ANGKOR TEMPLES IN CAMBODIA
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Günter Schönlein
Blog

Region Beng MealEa

3/30/2024

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Stadtpläne von Phnom Penh und Siem Reap erhalten Besucher in den Tourist-Informationen, doch bei Landkarten in kleinen Maßstäben von Kambodscha wird man nicht fündig. Die Menschen kennen ihre Ziele und die Wege dorthin, notfalls werden die Anwohner befragt. Weite Reisen ins oder durch das Land werden mit Bus oder Auto bewältigt. Im Zweifelsfalle wird auf Google Maps vertraut, denn nur noch wenige Menschen sind ohne Smartphone unterwegs.


Im Großraum rund um den Prasat Beng Mealea sind zahlreiche Tempel-Einträge im Kartenwerk von Google Maps vermerkt. Auffällig ist die Häufung der Tempel im südwestlichen und westlichen Gebiet. Auch In der östlichen Region von Beng Mealea existieren einige Tempel an der alten Straße nach Preah Khan in Kampong Svay. Richtung Norden stehen weniger Tempel, dafür zahlreiche Tempel auf dem Phnom Kulen. Im Süden von Beng Mealea ist lediglich ein Tempel eingezeichnet. Es liegt also auf der Hand, für eine Tagesexkursion die Erkundungen auf die westliche Region zu beschränken und am südlichen Tempel zu beginnen.


Die Scheu vor Menschen und Tieren ist unbegründet. Wortreich und mehrfach erklären die Anwohner geduldig die richtigen Wege. Niemand stört sich daran, dass Fremde ihre Höfe betreten, durch ihre Gärten gehen oder ihre Felder und Plantagen queren und kein Hund hat je gebissen, kläffen müssen sie alle, das ist ihre Eigenart. Freilaufende Weidetiere sind selten, die Gefahr eines Angriffs eher ungewöhnlich, Respekt ist dennoch angebracht, denn die Länge der Laufleinen differiert. Gegen Schlamm und Nässe sollte man gefeit sein. Balanceakte sind an manchen Brücken vonnöten. Frühmorgens ist eben das Gras noch nass und von den Bäumen tropft es herab, besonders nach Regennächten. Manches Strauchwerk ist dornig, festes Schuhwerk verpflichtend. Opfer müssen gebracht werden. Generell gilt: trotz Google Maps ist die Hilfe der Anwohner nötig, denn nicht alle Einträge sind exakt platziert und mancher Weg ist als direkte Verbindung eingezeichnet und nicht unbedingt der ideale Pfad zum gesuchten Objekt. Die Bauern empfehlen garantiert den besten Weg, sofern sie den gefragten Tempel kennen, doch auch sichere Auskünfte sind mit Vorsicht in die Tat umzusetzen.


