Museum Battambang
Das im Jahr 2021 neu eröffnete Provincial Museum Battambang ist für die Stadt ein echter Gewinn. In unmittelbarer Nachbarschaft zum alten Museum (im Bild rechts zu sehen) wurde das neue Museumsgebäude errichtet (im Bild links zu sehen).
Provincial Museum Battambang: große Ausstellungshalle
Provincial Museum Battambang: große Ausstellungshalle
Über einen hellen Vorraum, eine Art Vestibül, gelangen Besucher in die große Halle. Schon der erste Blick in den Saal liefert den Eindruck herausragender Präsentation. Kunstliebhaber können aufatmen, fast alle Statuen stehen frei, sind von allen Seiten zu begutachten. Auch in den Seitenräumen bleiben betreffs der Aufstellung und der Beleuchtung der Objekte kaum Wünsche offen. Fast alle Exponate sind beschriftet. Für dieses Museum wurde Bestes geleistet. Der Wechsel vom alten ins neue Museum kann nur als gelungenes Projekt eingeschätzt werden. Battambang kann auf das Museum berechtigt stolz sein. Leider fehlt jegliche Werbung für diese Einrichtung. Nicht der bescheidenste Flyer ist greifbar. An einen Katalog ist nicht zu denken. Dem Haus einen Museumsladen anzuschließen, ist wohl nie erwogen worden. Hier besteht Nachholbedarf, zumindest nach europäischem Verständnis.
Provincial Museum Battambang: Lingam-Aufstellung in der großen Halle
Provincial Museum Battambang: Lingam-Aufstellung in der großen Halle
Eines der Glanzstücke der Sammlung ist der selten schöne und wirklich einmalige Vishnu-Lintel im Prei Khmeng-Stil (7.Jh.) aus dem Prasat Bavel, der in der Eingangshalle bestechend auffällig ist. In Kambodschas Museen ist kein vergleichbarer Türsturz aus der Prei Khmeng-Periode zu sehen, auch internationale (westliche) Museen zeigten bislang keinen annähernd ähnlichen Lintel. Kurzum: Besucher können sich glücklich schätzen, ein Prachtexemplar früher Khmer-Bildhauerkunst bewundern zu dürfen.
Vishnu-Türsturz
Vishnu-Türsturz
Vishnu-Statue – Brahmanische Stele (Frontseite und Rückseite) – Männliche Gottheit
Vishnu-Statue – Brahmanische Stele (Frontseite und Rückseite) – Männliche Gottheit
Die Bilderreihe zeigt von links nach rechts folgende Gottheiten:
Vishnu-Statue im Prei Khmeng-Stil (7.-8. Jh.) Herkunft: Baset Tempel
Doppelseitige Stele (Brahmanic Borne) im Baphuon-Stil (11. Jh.) Herkunft: unbekannt
     Vorderseite: männliche Gottheit
     Rückseite: Ganesha
Männliche Gottheit im Baphuon-Stil (11. Jh.) Herkunft: unbekannt

Die Vorstellung herausragender Ausstellungsobjekte soll sich auf den Vishnu-Lintel und auf die Götterstatuen beschränken. Fünf Bilder geben stellvertretend Auskunft zum durchgängig hohen Niveau der Gesamtkollektion im Battambang-Museum.

Der Besuch des neuen Museums in Battambang ist unbedingt anzuraten. Weit und breit existiert keine vergleichbare Kollektion hochwertiger Khmer-Kunst. Andere Provincial Museen in Kambodscha sind etwas kleiner aufgestellt und verfügen noch nicht über den zeitgemäßen Ausstellungsstandard. Auf Eintrittsgeld wird großzügig verzichtet, Spenden werden erwartet.

Hinweis: Fotografieren ist uneingeschränkt erlaubt

Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
0 Comments

Mucalinda versus Naga

12/16/2023

0 Comments

 
Die in der westlichen Welt wohl bekanntesten und in allen Größen in Stein, Gips, Bronze und Plaste kopierten Buddha-Statuen sind Mucalinda-Darstellungen (auch Muchalinda oder Mucilinda): Buddha meditiert unter dem schützenden Schirm einer sich aufbäumenden Kobra. Um genau zu sein, schutzgebend ist keine Kobra, sondern der Schlangenkönig Mucalinda. Die vermeintliche Kobra ist nur das Ergebnis volkstümlicher Interpretation der Legende. Mucalinda erbarmt sich, wickelt seinen Leib zum Meditationssitz, weitet seinen Kopf zum Schirm, breitet diesen Schutzschild über den Buddha, der bei Sturm und Regen im Meditationssitz verharrt. Nachdem sich die Wetter verzogen haben, gibt sich Mucalinda in Menschengestalt zu erkennen, bedankt sich für die Gnade, dem Buddha geholfen haben zu dürfen und verschwindet in der Erde Tiefe.
Bild 1: Wat Preah Prohm Rath in Siem Reap - Mucalinda  Bild 2: Phnom Krom - Mucalinda-Statue
Bild 1: Wat Preah Prohm Rath in Siem Reap - Mucalinda Bild 2: Phnom Krom - Mucalinda-Statue
Die mythologische Überlieferung der Begebenheit aus dem Leben Buddhas ist besonders in Südostasien mit zahlreichen Bildwerken verewigt worden. Wandbilder und Statuen in modernen Tempeln feiern dieses Ereignis, doch schon die Khmer-Bildhauer fanden Ausdrucksmöglichkeiten den unantastbaren in Meditation versunkenen Erhabenen Buddha darzustellen.

Den Schlangen, also Naga (männlich) und Nagini (weiblich), werden in Asien besondere Schutzwirkungen zugetraut. Speziell in Kambodscha lässt sich diese Behauptung anschaulich beweisen. Allerorten finden sich sowohl an klassischen Khmer-Tempeln als auch an modernen buddhistischen Tempeln die tradierten Naga-Balustraden. Diese Nagas haben jedoch mit dem Mucalinda nichts gemeinsam. Es gilt also zwischen den hinduistisch geprägten Nagas und dem buddhistisch orientierten Mucalinda zu unterscheiden. Schlange ist nicht gleich Schlange. Erinnert sei nur an die Verführung der paradiesischen Schlange, die den Christen in aller Welt vertraut ist. Nach christlichem Verständnis ist die Schlange negativ belastet, also verachtenswert, davon nichts weiter. Einerseits das Vertrauen auf bzw. andererseits die Angst vor der Schlange scheint dem Menschen angeboren oder aber in den unergründlichen Tiefen seines Bewusstseins fest verankert zu sein.

Wenden wir uns den Naga- bzw. Mucalinda-Darstellungen in Kambodscha zu, versuchen wir die Unterschiede zu erkennen. Die Zugangswege der großen Angkor-Tempel sind fast ausnahmslos von Naga-Balustraden gesäumt. Gleich ob man den Bayon, das Angkor Wat oder den Beng Mealea Tempel besichtigt, die typischen Balustraden sind nicht zu übersehen. Nach hinduistischem Verständnis werden den Nagas  apotropäische Wirkungen nachgesagt bzw. zugetraut, sie schützen (neben Löwen und Dvarapalas) die Tempel. Die Menschen werden von den Nagas empfangen, die Nagas geleiten die Menschen in die Tempel. Im grandiosen, leider sehr zerstörten Beng Mealea Tempel haben sich die auffällig langen Naga-Balustraden gut erhalten. Aus vier Himmelsrichtungen gelangten die Menschen zum Tempel. Am südlichen Zugang, der heute als Hauptweg von Touristen genutzt wird, sind die schönsten Nagas zu bewundern (Bild 3 & 4). An allen anderen Zugangswegen herrscht Ruhe. Hier sind weniger Menschen unterwegs. Die östliche Prozessionsallee verbindet eine großflächige Terrasse mit dem Beng Mealea Tempel. Auch an diesem Weg lassen sich Überreste der Balustraden nachweisen. In Beng Mealea sind wohl ausschließlich siebenköpfige und fünfköpfige Nagas in Stein gehauen worden. Für die serielle Fertigung dieser kunstvollen Balustraden-Endstücken (Schlangenköpfe) müssen mehrere Werkstätten zuständig gewesen sein, wie auch die durchlaufenden Geländer-Elemente (Schlangenkörper) und die Baluster (Kurzsäulen) in hohen Stückzahlen zur Verfügung stehen mussten. Das Steinmetzhandwerk stand nicht erst zu Jayavarman VII. in hohem Ansehen. Die Khmer-Bildhauer hatten stets volle Auftragsbücher. Bei aller Vielfalt erstaunt dennoch die Vereinheitlichung bestimmter Bauteile sakralen Charakters. Dieses Phänomen lässt sich  besonders deutlich an den Nagas beweisen. Wie ein Naga-Kopf zu gestalten war, schien mustergültig festgelegt zu sein. Unterschieden wurde nur zwischen fünf, sieben und neun Schlangenköpfen, wobei der jeweils mittlere Kopf immer der größte Kopf sein musste. Die Brust der Schlange ist meist von einem kreisrunden Chakra gekennzeichnet, inwieweit hier an das glückverheißende Symbol des Dharma-Chakra, also an das Rad der Lehre, welches Buddha in Schwung gebracht hatte bzw. an die Wurfscheibe Vishnus, seine Waffe und eine seiner göttlichen Insignien zu denken ist, sei dahingestellt. Nicht vergessen werden sollte, dass Jayavarman VII. ein leidenschaftlicher Verfechter des Buddhismus war, besteht somit die Wahrscheinlichkeit, das Chakra als Symbiose hinduistischer und buddhistischer Symbolik zu deuten. Aus dem verbreiterten Schlangenkörper wachsen die aufgerichteten 5, 7 oder 9 Hälse, auf denen die nach vorn blickenden Köpfe sitzen. Diese fächerförmige Darstellung emaniert die Kobra-Assoziation, die sich von der in natura lebenden Kobra herzuleiten scheint, denn diese Giftnattern besitzen im Kopfbereich tatsächlich seitlich dehnbare Hautlappen. Die Kobra ist wohl auch die einzige Giftnatter, die sich aufrichten und dabei den Nackenschild bedrohlich ausbreiten kann. Schlangenbeschwörer wissen diesen Effekt zu nutzen.
Bild 3 & 4: Beng Mealea, Naga-Balustraden am südlichen Zugangsweg
Bild 3 & 4: Beng Mealea, Naga-Balustraden am südlichen Zugangsweg
Unglaublich wirkungsvoll und in dieser Form wahrscheinlich einmalig sind die mächtigen fast drei Meter hohen siebenköpfigen Nagas an den Balustraden vom nördlichen Treppenaufgang zum Prasat Preah Vihear (Bild 5 – 7). Bei diesen Schlangenskulpturen wurde auf einen die Köpfe verbindenden Fächer verzichtet, jeder der sieben Köpfe ragt separat aus dem Schlangenkörper hervor. Die Schlangenköpfe sind weder bekrönt noch anderweitig verziert, als sakrales Beiwerk kann nur das wenig markante Chakra am Hals und das doppelte Lotos-Stützblatt am Schlangenkörper eingeschätzt werden.
Bild 5 – 7: Preah Vihear Tempel – Naga am nördlichen Treppenaufgang
Bild 5 – 7: Preah Vihear Tempel – Naga am nördlichen Treppenaufgang
Bekannt sind die seitlich auslaufenden Naga-Endstücke vieler Tympana an Angkor-Tempeln. Oft werden an diesen Skulpturen die Nagas mit lang heraushängender Zunge gezeigt. Die unnatürliche wirkende Darstellung soll wohl die abschreckende (apotropäische) Wirkung der Nagas steigern. Die drei folgenden Bilder belegen die Ausführung besagter Tympana (Bild 8) und die spezielle fünfköpfige Naga-Darstellung am Prasat Preah Vihear (Bild 9 & 10). Der Prasat Preah Vihear, ein sehenswerter Bergtempel, steht im nördlichen Grenzgebiet zu Thailand. Für die Bauzeit des Tempels wird (sämtliche Umbauten einbezogen) der Zeitraum vom 10. bis zum 12. Jahrhundert angenommen. Trotz vorhandener Inschriften konnten die Archäologen keine Daten zur Einweihung ermitteln. Stilistische Analysen ergaben die vermutete wohl niemals unterbrochene Nutzung der Tempelanlage.
Bild 8, 9 & 10: Preah Vihear Tempel Naga-Akroterion
Bild 8, 9 & 10: Preah Vihear Tempel Naga-Akroterion
An der östlich von Beng Mealea (oft auch als Boeung Mealea bezeichnet)  gelegenen Ta Aok Brücke sind sehr schöne Naga-Balustraden zu sehen. Die heute noch immer befahrbare Khmer-Brücke ist nur eine von mehreren Brücken der alten Straße, die Beng Mealea mit dem Prasat Preah Khan in Kampong Svay verband. Kaum beachtet werden, weil viel zu wenig bekannt, etliche an dieser Straße stehende Tempel. Viele kleinere Brücken sind leicht zu übersehen, doch für die Ta Aok Brücke lohnt ein längerer Verweil. Sie ist neben der Preah Toes Brücke in Kampong Kdei die größte erhaltene Khmer-Brücke in Kambodscha. Ihre Schlangenhäupter zeichnen sich durch Einmaligkeit aus. Erstmals an einer Brücke, wohlgemerkt an einem Profanbauwerk, wurde in prächtiger Manier der Mucalinda verewigt (Bild 11 – 13). Eine Schlange (Naga) mit fünf Köpfen trägt den Lotos-Thron für den Buddha, über ihm wölbt sich der neunköpfige Mucalinda. Die Gegenwärtigkeit des Schlangenkönigs verstärkt die Sicherheit, der sich Buddha anvertrauen konnte.
Bild 11 – 13: Ta Aok Brücke
Bild 11 – 13: Ta Aok Brücke
Ein stilistisch vergleichbares, sehr gut erhaltenes Exemplar des neunköpfigen Mucalinda, der über Buddha wacht, kann in Siem Reap im Eingangsbereich des Preah Norodom Sihanouk Angkor Museums problemlos begutachtet werden (Bild 14). Im Museum findet sich die Herkunft der Skulptur exakt bezeichnet: zu lesen ist von einer Kombo Or Bridge, dem Toap Chey Village, der Boeung Mealea Commune und dem Svay Leu District (Bild 14.1). Wer sich bei Google Maps kundig macht, wird leicht feststellen, dass keine zwei Kilometer entfernt von der Ta Aok Bridge die Kambao Or Pagoda gebaut wurde. Es ist also davon auszugehen, dass die Bezeichnungen Kombo Or Bridge und Ta Aok Bridge ein und dieselbe Brücke meinen. Die Museumsempfehlung gilt für Interessenten, die den weiten Weg zur Ta Aok Brücke scheuen.
Bild 14 & 14.1: Preah Norodom Sihanouk Angkor Museum
Bild 14 & 14.1: Preah Norodom Sihanouk Angkor Museum
Um den Vergleich der herrlichen Brücken-Skulpturen zu ermöglichen wird im Bild 15 die an der Spean Praptos (Preah Toes Bridge) in Kampong Kdei ebenfalls vorhandene Kombination aus Naga (fünf Köpfe) und Mucalinda (neun Köpfe) gezeigt. Laien können kaum feststellen, ob sich die Mucalinda an dieser Brücke jemals über einen Buddha wölbten oder die ehemals vorhandenen Buddha-Statuen später entfernt wurden. Besondere Erwähnung verdienen die gut erhaltenen Wegmarkierungssteine (boundary) mit den Dvarapala-Reliefs (Bild 15 rechts). Dvarapala, ansonsten als Tempelwächter bekannt, stehen hier als Brückenwächter parat.
Bild 15: Kampong Kdei – Spean Praptos (Preah Toes Bridge)
Bild 15: Kampong Kdei – Spean Praptos (Preah Toes Bridge)
An einem Reliefs der Elefanten-Terrasse (Bild 16) ist das althergebrachte Motiv des Kala, der die Schlangen verschlingt, recht volkstümlich veranschaulicht (Bild 16.1). Auf vielen Lintel der Angkor-Zeit frisst der gierige Kala geflochtene Pflanzenstränge, die, wie oben schon erwähnt, die Nagas symbolisieren. Meist beginnt Kala die Nagas vom Schwanz her zu verschlingen, so dass sich die Schlangen noch aufbäumen, was auf den Außenbereichen der betreffenden Lintel noch gut zu erkennen ist. Dieses Thema aber näher auszuführen, ufert zur Spezialstudie aus. Hier wird nur auf ein weiteres Beispiel möglicher Naga-Darstellungen verwiesen.
Bild 16 & 16.1: Angkor Thom Elefanten-Terrasse – Kala mit Naga
Bild 16 & 16.1: Angkor Thom Elefanten-Terrasse – Kala mit Naga
Mit dem Buddha-Mucalinda auf der Terrasse im Wat Preah Vihear Pram Pi Lveng (Bild 17 & 17.1) hat es seine besondere Bewandtnis. Diese Monumentalstatue, etwa 4m hoch, wurde ursprünglich im Zentral-Prasat vom Bayon-Tempel angebetet. Nach dem Tod von Jayavarman VII. wurde die Statue zerstört und buchstäblich in der Tiefe des Bayon versenkt. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Buddha-Statue entdeckt, identifiziert, restauriert und auf der Pram Pi Lveng Terrasse aufgestellt. Diese Mucalinda-Statue kann durchaus als Anregung und Muster für den jetzt lebenden unbekannten Bildhauer gedient haben, der im nördlichen Bereich des großen Platzes vor dem Baphuon Tempel an einer neuen Buddha-Statue arbeitete. Das Foto (Bild 18) entstand im März 2019, inzwischen wird die Mucalinda-Statue vollendet sein und einen würdigen Standplatz in Angkor Thom gefunden haben.
Bild 17/17.1 & 18: Angkor Thom: Wat Preah Vihear Pram Pi Lveng & Platz vor Baphuon Tempel
Bild 17/17.1 & 18: Angkor Thom: Wat Preah Vihear Pram Pi Lveng & Platz vor Baphuon Tempel
Die selten erwähnten Khmer-Kunstwerke im Frankfurter Liebieg-Haus fristen ein unbegründetes Nischendasein innerhalb der Asien-Abteilung dieses nicht unbedeutenden Skulpturenmuseums. Das Kopf-Fragment der Mucalinda-Statue aus dunklem Sandstein stammt aus dem Angkor Wat und wird zeitlich den Jahren 1100 bis 1150 zugeordnet (Bild 19 – 21).
Bild 19 – 21: Liebieg-Haus in Frankfurt/Main, Mucalinda-Fragment in drei Ansichten
Bild 19 – 21: Liebieg-Haus in Frankfurt/Main, Mucalinda-Fragment in drei Ansichten
Abschließend noch einige weiterführende bzw. ergänzende Bemerkungen: Vasuki gilt als ein König der Schlangen. Vasuki hat seinen größten Auftritt beim Quirlen des Milchozeans, sein Leib dient als Seil, an dem die Götter und Dämonen wechselseitig ziehen, um durch Quirlen das begehrte Elixier Amrita zu gewinnen. Auf diesen Schöpfungsmythos bauen die philosophischen Lehrgebäude des Hinduismus auf. Grandios in Szene gesetzt findet sich das Quirlen des Milchozeans an den Balustraden der Dämme, die über die Wassergräben in die Stadt Angkor Thom führen.