Westlich der R64 und noch weit südwestlich von Beng Mealea galt es den PRASAT SAM YOT zu finden. Die Ausbeute der Fundstücke am Sam Yot Tempel beschränkt sich auf gut zwei Dutzend bearbeiteter Sandsteine, die scheinbar verstreut herumliegen, jedoch gleichwohl die Ausmaße des Tempels annähernd belegen. An einigen Steinen haben sich fragmentarische Reste von Dekorationen erhalten, die denen vom Beng Mealea Tempel gleichen. Ziegelsteine fanden sich nicht, daraus ist zu schließen, dass hier ein massiver Sandstein-Tempel stand. Nahe dem Tempel zwischen zwei Gärten steht ein Tchako-Meiler. Tchako ist das Khmer-Wort für Holzkohle, das Köhler-Handwerk ist also noch nicht völlig ausgestorben.
Prasat Sam Yot
Prasat Sam Yot
Ehe das Ticket Office für den Beng Mealea Tempel an der R64 erreicht wird, zweigt südlich eine Straße zum PRASAT KAP CHEN ab. Die Zufahrt ist unproblematisch. Der Kampf durch das Dickicht bereitet einige Schwierigkeiten. Im Verhältnis zum Prasat Sam Yot ist hier sehr viel mehr zu entdecken. Der Prasat Kap Chen ist (oder war) ein massiver Sandstein-Tempel von nicht unbeträchtlicher Größe, die Vielzahl der herabgestürzten Steine gibt ungefähre Auskunft über seine Ausmaße. Das Fundament und einige Schichten der Außenmauern haben sich erhalten, so gewinnt man zumindest vom Tempelbau eine (wenn auch verschwommene) Vorstellung. Steine an markanter Stelle belegen den Ost-Eingang.
Prasat Kap Chen
Prasat Kap Chen
Prasat Kap Chen – Sandsteinfragmente
Prasat Kap Chen – Sandsteinfragmente
Westlich vom Beng Mealea Tempel verläuft die R64. 0‘THMA DAP bietet sich als nördlichster Punkt der Erkundungen an. Der Name bezeichnet keinen Prasat, sondern einen historischen Steinbruch. Der Ort ist leicht zu finden, weil er erstens direkt an der R64 liegt und zweitens mit einem Hinweisschild gekennzeichnet ist. Beidseitig neben der Straße und unter der Brücke breitet sich der Ancient Querry aus. Ohne große Fantasie aufwenden zu müssen, wird deutlich, auf welche Weise die Steine für die Tempelbauten gebrochen wurden. Der Transportweg zum Prasat Beng Mealea und zu den benachbarten Tempeln war kurz. Vielleicht wurden hier die Steine für die kleineren Tempel gewonnen, denn für den Beng Mealea Tempel bedurfte es größerer Ressourcen.
O’Thma Dap – historischer Steinbruch
O’Thma Dap – historischer Steinbruch