Krishna (alias Vishnu) erklärt im 10. Gesang der Bhagavadgita seine Herkunft:
"Wisse, ich bin Uccaihcravas unter den Rossen, meerentstammt,
Als Elephant Airavata, - unter den Menschen bin ich der Fürst;
Von den Waffen der Donnerkeil, unter den Kühen Kamaduh,
Als Erzeuger der Liebesgott, unter den Schlangen Vasuki.
Bin Ananta bei den Nagas, bin Varuna im Wasserreich,
Bin von den Vätern Aryaman, bin Yama in der Zwingherrn Schar,
Bin Prahlada bei den Daityas, unter den Zählenden die Zeit,
Bin der Löwe unter den Tieren, unter den Vögeln Garuda,
Bin von den Reinigern der Wind, bin Rama in der Helden Schar,
Bin von den Fischen der Delphin, von den Flüssen der Ganga-Strom.
Anfang und Endˈ der Schöpfungen und Mitte bin ich, Arjuna,
Kunde höchsten Geists im Wissen, der Redner Rede, das bin ich!" (Vers 27-32, Zitat Ende)

Wie zu lesen ist, sind die mythologischen Verknüpfungen derart verdichtet, dass für nichtstudierte unkundige Menschen allein der logische und kosmologisch richtige Schluss bleibt, alles hängt mit allem zusammen. Das Göttliche inkarniert sich All-vereint umfassend – unter anderem auch als Mucalinda und als Naga.

Verwendete Literatur:
BHAGAVADGITA DES ERHABENEN SANG
Eugen Diederichs Verlag 1959
Übersetzung von Leopold von Schroeder 1922

Fotos: Günter Schönlein
Fotos: 2 – 4 Birgit Schönlein
Fotos: 5 & 7 Vanessa Jones
Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
0 Comments

Garuda gegen Naga

12/2/2023

0 Comments

 
Die indische Mythologie kennt nicht nur die unter dem Begriff saptamatrika erfassten sieben Göttinnen, bekannt sind auch die saptarishi, die sieben Weisen. Mit Kashyapa, einem der sieben Rishis, lebten zwei Frauen: Kadru (die Erde) und Vinata (der Himmel). Kadru legte viele Eier und gebar ungezählte Nagas, von eintausend Eiern berichtet die Legende. Vinata vermochte nur drei Eier zu legen. Enttäuscht über ihr eigenes Versagen erbrach sie das erste Ei, aus welchem der Blitz entwich. Aus dem zweiten erbrochenen Ei schlüpfte Aruna, der zum Wagenlenker des Sonnengottes Surya avancierte. Aruna wollte leuchten, hell wie die Mittagssonne, doch beschieden war ihm nur das Licht der Morgendämmerung, er gilt als Personifikation der Morgenröte. Mit seinem Los unzufrieden, verfluchte er seine Mutter, die dadurch zur Sklavin Kadrus wurde. Das dritte Ei wurde ausgebrütet, diesem entsprang der vollentwickelte Garuda, somit gilt Aruna als älterer Bruder Garudas. Recht schnell erkannte Garuda die verfahrene familiäre Situation und forderte die Freiheit seiner Mutter. Die Nagas, also die Kinder Kadrus, verlangten als Entschädigung das Amrita, die lebensverlängernde Essenz, welches der tapfere Garuda den Göttern raubte. Garuda musste zum Dieb werden, um die Mutter vom Los der Knechtschaft zu befreien, er musste das Amrita rauben, welches dereinst beschwerlich beim Quirlen des Milchozeans gewonnen ward. Aus diesem ungerechten Tauschhandel resultiert die ewige Feindschaft zwischen Garuda und den Nagas. All der Umstände ungeachtet wurde Garuda von Vishnu als Reittier erkoren.

In Kambodscha existieren nur wenige Reliefs bzw. Skulpturen, die sich allein auf die Wiedergabe von Garuda beschränken. Im Gegensatz dazu finden sich viele Reliefs aus allen Khmer-Epochen, die Garuda im Zweikampf mit den Nagas und Garuda in seiner Funktion als Reittier des Gottes Vishnu zeigen. Sein entschiedenes Handeln und sein Sinn für Gerechtigkeit machen ihn sympathisch, deshalb wohl die vielen bildlichen Darstellungen, die ihn bei seinem selbstlosen Einsatz für den Gott Vishnu zeigen.

Neben der überdimensionalen Garuda-Statue im Koh Ker Stil (10. Jahrhundert), die als Blickfang in der Lobby im National Museum Phnom Penh aufgestellt wurde, gehören die Garuda-Statuen vom Banteay Srei Tempel zu den wenigen Solo-Darstellungen. Vereint mit Affen, Löwen und Yakshas übt Garuda in diesem Fall eine Wächterfunktion aus. Garuda eingesetzt als Dvarapala ist eher ein ungewöhnliches Amt für den mythischen Vogel. Die Statuen im Banteay Srei Tempel sind vermutlich Replikate, wie auch die hier vorgestellte, im Angkor Conservation Depot Siem Reap präsentierte Garuda-Statue nur ein Abguss sein dürfte.
Garuda-Statue im National Museum Phnom Penh & Garuda-Statue vom Banteay Srei Tempel
Garuda-Statue im National Museum Phnom Penh & Garuda-Statue vom Banteay Srei Tempel
Ähnliche, allerdings nicht frei stehende Garuda-Statuen im Post-Khmer-Stil sind häufig als Dekorationselemente in modernen buddhistischen Klöstern in Kambodscha zu sehen, so beispielsweise ungezählte Garuda-Baluster (Stützelemente) vieler Balustraden. Diese aus Zement gegossenen Garuda-Figuren orientieren sich an den tradierten Vorlagen der Khmer-Dynastien.
Garuda-Balustrade im Wat Kesararam Siem Reap
Garuda-Balustrade im Wat Kesararam Siem Reap
Den Menschen in Kambodscha vertraut sind variantenreiche Vishnu-Garuda-Darstellungen, die den Gott Vishnu auf seinem Reittier Garuda zeigen, wobei die Körperhaltung Vishnus verschieden sein kann. Vishnu kann auf Garudas Schultern (Flügeln) sitzen oder stehen.

Die Detailaufnahme des wunderschön gearbeiteten Lintel aus dem National Museum Phnom Penh zeigt den Gott Vishnu auf seinem Reittier (Vahana) in sitzender Position. Vishnu, vierarmig, weist seine Waffen vor, meist wird von den Attributen der Macht gesprochen. Garuda aufrecht stehend ist seiner Aufgabe und seiner Last gewachsen. – Das Relief auf der Rückseite einer Inschriften-Stele aus dem 11. Jahrhundert (Angkor-Periode) zeigt Garuda in seiner Funktion als Reittier des Gottes, zusätzlich ist Garuda mit der Bändigung zweier dreiköpfiger Nagas beschäftigt, die er an ihren Schwanzenden mit den Fußkrallen festhält und an den Kopfenden mit seinen Händen umklammert. Garuda ist also doppelt im Einsatz. – Die unter freien Himmel im Bo Banteaychey Kloster in Siem Reap auf dreifach erhöhtem Sockel aufgestellte Vishnu-Garuda-Statue zeigt den Gott und das Reittier im gemeinsamen Kampfeinsatz. Vorbilder zu dieser Statue, die als Anregung gedient haben könnten, lassen sich beispielsweise auf den Reliefwänden im Angkor Wat nachweisen.
Vishnu-Garuda-Darstellungen von links nach rechts:   Lintel (Detailaufnahme) National Museum Phnom Penh Inschriften-Stele (Rückseite) National Museum Siem Reap  Moderne Vishnu-Garuda-Statue in der Bo Banteaychey Pagoda Siem Reap
Vishnu-Garuda-Darstellungen von links nach rechts:
 Lintel (Detailaufnahme) National Museum Phnom Penh
Inschriften-Stele (Rückseite) National Museum Siem Reap
Moderne Vishnu-Garuda-Statue in der Bo Banteaychey Pagoda Siem Reap

Ziemlich selten, wenn nicht gar einzigartig, ist die Garuda-Darstellung auf einem Lintel vom National Museum Phnom Penh: Garuda frisst eine dreiköpfige Schlange. Die Detailaufnahme zeigt den  mythischen Vogel unverkennbar als Naga-Töter. Der dreiköpfige Naga hat keine Chance. Garuda bleibt der überlegene Sieger.
Garuda-Naga-Lintel National Museum Phnom Penh
Garuda-Naga-Lintel National Museum Phnom Penh
Die Nagas (Schlangen) lassen sich an Khmer-Tempeln in vielgestaltiger Form nachweisen. Auf Reliefs (etwa Türstürzen) sind sie ebenso häufig dargestellt, wie sie als Akroterien an Tympana in Erscheinung treten. Die äußeren Endstücken (Naga-Akroterien) der Tympana bestätigen, dass die geschwungenen Rahmen, die oftmals als floral geflochtene Bänder definiert werden, nichts anderes als die Leiber der Nagas meinen. Das oftmals variierte Architekturelement fällt im Angkor Wat ebenso in den Blick, wie es auch am selten besuchten Prasat Banteay Ampil nicht zu übersehen ist.

Im vorgestellten Beispiel vom Prasat Banteay Ampil wird ein fünfköpfiger bekrönter Naga mit überlanger Zunge gezeigt. Bemerkenswert ist immerhin, dass stets nur der mittlere Schlangenkopf eine lange Zunge zeigt. Die seitlichen kleineren Schlangenköpfe halten die Mäuler geschlossen. Das separat gefertigte Naga-Akroterion ruht in gefährlicher Position auf dem Kapitell des Türpfeilers. Am Banteay Ampil Tempel wären einige Rettungsarbeiten vonnöten, doch die abseitige Lage verhindert wohl den Einsatz der zuständigen Behörden und Fachkräfte.

Allgemein gilt: die Nagas (männlich) winden ihre Schlangenleiber als Schutzschilde um die Bildgeschehnisse der Tympana, wobei die Themen auf den Giebelfeldern verschieden sind und nicht im unmittelbaren Zusammenhang zu den Naga-Rahmen stehen müssen. Immer fassen Nagas bzw. Naga-Makara-Bögen die Tympana-Reliefs ein.
Prasat Banteay Ampil: fünfköpfiges Naga-Akroterion
Prasat Banteay Ampil: fünfköpfiges Naga-Akroterion
Das Provincial Museum in Banteay Meanchey verfügt über eine stattliche variantenreiche Kollektion erwähnter Naga-Akroterien, wobei die Herkunft der Stücke für die Forschung nicht von Belang zu sein scheint, denn nur einzelne Ausstellungsobjekte sind mit einer Beschriftung versehen.
Provincial Museum Banteay Meanchey – Naga-Akroterien
Provincial Museum Banteay Meanchey – Naga-Akroterien
Im zehnten Gesang der Bhagavadgita spricht der Erhabene zu Arjuna mit tiefer Emotionalität: " (ich bin) unter den Schlangen Vasuki, bin Ananta bei den Nagas, bin Varuna im Wasserreich . . ." (Die im Zitat in Klammern gerückten Worte sind Hinzufügungen des Autor.) In diesem und im elften Gesang der Bhagavadgita offenbart Krishna seine Herkunft und bringt gleichzeitig seine uneingeschränkte Allmacht zum Ausdruck. Nicht nur Krishna und Vishnu sind als Einheit zu sehen, Krishna sieht in sich die Welt bzw. die Welten in ihrer umfassenden Erscheinungsvielfalt vereinigt. Gleich was existiert, es lässt sich auf Krishna=Vishnu zurückführen. Der Gott ist Anfang und Ende allen Seins. Was sich einfach schreiben lässt und nach einem Lehrsatz klingt, ist in Wahrheit viel komplizierter und für Nicht-Hindus schwer zu verstehen. Literaturkritisch bewertet sind diese zwei Gesänge die ausdrucksstärksten Passagen der Bhagavadgita, sie sind als Höhepunkte indischer Dichtung zu lesen.

Blicken wir auf den herrlichen Garuda-Naga-Lintel aus dem National Museum Phnom Penh ist ein siebenköpfiger Naga zu sehen, wobei anders als gewohnt, das siebente Haupt der Schlange durch eine männliche Gestalt ersetzt zu sein scheint bzw. integrierter zentraler Bestandteil der Naga-Erscheinung ist. Hier beginnen für den Laien die Erklärungsnöte. Einerseits könnte der personifizierte Schlangenkönig Naga-Raja dargestellt sein, andererseits könnte das Relief auch eine spezielle Vishnu/Krishna-Erscheinung meinen. Eine solche Deutung könnte durchaus legitim sein, denn nicht zu übersehen ist die doppelte, ein wenig verkleinerte Erscheinung Garudas hinter dem Naga. Der Auftritt Garudas schließt keineswegs den Auftritt Vishnus aus. Rigoros ist folgende Auslegung: wo der Naga erscheint, lässt Garuda nicht lang auf sich warten. Tritt Garuda allein auf den Plan, ist allenfalls auch der Gott Vishnu involviert. Eine dritte Erklärung wäre, dass auf dem Relief eine konkrete, mythologische Begebenheit kunstvoll in Szene gesetzt wurde, und dem ist tatsächlich so: Das Motiv ist leicht zu deuten, sofern man die Bhagavatapurana gelesen hat. Im 10. Gesang wird die entsprechende Episode aus dem Leben des jungen Krishna erzählt: Krishna lebt in einer fruchtbaren Aue am Yamuna-Fluss. Gemeinsam mit seinem Bruder und anderen Jungen genießen sie unbeschwert die Zeit der Jugend. Krishnas Bruder fällt unversehens ins Wasser. Krishna springt ihm nach, will ihn retten. Unvermittelt taucht Kaliya, ein Schlangendämon auf, der erbost versucht Krishna zu vernichten, in dem er seinen Schlangenleib um Krishna mannigfach windet, schließlich gilt es, sein Reich zu verteidigen. Mit Händen und Füßen wehrt der junge Gott die todbringenden Köpfe des Dämons ab. Krishna, dem Tode nah, bläht sich auf, entkommt der Umschlingung, woraufhin sich der vermeintlich todgeweihte Krishna zum Sieger erhebt, indem er tanzend die giftschäumenden Schlangenhäupter Kaliyas unermüdlich mit Füßen niedertritt, wodurch der Dämon ermattet und alsbald der Unterlegene sein wird. Garuda, Vishnus Reittier hält sich in unmittelbarer Nähe seines Herrn gleich in doppelter Erscheinung auf. Angeblich sei sich der junge Krishna durch diese Tat erstmals seiner Gotteskraft und seiner Sendung bewusst geworden.
Garuda-Naga-Lintel im National Museum Phnom Penh
Garuda-Naga-Lintel im National Museum Phnom Penh
Vergleichsweise ähnlich schwierig fallen Erklärungen zu der Zweifach-Erscheinung Naga-Makara, in Angkor ein vielfach gestaltetes Reliefmotiv. Weiter oben wurde im Kontext zu Naga-Akroterien erklärt, dass die Tympana-Bildszenen immer von Naga-Leibern gerahmt werden. Diese Aussage gilt es jetzt zu erweitern: Der Naga-Leib kann auch ein Makara-Körper sein, der den Naga ausspeit. Dieser Vorgang ist sehr realistisch an einem Tympanum vom Prasat Preah Palilei in Angkor Thom veranschaulicht. Für den staunenden Angkor-Besucher, der den Makara und den Naga erkennt, stellt sich die Doppelfrage: wird (wie schon vermutet) der Naga ausgespien oder wird der Naga gefressen? Ist also der Makara (wie Garuda auch) ein Feind der Nagas? Oder anders: ist der Makara kein Makara, sondern ebenfalls ein Naga und ist die faszinierende Doppel-Darstellung nur eine symbolträchtige Abbildung der ewigen Wiedergeburten aller Wesen? Die Deutungsspielräume sind riesig, wie auch schon die frühesten indischen Schriften (die Veden) zahllose Gottheiten und Zwischenwesen beschreiben. Die Kommentare zu den Veden suchen nach verständlichen Erklärungen, wobei die Logik nicht allenfalls hilfreich sein muss. Eines aber gilt als gesichert, der Makara wird gemeinhin als das Reittier der Flussgöttin Ganga angesehen, auch der Flussgott Varuna reitet auf einem Makara.
Angkor Thom: Prasat Preah Palilei – Naga-Makara-Akroterion
Angkor Thom: Prasat Preah Palilei – Naga-Makara-Akroterion
Weshalb aber taucht der Makara, ein seltsames Mischwesen aus der Wasserwelt im Verein mit dem Naga auf, welcher eher der Unterwelt zuzuordnen ist? Die Antwort auf den in diesem Fall klar erkennbaren buddhistischen Bildinhalt des Tympanums zu reduzieren, wäre zu geradlinig, denn auch eindeutig hinduistische Bildszenen an anderen Khmer-Tempeln finden sich von Naga-Makara-Doppelwesen gerahmt.