O’Thma Dap – historischer Steinbruch
Alle weiteren hier beschriebenen Tempel müssen westlich der R64 gesucht werden, so auch der kleine PRASAT TRUNG LOLOK. Üppige, sehr dichte Dschungelvegetation verhindert jegliche Annäherung an die Tempelruine. Zu sehen sind nur die oberen Steinschichten eines quadratischen Prasat. Ziegelsteine in den Außenbereichen der Dornenhecken bestätigen entweder kleinere Schreine oder eine Ummauerung der Tempelanlage.
Prasat Trung Lolok
Prasat Trung Lolok
In landschaftlich schönem Umfeld erheben sich die Überreste vom PRASAT KUK TROAP, ein Laterit-Bau, der sich an einen monumentalen Felsstein schmiegt. Zwei Fundstücke aus Sandsteine weisen auf eine schlichte Dekoration. Vom Türrahmen steht noch ein Pfeiler aufrecht, wenn auch etwas schräg geneigt.
Prasat Kuk Troap
Prasat Kuk Troap
Prasat Kuk Troap
Prasat Kuk Troap
Annähernd auf halben Weg zwischen dem Kuk Troap Tempel und dem Prasat Daun Chan soll lt. Google Maps der Wat Brasat Preah Ketokmealea stehen. Trotz intensivster Sondierung des Geländes und Befragung mehrerer Einheimischer blieb der gesuchte Tempel verborgen.


Der PRASAT DAUN CHAN ist die größte Anlage der kleinen Tempel, die westlich vom Prasat Beng Mealea erbaut wurden. Dieser Tempel ließe sich genau vermessen, weil die Außenmauer erhalten ist und Teile vom Torbau und der Tempel noch stehen. Die östlich ausgerichtete Ummauerung aus Laterit-Steinen ist geschätzt 15-20m in der Breite und 20-30m in der Länge. Vom Torbau stehen noch Teile aufrecht. Wuchtig in seinem jetzigen Erscheinungsbild steht der schmucklose Tempelbau inmitten des rechteckigen Areals. Von den ehemals sakralen Verzierungen finden sich einige reizvolle Fragmente am Boden verstreut, deren Ornamentik die örtliche und zeitliche Nähe zum Beng Mealea Tempel belegt.
Prasat Daun Chan
Prasat Daun Chan
Prasat Daun Chan
Wie intensiv seinerzeit französische Archäologen die Tempel erforscht, gezeichnet oder fotografiert und katalogisiert haben, ob der Daun Chan Tempel den Forschern überhaupt bekannt war, ließe sich nur in für Laien nicht zugänglichen französischen Archiven nachlesen. In welchem Maße kambodschanische Wissenschaftler heutzutage die kleineren Tempel zur Kenntnis nehmen, ob die Tempelruinen im Umfeld von Beng Mealea für die Forschung relevant sind, lässt sich am Zustand vieler Tempelanlagen nur vage ermessen.