Richtet sich der Fokus auf Garuda und Naga, darf ein vielfach dargestelltes Erscheinungsbild beider Wesen nicht ausgeklammert werden. Das weit verbreitete Motiv, wenn man so will ein Duo-Porträt, ist bis heute derart populär, dass es sogar als Replikat an einer Brücke in Siem Reap Aufstellung fand.

Zu sehen ist vordergründig der mächtige Garuda, der auf einem dreiköpfigen Naga reitet oder diesen mit seinen Fußkrallen klammert, wenn nicht traktiert. Garudas Körper, seine Flügel und der Kopf bannen einen hinter ihm befindlichen meist neunköpfigen Naga. Mit dieser Haltung  gibt sich Garuda in uneingeschränkter Siegerpose. Er ist der Beherrscher der Nagas, ihm obliegt es, die Nagas zu vernichten oder sie am Leben zu lassen. Dieses häufig variierte Motiv, an sich ein Standbild Garudas, manifestiert den Machtanspruch, dem sich Garuda verpflichtet fühlt.
Garudas im Angkor Conservation Depot Siem Reap und Brücken-Garuda in Siem Reap
Garudas im Angkor Conservation Depot Siem Reap und Brücken-Garuda in Siem Reap
Unübersehbar sind die Groß-Garudas an der Außenmauer vom Prasat Preah Khan in Angkor. Besucher nehmen meist nur die jeweiligen Garudas neben den Toren Ost und West zur Kenntnis und sind sich kaum bewusst, dass die komplette Außenmauer alle fünfzig Meter von einem Garuda bewacht wird. Die monumentalen Garuda-Standbilder von fast 5m Höhe sind nicht mehr als Reliefs zu definieren, sie fallen in die Kategorie der Großplastik. Die Eckpunkte der Außenmauer werden von vollplastischen Garudas markiert, die an Höhe und monumentalem Erscheinungsbild alle anderen in die geraden Mauerpassagen integrierten Garudas noch übertreffen. An dieser in Angkor einmaligen Tempel-Außenmauer wird deutlich, welche apotropäischen Kräfte dem mythischen Vogel Garuda zugetraut wurden. Eine in dieser Vielzahl aufgestellte Garuda-Versammlung kann an keinem anderen Khmer-Tempel in Kambodscha bewundert werden. Erwähnenswert in dieser Betrachtung ist ein markantes Detail, welches hier schon behandelt und mit anderen Bildern belegt wurde: Garuda steht mit seinen Krallen jeweils auf einem Naga, die sich seitlich aufbäumen, doch es gibt kein Entrinnen, denn Garuda hält außerdem noch die Schwanzenden der Nagas fest in seinen Händen. Die von Garuda bezwungenen Nagas sind durchgängig als fünfköpfige Schlangen mit rundem Brustschild dargestellt. Während für die künstlerische Gestaltung der Schlangenköpfe wenig Aufwand betrieben wurde, ist an den Garuda-Standbildern mehr Detailreichtum zu entdecken.

Weitere Erläuterungen und Fotos zu den Groß-Garudas vom Preah Khan Tempel finden sich im Artikel PREAH KHAN in diesem Blog:
https://www.angkor-temples-in-cambodia.com/schoumlnlein-blog/preah-khan
Preah Khan in Angkor: Groß-Garudas an der Tempel-Außenmauer
Preah Khan in Angkor: Groß-Garudas an der Tempel-Außenmauer
Um möglichst alle themenspezifische Informationen offenzulegen, sei noch mitgeteilt, dass an den Toren bedeutender Angkor-Tempel Garudas als Wächter-Figuren angebracht wurden, zu nennen wäre hier beispielsweise der Ta Prohm Tempel. Jeweils ein Garuda drängt sich in die äußeren und inneren Mauernischen der Tor-Architektur. Sind auch nur wenige der Ta Prohm-Garudas in gutem Erhaltungszustand vorzufinden, kann dennoch die Verwandtschaft zu den Preah Khan-Garudas nicht verleugnet werden. Vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet, entstammen die Garudas einer Generation, was damit zu begründen ist, dass beide Tempel zeitgleich erbaut wurden. Der Preah Khan Tempel wurde 1191, der Ta Prohm Tempel 1186 geweiht. Es kann davon ausgegangen werden, dass für die Garuda-Bildwerke beider Tempel dieselben Werkstätten bzw. dieselben Bildhauer zuständig waren. Auf Geheiß des Königs Jayavarman VII wurden diese Tempel errichtet, also mussten neben anderen Ausstattungsobjekten auch Garudas in Serie gefertigt werden.

Die Seitenwände vom steinernen Steg, der die Elefanten-Terrasse mit dem opulenten Phimeanakas-Ost-Gopuram verbindet, sind mit mannshohen Garudas verziert. Zwei Besonderheiten sind an diesen vollplastischen Reliefs hervorzuheben: hier stehen Garuda und Narasimha gleichgroß im Wechsel nebeneinander (v.l.n.r.: G-N-G-N). Sie scheinen den Steg zu stützen. Der Mann-Löwe (Narasimha) gilt als 4. Inkarnation Vishnus, somit finden sich das Reittier und der Gott gleichberechtigt nebeneinander dargestellt. Garuda liefert außerdem eine außergewöhnliche Probe seiner Kraft, er hält nicht zwei, sondern drei Nagas unter Kontrolle. Ähnliche Garuda- und Narasimha-Bilder sind übrigens auch an der Schau (Front)-Seite der Elefanten-Terrasse zu sehen.
Seitenwand mit Garuda und Narasimha am Steg zum Phimeanakas-Ost-Gopuram
Seitenwand mit Garuda und Narasimha am Steg zum Phimeanakas-Ost-Gopuram
Das ungebrochene Vertrauen auf den Schutz bzw. die gläubige Verehrung der Nagas wird in vielen neu erbauten Pagoden der Stadt Siem Reap durch den Einsatz und/oder das Vorhandensein verschiedener religiöser Kultobjekte anschaulich. Schwimmunfähige Ritualboote in Form überlanger Schlangen werden zu buddhistischen Feiertagen festlich geschmückt und mit Gebeten und Mantras gesegnet, wie auch an Tempelzugängen fest installierte Nagas das Eindringen böser Geister verhindern sollen. Der Glaube an solche Hilfsmittel stärkt das Selbstverständnis und die Seelen der Menschen, daran vermag auch der Geist der Moderne nichts zu ändern.
Bo Banteaychey Pagoda Siem Reap: Naga-Ritualboot und Treppen-Naga
Bo Banteaychey Pagoda Siem Reap: Naga-Ritualboot und Treppen-Naga
Vorgestellt wurden Einzel-Darstellungen von Garuda und Naga, sowie mythologisch begründete Duo-Darstellungen der verfeindeten Wesen. Mögen die Erklärungen zu den Bildern den Lesern bei ihren Exkursionen in Angkor behilflich sein und den nichteingeweihten Interessenten der Khmer-Kunst die scheinbar düstere Undurchschaubarkeit indischer Götterwelten ein wenig aufhellen.

Zu Informationen und Fotos betreffs Garuda kann der Artikel INMITTEN VON GÖTTERN Teil 10 empfohlen werden, ebenfalls in diesem Blog abzurufen:
https://www.angkor-temples-in-cambodia.com/schoumlnlein-blog/inmitten-von-gottern-teil-10

Fotos: Günter Schönlein
Foto vom Brücken-Garuda: Vanessa Jones
Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
0 Comments

Skulpturen in Da Nang

10/21/2023

0 Comments

 
Parallel zum Sandstrand von Da Nang fließt der Han River. An seinem Westufer wurde im  Stadtzentrum eine etliche Kilometer lange ansehnliche Promenade angelegt. Einheimische und Gäste können auf dem gepflasterten Uferbereich unbescholten vom Verkehrsgetriebe flanieren oder auf Bänken entspannen. An zwei nicht weit voneinander entfernten Plätzen der Promenade stehen Statuen, wenn man so will, für jedermann gratis zugängliche Open-Air-Galerien, präsentiert werden ausschließlich Skulpturen vietnamesischer Provenienz. Leider finden sich an den sehenswerten Kunstwerken keine Beschriftungen. Künstler und Werktitel bleiben unbekannt. Die Auswahl der Skulpturen und ihre Aufstellung waren vermutlich von ästhetischen Kriterien bestimmt. Die Werke dokumentieren die zeitgenössische Bildhauerei in Vietnam und passen zum modernen Stadtbild, stechen augenfällig hervor und heben sich vor der Skyline vom Ostufer wohltuend erfreulich ab.
Skulpturen in Da Nang
Skulpturen in Da Nang
Skulpturen in Da Nang
Den Stadtplanern und den Kulturbehörden von Da Nang ist mit der Uferbefestigung und dem Bau dieser attraktiv gestalteten mit Palmen gesäumten Promenade eine Aufwertung geglückt, die den Abschnitt zwischen der Drehbrücke und der Drachenbrücke zum echten Hingucker erhebt. Nicht jede Großstadt dieser Welt leistet sich einen solchen Boulevard.
Den Stadtplanern und den Kulturbehörden von Da Nang ist mit der Uferbefestigung und dem Bau dieser attraktiv gestalteten mit Palmen gesäumten Promenade eine Aufwertung geglückt, die den Abschnitt zwischen der Drehbrücke und der Drachenbrücke zum echten Hingucker erhebt. Nicht jede Großstadt dieser Welt leistet sich einen solchen Boulevard.
Im Stadtgebiet sind weitere Kunstobjekte rar, selbst auf Plätzen und in kleinen Parkanlagen sind Skulpturen eher die Ausnahme, dort stehen vorrangig Bänke, Spiel- und Sportgeräte.

Schon in der Bergpredigt wird verkündet: Wer sucht, der findet. Verehrt mit einer lebensgroßen Statue wird An-rê Nguyễn Kim Thông, ein katholischer Missionar, der von 1790-1855 lebte, 1909 selig und 1988 von Papst Johannes Paul heiliggesprochen wurde. Das steinerne Bildnis des Heiligen steht auf dem Gelände der Kathedrale Da Nang.

Ein Zufallsfund ist die weibliche Statue Dien Khag Hong Han, entdeckt im Eingang vom Phương Đông Hotel (Orient Hotel), gelegen an der Straße Trần Quốc Toản. Dem sprachunkundigen Reisenden fällt es schwer zu entscheiden, welche Worte den Werktitel und welche den Künstlernamen bezeichnen.

Ein Bildhauer namens Dien Khag lebt in Saigon. Es muss nicht der richtige sein, die Trefferquote bei Google zu vietnamesischen Bildhauern ist gering. Wichtiger ist der Eindruck, den das lebensgroße Kunstwerk bei westlichen Touristen hinterlässt: unbestritten ist die Skulptur stark vom Gestus europäischer Bildhauerei beeinflusst.
An-rê Nguyễn Kim Thông & Dien Khag von Hong Han
An-rê Nguyễn Kim Thông & Dien Khag von Hong Han
Wem es nach mehr heutzeitiger vietnamesischer Kunst gelüstet, dem ist der Besuch des Museum of Fine Art in Da Nang zu empfehlen, dort sind alle Exponate beschriftet. Der Eintritt ist belanglos, die Kunstobjekte hochwertig. Die im Museum gezeigten skulpturalen Werke können als Ergänzung zur Ufer-Galerie betrachtet werden. Drei Bildbeispiele veranschaulichen vielfältige stilistische Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten, über welche vietnamesische Bildhauer verfügen.

Nguen Van Huy: The eyes (1984)
Pham Hong: Reading culture (2010)
Ho Thu: The harvest (2000)
Picture
Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
0 Comments
<<Previous

    Autor Günter Schönlein

    Auf meinen bisher acht Reisen nach Kambodscha habe ich viele Khmer-Tempel photographisch dokumentiert. Mit Pheaks Hilfe suchte ich auch viele schwer zu findende entlegene Tempel auf. In diesem Blog möchte ich meine dabei erworbenen Eindrücke und Kenntnisse gerne anderen Kambodscha-Liebhabern als Anregungen zur Vor- oder Nachbereitung ihrer Reise zur Verfügung stellen.


    sortiert nach Themen:
    Artikel Verzeichnis
    Artikel Übersicht
    English Blog

    Kategorien

    All
    Angkor
    Architekturelemente
    Bauformen
    Bilderbogen
    Dachl
    Geschichte
    Götter
    Indien
    Indonesien
    Literaturhinweise
    Museen
    Museum
    Myanmar
    Nepal
    Personen
    Persönl
    Persönliches
    Reiseberichte
    Reliefs
    Richtung Osten
    Richtung Westen
    Sachliches
    Selten Besucht
    Siem Reap
    Skulpturen
    Spezialthemen
    Sri Lanka
    Tempel
    Vietnam


    Der Blog enthält sowohl Erlebnis-Reiseberichte als auch reine Orts- und Tempel-Beschreibungen,  siehe Kategorien "Persönliches" und "Sachliches" in der Liste von Tags oben, sowie eingestreute Beiträge zu anderen Reiseländern und Themen.

    Die Fotos in den Blog-Artikeln werden durch Anklicken vergrößert.


    sortiert nach Erscheinungsdatum:
    ARTIKEL
     
    Prasat Leak Neang
    Leak Neang bei Pre Rup
    Tempel bei Beng Mealea

    Prasat Banteay Ampil
    Prasat Chaw Srei Vibol
    Rong Damrei und Phnea Kol
    Tempelmauern in Kambodscha
    Namenlose Tempel Angkor Thoms
    Trapeang Roun Tempel
    Stupas in Kambodscha
    Spean Thma
    Prasat Sanlong

    Prasat To
    Stupas in Süd-Indien
    Inmitten von Göttern 1
    Inmitten von Göttern 2
    Inmitten von Göttern 3
    Inmitten von Göttern 4
    Inmitten von Göttern 5
    Inmitten von Göttern 6
    Inmitten von Göttern 7
    Inmitten von Göttern 8