Der Beng Mealea Tempel ist dem Publikum ungehindert zugänglich. Lediglich ein Eintrittsgeld wird gefordert, Aufsichtspersonal bewacht den touristisch vermarkteten Tempel. Die kleinen Tempel im Umfeld des großen Prasat Beng Mealea stehen oder liegen versteckt im Abseits und sind nur zu Fuß erreichbar. Enthusiasten, gemeint sind die Kenner und Liebhaber der Khmer-Architektur, scheuen weder Aufwand noch Opferbereitschaft sich den unscheinbaren Tempelanlagen zu nähern, dabei kann mancher Exkurs in summa ernüchternd sein, doch unbeeindruckt vom Ergebnis wird die Suche nach dem nächstem Tempel unverzagt fortgesetzt.

Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
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Preah Theat Khvav

3/23/2024

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Rund 100km östlich von Siem Reap entfernt steht der Preah Theat Khvav Tempel. Die Zufahrt ist unverfänglich, zu diesem Ziel führen befestigte Straßen. Vom ursprünglichen Tempel ist nur noch ein Prasat zu sehen, weil die neue Pagoda auf dem Fundament des alten Tempels errichtet wurde.
Preah Theat Khvav Tempel
Preah Theat Khvav Tempel
Der formschöne Laterit-Turm ist ein wenig in Schieflage geraten, außerdem wurde die neue Tempelhalle viel zu nah neben den Prasat gebaut, dabei wäre ausreichend Platz vorhanden gewesen, um mehr Abstand zwischen dem alten und dem neuen Bauwerk zu gewährleisten. Weniger als Mannesschulterbreite Abstand trennen den Prasat von der Tempelhalle. Es lässt sich keine vernünftige Erklärung finden, welche den geringen Zwischenraum rechtfertigen würde. Die weite Anfahrt für nur einen Prasat aus Laterit würde sich kaum lohnen, wären nicht die vielen Sandsteinfragmente vom ehemaligen Tempel vorhanden, welche am Boden in Turmnähe lagern. Weitere Teile der alten Tempelanlage werden im neuen Tempel und in einem gesonderten kleinen Schrein verwahrt. Die zahlreichen zerbrochenen Teile geben wenn schon nicht Kunde, doch eine ungefähre Vorstellung vom Aussehen des einstigen Tempels. Schnell wird klar, dass mehrere Prasat existiert haben müssen. Die Menge der dekorativen Ausstattungsstücke bestätigt einen größeren Tempel. Die Sammlung der Fundstücke erheben den Ort zum sehenswerten Ziel. Zwar ist der Türsturz vom Tempel zerbrochen und unansehnlich, auch das Inventar im Sakralraum erhebt nicht den Anspruch auf Originalität, aber Kenner der Reliefkunst kommen beim Anblick der Sandsteinbauteile auf ihre Kosten.
Preah Theat Khvav Tempel – Prasat und Tempel
Preah Theat Khvav Tempel – Prasat und Tempel
Preah Theat Khvav Tempel – zerbrochener und stark beschädigter Türsturz
Preah Theat Khvav Tempel – zerbrochener und stark beschädigter Türsturz
Preah Theat Khvav Tempel – Innenraum
Preah Theat Khvav Tempel – Innenraum
Preah Theat Khvav
Preah Theat Khvav
Preah Theat Khvav
Preah Theat Khvav
Preah Theat Khvav
Preah Theat Khvav
Schrein mit Fragmenten von Naga-Balustraden
Schrein mit Fragmenten von Naga-Balustraden
Interessenten aus Siem Reap mit eng begrenzten Zeitbudget werden für den Hin- und Rückweg die NR 6 wählen. Abwechslungsreicher ist die Fahrt auf der alten Straße von Beng Mealea nach Kvav. Die etwas staubige Straße führt an mehreren Khmer-Tempeln vorbei, auch werden etliche historische Brücken passiert, so auch die gut erhaltene Brücke in Kvav, dessen Naga-Balustrade irgendwann völlig eingewachsen und nicht mehr zu sehen sein wird. Die alten Brücken wurden sehr stabil gebaut, viele sind unversehrt und bis heute befahrbar, erfüllen somit ihren angestammten Zweck.
Spean Kvav in Kvav
Spean Kvav in Kvav
Spean Kvav in Kvav – Detailaufnahmen der Naga-Balustrade
Spean Kvav in Kvav – Detailaufnahmen der Naga-Balustrade
Die hier gezeigten Fotos dokumentieren den Zustand des Tempels und den Bestand der Fundstücke am 6.12.2023. Dieser Hinweis ist insofern relevant, weil die Mönche oder sonstige verantwortliche Personen im Umgang mit den Hinterlassenschaften der Khmer ziemlich unbedarft, um nicht zu sagen mehr als lässig, eigentlich unzulässig verfahren. Historische französische Fotos und Fotos anderer Autoren belegen ständige Veränderungen im Bestand des mobilen Inventars vom Preah Theat Kvav Tempel.