    Inmitten von Göttern 9
    Inmitten von Göttern 10
    Inmitten von Göttern 11
    Inmitten von Göttern 12
    Jainismus
    Jali
    Gesinnungswandel zweier Könige
    Lintel - Spezial
    Prasat Kravan
    Unbekannte Tempel in Siem Reap
    Unbekannte Tempel in Roluos
    Tempel im Umfeld des Bakong
    Prasat Trapeang Kaek
    Daun Troung Tempel
    Gargoyle (Wasserspeier)
    Prasat Preah Pithu
    Wasserbecken in Angkor Thom
    Preah Khan
    Brücken der Khmer
    Prasat Ta Muon
    Dharmasala - Vahnigriha
    Angkor Wat - Spezial
    Prasat Ta Prohm
    Banteay Kdei Tempel
    Spurensuche in Angkor Thom
    Wat Chedei bei Siem Reap
    Klöster in Siem Reap
    Geisterhäuser
    Museen in Siem Reap
    Museen in Kambodscha
    Banteay Kbal Chen Tempel
    Prasat Chanseyma
    Tomnob Anlong Kravil Tempel
    Banteay Samre
    Banteay Toap Tempel
    Kasen Tempel
    Banteay Chhmar Satellitentempel
    Löwen in Kambodscha
    Löwen in Indien
    Löwen in Myanmar
    Löwen in Indonesien
    Löwen in Sri Lanka
    Khmer-Bronzen in Mandalay
    Seima-Steine
    Stufen
    Akroterion
    Empfehlenswerte Bücher
    Trav Tempel
    Phnom Kampot Tempel
    Reangsai & Chamreang Tempel
    Wat Banteay Srei Tempel
    Prasat Totung Thngai
    Rundweg um den Phnom Bakheng
    Berg-Tempel
    Rund um den West Baray
    Pram Tempel & Char Leu Tempel
    Scheintüren
    Scheinfenster
    Stupas in Myanmar
    Stuckaturen in Bagan 1
    Stuckaturen in Bagan 2
    Stuckaturen in Bagan 3
    Stuckaturen in Bagan 4
    Stuckaturen in Bagan 5
    Holzarchitektur in Myanmar 1
    Holzarchitektur in Myanmar 2
    Holzarchitektur in Myanmar 3
    Tempel in Sale (Saley)
    Thiri Muni Pagoda in Sale
    Fenster in Bagan
    Fenstersäulen in Angkor
    Wanddekorationen
    Stelenhäuser in Angkor
    Prasat Kok Pongro
    Prasat Ta Keo
    Fundstücke in Angkor Thom
    Beatocello
    Artikel Nr. 100
    Kala resp. Kirtimukha
    Buddha-Statuen in Angkor Thom
    Prasat Suor Prat & Khleangs
    Elefantenterrasse Spezial
    Tier-Reliefs am Baphuon Tempel
    Tier-Reliefs am Bayon Tempel
    Khmer zur See
    Bauabläufe
    Vidyadharis
    Apsara: Tänzerin oder Göttin
    Apsara Spezial
    Dvarapala Teil I
    Dvarapala Teil II
    Dvarapala Teil III
    Purnagatha Teil I
    Purnagatha Teil II
    Purnagatha Teil III
    Hamsa
    Vishnu in Angkor
    Sapta Matrika
    Trimurti in Angkor
    Wassertiere in Angkor
    Elefanten in Kambodscha
    Prasat Kouk Nokor
    Prasat Banteay Prei Nokor
    Prasat Banteay Khchorng
    Prasat Chrung
    Stuckaturen an Khmer-Tempeln
    Roluos Spezial
    Türsäulen 1
    Türsäulen 2

    Basen
    Kapitelle
    Boundary
    Bibliotheken
    Bayon Bibliotheken
    Bayon Spezial
    Unterwegs im Abseits 1
    Unterwegs im Abseits 2
    Unterwegs im Abseits 3
    Unterwegs im Abseits 4
    Unterwegs im Abseits 5
    Leben am Fluss
    Reamker-Epos
    Tuol Sleng und Wat Thmei
    War Memorial Siem Reap
    Jean Commaille
    Saptarishi - die Sieben Weisen
    Hiranyakashipu und Narasimha
    Krishna Govardhana
    Balaha und Uchchaihshravas
    Sri Lanka Reise 2019 Teil 1
    Sri Lanka Reise 2019 Teil 2
    Sri Lanka Reise 2019 Teil 3
    Sri Lanka Reise 2019 Teil 4
    Sri Lanka Reise 2019 Teil 5
    Sri Lanka Reise 2019 Teil 6
    Sri Lanka Reise 2019 Teil 7
    Mihintale
    Sri Pada - Buddhapada
    Ungewöhnliche Reliefs
    Seltene Götter-Reliefss
    Sugriva und Valin
    Prasat Kansaeng
    TK 2 bei Beng Mealea
    Prasat Chrei
    Prasat Kong Phluk
    Toab Chey Thom / Toan Chey Tauch
    Ta En Tempel
    Pram Tempel (Trapeang Chhun)
    Prasat Kuk Troap
    Pram Tempel
    Koh Ker
    Sambor Prei Kuk (Teil 1)
    Sambor Prei Kuk (Teil 2)
    Fliegende Paläste
    Kbal Spean
    Bauernhäuser
    Preah Phnom Tempel
    Kat Kdei Tempel und mehr
    Baset Tempel
    Prasat Cheang Thom
    Prasat Rorng Ramong
    Götterstatuen im Angkor Wat
    Spuren der Intoleranz
    Unbekannte Tempel in Siem Reap 2
    Yoni & Lingam
    Banteay Srei (Tempel ohne Namen)
    Kok Singh Tempel
    Prasat Ta Tnur
    Ergänzung: Baset Tempel
    Prasat Prei Prasat
    Bay Kaek Tempel

    Prasat Kongbong
    Alter Weg nach Roluos
    Neuentdeckungen in Roluos 1
    Neuentdeckungen in Roluos 2
    Neuentdeckungen in Roluos 3
    Neuentdeckungen in Roluos 4
    Neuentdeckungen in Roluos 5
    Bilderbogen 2 als 200ster Artikel
    Phnom Chisor
    Trotz Corona in Kambodscha 1
    Trotz Corona in Kambodscha 2
    Trotz Corona in Kambodscha 3
    Trotz Corona in Kambodscha 4
    Bayon Tempel Spezial 1
    Bayon Tempel Spezial 2
    Prasat Top West Spezial
    Angkor Wat Spezial 2022 - Teil 1
    Angkor Wat Spezial 2022 - Teil 2
    Angkor Wat Spezial 2022 - Teil 3

    Hayagriva
    Indrajit
    Krishna & Kaliya

    Vishnu allgegenwartig
    Die verlorene Sammlung
    (The Lost Collection)
    Srah Srang
    Yeay Pow Tempel
    Ta Prohm (Tonle Bati) Tempel
    Prasat Neang Khmau
    Phnom Bayang Tempel
    Phnom Bayang Nebentempel
    Prei Tempel Spezial
    Banteay Prei Spezial
    Krol Ko Spezial
    Prasat Tonle Snguot
    Phnom Da
    Angkor Borei Museum
    Prei Khmeng Stil

    Kala
    Preah Norodom Sihanouk Museum
    Krol Romeas & Kral Romeas
    Preah Khan versus Banteay Kdei
    Frömmigkeit versus Glaube
    Khmer Halsschmuck
    Spean Toap & Prasat Prohm Kal

    Dachlandschaften in Angkor
    Eindrücke vom Tag
    Bilderbögen Zentral-Vietnam
    Da Nang

    Marmorberge Da Nang
    Da Nang Halbinsel Son Tra
    Da Nang Museum Cham Sculpture
    Cham-Skulpturen: Vishnu & Shiva
    Cham Tempel in Vietnam
    Thap Phu Dien
    Thap Bang An
    Thap Khuong My
    Thap Chien Dan
    Thap Chien Dan - Museum
    Thap Dong Duong
    My Son (Teil 1)
    My Son (Teil 2)
    My Son (Teil 3)
    My Son (Teil 4)
    My Son (Teil 5)
    Cham Phong Lee
    Makaras der Cham
    Kala in Vietnam
    Hue - Verbotene Stadt
    Incense Burner

    Sepulkralkultur in Vietnam I
    Sepulkralkultur in Vietnam II

    Sepulkralkultur in Vietnam III
    Sepulkralkultur in Vietnam IV
    Hoi An
    Cao Dai Tempel in Hoi An
    Glocken in Vietnam

    Museum of Da Nang
    Skulpturen in Da Nang
    Musik und Tanz der Cham

    Henri Parmentier
    West Mebon Tempel 2022
    Mebon Tempel Banteay Chhmar
    Phnom Sampov
    Garuda gegen Naga

    Naga-Chakra
    Mucalinda versus Naga
    Provincial Museum Battambang
    Tempel in der Region Damdek
    Preah Khan Spezial Teil 1
    Preah Khan Spezial Teil 2
    Preah Khan Spezial Teil 3
    Preah Khan Spezial Teil 4
    Preah Khan Spezial Teil 5
    Preah Khan Spezial Teil 6
    Kna Phtoul Tempel
    Phnom Komnop Pagoda
    Neak Buos Tempel
    Prasat Kuk Bros & Prasat Kuk Srei
    Phnom Chhngork Cave Tempel
    Preah Theat Kvav
    Region Beng Mealea

    Wat Kok Chan & 2 Tempel
    Wat Kesararam Siem Reap

    Siem Reap
    Generäle Royal Garden Siem Reap
    Theam’s Gallery Siem Reap
    Wandbilder im Wat Bo Siem Reap
    Bilderbogen Indien 2024
    Kanheri Caves
    Karla Caves
    Mahakali Caves
    Mandapeshwar Caves
    Elephanta Caves Teil 1
    Elephanta Caves Teil 2
    Ajanta Caves Teil 1
    Ajanta Caves Teil 2
    Ajanta Caves Teil 3
    Bedse Caves
    Bhaja Caves
    Yogeshwari Caves
    Pandava Caves - Teil 1
    Pandava Caves - Teil 2
    Khandoba Tempel Aurangabad
    Aurangabad Caves
    Daulatabad Fort
    Khuldabad
    Bhuikot Fort Solapur
    Bijapur (Teil 1)
    Bijapur (Teil 2)
    Tempel in Gadag
    Lakshmirasimha Tempel Jagaval
    Dodda Basappa & Someshwara
    Itagi Mahadeva Tempelkomplex
    Musafirkhana und Honda

    Kallesvara Tempel Bagali
    Archaeological Art Gallery Bagali
    Mondusale Tempel Somanathapura
    Panchalingeshwara Tempel
    Jain-Tempel in Halebidu
    Hoysalesvara Tempel in Halebidu 1
    Hoysalesvara Tempel Halebidu 2
    Bhimesvara Tempel in Nilagunda
    Harihareshvara Tempel Harihar
    Anantashayana Tempel Hospet
    Hampi (Teil 1)
    Hampi (Teil 2)
    Hampi (Teil 3)
    Hampi (Teil 4)
    Hampi (Teil 5)
    Hampi (Teil 6)
    Hampi (Teil7)
    Mysore Palace
    Die Museen in Hampi
    ​Government Museum Chennai
    ​Hindu-Tempel in Chennai
    Mamallapuram Teil 1
    Mamallapuram Teil 2
    Mamallapuram Teil 3
    Mamallapuram Teil 4
    Stufenbrunnen in Rajasthan
    Kenotaphe in Rajasthan
    Tempel in Osian - Teil 1
    Tempel in Osian - Teil 2
    Tempel in Osian - Teil 3
    Trommelmaschinen
    Jaisalmer
    Rundreise Rajasthan - Teil 1
    Rundreise Rajasthan - Teil 2
    Rundreise Rajasthan - Teil 3
    Rundreise Rajasthan - Teil 4
    Rundreise Rajasthan - Teil 5
    Rundreise Rajasthan - Teil 6
    Rundreise Rajasthan - Teil 7
    Rundreise Rajasthan - Teil 8
    Rundreise Rajasthan - Teil 9
    Rundreise Rajasthan - Teil 10
    Rundreise Rajasthan - Teil 11
    Rundreise Rajasthan - Teil 12
    Sas Bahu Tempel
    Jain-Tempel in Ranakpur
    Ambika Mata Tempel in Jagat
    Torana
    Keshava Tempel in Somanathapura
    Purnagatha in Indien
    Prambanan Tempel in Indonesien
    Museum Candi Prambanan
    Candi Mendut
    Candi Pawon
    Candi Sewu
    Reliefs am Borobudur - Teil 1
    Reliefs am Borobudur - Teil 2
    Reliefs am Borobudur - Teil 3

    Reliefs am Borobudur - Teil 4
    Candi Banduyinan

    weitere Artikel werden folgen ...
    alle Artikel alphabetisch sortiert:

    Archive

    April 2026
    March 2026
    February 2026
    January 2026
    December 2025
    November 2025
    October 2025
    September 2025
    August 2025
    July 2025
    June 2025
    May 2025
    April 2025
    March 2025
    February 2025
    January 2025
    December 2024
    November 2024
    October 2024
    September 2024
    August 2024
    July 2024
    June 2024
    May 2024
    April 2024
    March 2024
    February 2024
    January 2024
    December 2023
    November 2023
    October 2023
    September 2023
    August 2023
    July 2023
    June 2023
    May 2023
    April 2023
    March 2023
    February 2023
    January 2023
    December 2022
    November 2022
    October 2022
    September 2022
    August 2022
    July 2022
    June 2022
    May 2022
    April 2022
    March 2022
    February 2022
    January 2022
    December 2021
    November 2021
    October 2021
    September 2021
    August 2021
    July 2021
    June 2021
    May 2021
    April 2021
    March 2021
    February 2021
    January 2021
    December 2020
    November 2020
    October 2020
    September 2020
    August 2020
    July 2020
    June 2020
    May 2020
    April 2020
    March 2020
    February 2020
    January 2020
    December 2019
    November 2019
    October 2019
    September 2019
    August 2019
    July 2019
    June 2019
    May 2019
    April 2019
    March 2019
    February 2019
    January 2019
    December 2018
    November 2018
    October 2018
    September 2018
    August 2018

    RSS Feed

Home

About

featured:
Preah Khan

Featured:
Ta Som

Contact


Angkor Temples A-Z - Directory

Picture
All rights reserved.

Copyright © 2015 Hor Sopheak & Unique Asia Travel and Tours, Siem Reap, Cambodia
Texts and Photos by Ando Sundermann and Hor Sopheak, unless otherwise stated
with special thanks to contributers Günter Schönlein and Jochen Fellmer
  • Home
    • Welcome
    • Directory
    • Nepal Link
    • Privacy Policy
  • About
  • Cambodia
    • Geography
    • Khmer History
  • Travel Info
    • Visa and Customs
    • Climate
    • Food
    • Shopping
  • Destinations
    • Phnom Penh
    • Siem Reap
    • Battambang
    • Sihanoukville
    • Kep
    • Tonle Sap
  • Temples
    • Cambodia jungle temples
    • Preah Khan
    • Ta Som
    • Phnom Kulen
    • Bang Melea
    • Koh Ker
    • Banteay Chhmar
    • Preah Vihear
    • Bakan
    • Sambor Prei Kuk
    • Tonle Bati
    • Phnom Chisor
    • Phnom Da
    • Phnom Banan
    • Prasat Sneung
  • Angkor
    • Angkor Wat
    • Angkor Thom >
      • Bayon
      • South Gate
      • North Gate
      • Victory Gate
      • East Gate
      • Prasat Chrung
      • Elephant Terrace
      • Leper King Terrace
      • Tep Pranam
      • Prasat Suor Prat
      • Preah Palilay
      • Vihear Prampil Loveng
      • Wat Preah Ngok
    • Yashodharapura >
      • Bakheng
      • Baksei Chamkrong
      • Bei Prasat
      • Baphuon
      • Phimeanakas
      • Royal Palace
      • Preah Pithu
      • North Khleang
      • South Khleang
      • West Prasat Top
      • Mangalartha
      • Ta Prohm Kel
      • Siem Reap River
      • Kapilapura
    • Small Circuit >
      • Thommanon
      • Chau Say Tevoda
      • Spean Thma
      • Chapel of the Hospital
      • Ta Keo
      • Ta Nei
      • Jayendranagari
      • Ta Prohm
      • Banteay Kdei
      • Kutishvara
    • Grand Circuit >
      • Prasat Tonle Snguot
      • Krol Romeas
      • Preah Khan in Angkor
      • Prasat Prei
      • Banteay Prei
      • Neak Pean
      • Krol Ko
      • Ta Sohm
      • East Mebon
      • Pre Rup
      • Leak Neang
      • Prasat Top
      • Srah Srang
      • Bat Chum
      • Prasat Kravan
    • Angkor East >
      • Prasat Tor
      • Banteay Samray
      • Phnom Bok
      • Chau Say Vibol
    • Angkor West >
      • West Baray
      • West Mebon
      • Ak Yum
      • Spean Memay
      • Phnom Rung
      • Kok Po
      • Neam Rup
      • Prasat Char
      • Prasat Sralao
      • Prasat Sampeau
      • Banteay Thom
      • Prei Prasat
    • Siem Reap area >
      • Wat An Kau Sai
      • Wat Athvea
      • Phnom Krom
    • Roluos Group >
      • Bakong
      • Preah Ko
      • Lolei
      • Prei Monti
      • Trapeang Phong
      • Toteung Thngai
      • Prasat O Ka-aek
      • Trapeang Srangae
    • North of Angkor >
      • Banteay Srei
      • Kbal Spean
  • Tours
  • Hotel
  • Blog
    • Schönlein Blog
    • Schönlein Artikel
    • English Blog
  • Contact