Noch bewegen sich die Modalitäten betreffs Schutz und Pflege der ungeordneten Schätze weit entfernt von archäologischer Archivierung und wissenschaftlich historischer Aufarbeitung. Ein erster lobenswerter Schritt zur Rettung der Kunstwerke ist der kleine Schrein mit den Resten der Naga-Balustraden. Ein zweiter Schritt könnte die Errichtung eines größeren Gebäudes sein, in welchem die mobilen Sandstein-Fundsachen geordnet und sicher verwahrt wären, anstatt sie sorglos Wind und Wetter auszusetzen.

Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
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Phnom Chhngork Cave Tempel

3/17/2024

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Das zweisilbige Wort Kampot verheißt den Kennern feinsten Pfeffer. Kulturell interessierte Menschen steuern in der südlichen Provinz den ältesten erhaltenen Tempel Kambodschas an, der sich in einer Höhle versteckt oder besser gesagt, von deren Raum schützend umgeben ist. Der PHNOM CHHNGORK CAVE TEMPLE darf zweifellos als Insidertipp gehandelt werden. Ein Schild an der Zufahrtsstraße verheißt lediglich Tourist Side Phnom Chhngok, keine Höhle, kein Höhlentempel wird erwähnt. Ähnlich unvollkommen ist auch die Zufahrtsstraße ausgewiesen, vom mangelhaften Zustand ganz abgesehen. Alles andere als vergnüglich sind die letzten holperigen Kilometer zum Berg. Wer von Siem Reap per Auto anreist, hat immerhin 450km bewältigt. Touristen, die zum Phnom Chhngok in der Hauptstadt Phnom Penh aufgebrochen sind, haben einen sehr viel kürzeren Anfahrtsweg (150km), doch das Schütteln und Rütteln auf den finalen sechs Kilometern bleibt auch ihnen nicht erspart. Den Berg schon in Sicht ist es wichtig, den Wassergraben auf der einzigen Brücke zu überqueren. Nur der östliche Weg neben dem Graben führt zum Parkplatz, sprich zum Höhlentempel. Dort endlich klärt eine ziemlich ausgeblichene Informationstafel (zweisprachig: Khmer & Englisch) die wenigen Besucher auf, dass hier ein Funan Tempel aus dem 5. Jahrhundert zu besichtigen ist.
PHNOM CHHNGORK
Mehrere kleinere Öffnungen am Fuße des Berges (von Höhlen zu sprechen, wäre übertrieben) geben geringe Anschauung der geologischen Strukturen: kennzeichnend sind bizarre herabhängende Felsformen. Während sich in den ebenerdigen Aushöhlungen teilweise Wasser gesammelt hat, ist der Boden der weiter oben gelegenen Tempel-Höhle trocken.
PHNOM CHHNGORK
Zementierte Stufen führen zur Höhle. Sind die Stufen erklommen, zeigt sich das Ausmaß der Höhle. Wirkung und Faszination des nach außen hin offenen, hohen und tiefen Raumes zählen zu den unvergesslichen Erfahrungen, die Speläologen und Kunstliebhabern zuteilwerden können. Höhlenforscher richten den Blick an die Wände und nach oben – Kunstliebhaber betrachten den einmaligen Tempelbau.
PHNOM CHHNGORK
PHNOM CHHNGORK
PHNOM CHHNGORK
Äußerst beeindruckend wirkt das Verwachsensein der Materialen Fels und Ziegelstein. Allein der Anblick, wie harmonisch die Kräfte der Natur und menschliches kreatives Vermögen verschmelzen, wird in dieser Höhle und im Tempelinneren zum Erlebnis. Herabtropfende zu Stein gewordene Feuchtigkeit hat das Tempeldach durchdrungen und bildet mit den Ziegeln eine Symbiose, deren verwunschene Formen und Farben von Menschen weder gedacht noch erfunden werden können. Wir blicken fasziniert auf Kunst gewordene Natur, in der sich wortlos Göttlichkeit verkörpert.
PHNOM CHHNGORK
PHNOM CHHNGORK
Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
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Prasat Kuk Bros & Prasat Kuk Srei

3/9/2024

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Dem großen Neak Buos Tempel südlich vorgelagert stehen zwei kleinere Tempelanlagen am Weg. Der schmale, reichlich 1km kurze Pfad zum Prasat Neak Buos führt unweigerlich an den Tempeln Kuk Bros und Kuk Prei vorbei. Wer den Neak Buos Tempel sucht, findet und besichtigt, wird auch Kuk Bros & Kuk Srei nicht übersehen. Die drei Tempel gehören zueinander. Wie wir erfuhren, wäre der Kuk Bros Tempel den Männern, der Kuk Srei Tempel den Frauen vorbehalten gewesen.

Der kleinste der drei Tempel ist der Prasat Kuk Bros. Das Tor der rechteckigen Ummauerung befindet sich auf der Ostseite, östlich sind fast alle Khmer-Tempel ausgerichtet. Die höchste erhaltene Gebäudestruktur ist der Ost-Gopuram, für diesen Torbau wurden, wie auch für die Mauereinfassung, Lateritsteine verwendet. Die vorhandenen Steinmengen verraten, dass auch die Tempelbauten aus Laterit errichtet waren, Sandstein nur für die Türeinfassungen, Fensterrahmen, Säulen und Pfeiler genommen wurde, ein Verfahren, das aus Kostengründen häufig Anwendung fand. Die hochgradige Zerstörung ist mit dem Adjektiv desolat ausreichend kategorisiert, dennoch lassen sich diverse Formen ehemaliger Gebäudestrukturen erkennen.  
Prasat Kuk Bros – Gesamtansicht Nord
Prasat Kuk Bros – Gesamtansicht Nord
Prasat Kuk Bros – Außenmauer und zerstörter Tempel
Prasat Kuk Bros – Außenmauer und zerstörter Tempel
Prasat kuk Bros – erhaltene Baustrukturen, Gopuram und Tempel
Prasat kuk Bros – erhaltene Baustrukturen, Gopuram und Tempel
Prasat Kuk Bros – Bauteile aus Sandstein
Prasat Kuk Bros – Bauteile aus Sandstein
Mehr von den Baustrukturen als vom Kuk Bros Tempel  hat sich im etwas größeren Kuk Srei Tempel erhalten, dessen Aufbau ist vom mehreren Mauerringen geprägt. Die typische Außenmauer und eine weitere Innenmauer trennt ein unbebauter Wegstreifen. Die innere Mauer ist auf einem Sockel errichtet. Wechselnde Laterit- und Sandsteinmauerschichten kennzeichnen den Sockelaufbau. Wiederum auf dieser Erhöhung erhebt sich eine hohe Ummauerung, die durch Fenster und Scheintüren gegliedert ist. In dieser hohen Einfassung stand der zentrale Tempel aus Sandstein. Eine solche architektonische Gliederung für einen Tempel ist nicht häufig von den Khmer-Baumeistern erstellt worden, diese aufwendige Bauweise fand selten Anwendung. Annähernd vergleichbar mit dem Aufbau vom Kuk Srei Tempel sind der Prasat Banteay Prei oder Prasat Banteay Samre in Angkor, deren zentrale Tempelbauten sind ebenfalls von mehreren hohen Mauerringen umgeben, wenngleich sich die Baustile unterscheiden.
Prasat Kuk Srei
Prasat Kuk Srei
Prasat Kuk Srei – Außen und Innenmauern
Prasat Kuk Srei – Außen und Innenmauern
Prasat Kuk Srei
Prasat Kuk Srei – hoher Mauerring mit Fenster und Scheintür
Prasat Kuk Srei – hoher Mauerring mit Fenster und Scheintür
Prasat Kuk Srei – innere Mauerstrukturen
Prasat Kuk Srei – innere Mauerstrukturen
Prasat Kuk Srei – Südansicht
Prasat Kuk Srei – Südansicht
Mehrere Tempel sind im Umfeld vom Neak Buos Tempel auf der Google Maps Karte eingezeichnet. Neben den eben beschriebenen Tempeln Kuk Bros und Kuk Srei versteckt sich 8 km südlich in einem Waldstück der weitestgehend völlig zerstörte Prasat Cha-eh. Dieser Tempel ist schwer zu finden, noch schwerer fällt die Besichtigung. Die spärlichen Überreste sind mit dichten dornigen Gestrüpp überwachsen. Unmittelbar vor Ort ist eine Übersicht, wie der Tempel ausgesehen haben könnte, nur unter Vorbehalt möglich. Ein besonders schönes Fragment von einem Sandstein-Tympanum entschädigt für die Mühen, welche die Begutachtung der Tempelanlage erfordert.
Prasat Cha-eh: Bilderstreifen I
Prasat Cha-eh: Bilderstreifen I
Prasat Cha-eh: Bilderstreifen II
Prasat Cha-eh: Bilderstreifen II
Weitere Ziele in der Gegend südlich vom Neak Buos Tempel sind: Prasat Sou Mab, Prasat Thnal Svay,
Prasat Daun Kau und der Prasat Trapeang Thnal Chhouk. Auf  einer Strecke von 12km Weg können acht Tempel besichtigt werden.

Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
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Neak Buos Tempel

3/2/2024

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Der bei Google-Maps im äußersten Nordosten Kambodschas eingetragene, gleichermaßen unbekannte wie selten besuchte Neak Buos Tempel, kann ohne Einschränkungen neben all den anderen berühmten, großartigen Hinterlassenschaften der Khmer-Baumeister bestehen.
 

Schon die Anfahrt gerät zum Abenteuer. Die ausgefahrenen Naturwege, oftmals nur tiefe Fahrspuren, queren unwegsames Gelände. Bauern mit speziellen Traktoren gelangen auf diesen schmalen Wegen, deren Abzweige und Kreuzungen nur ihnen vertraut sind, von ihren Wohnhäusern zu kleinen Feldern und Wiesen, welche dem bewaldeten hügeligen Gelände abgerungen wurden. Regenfälle verwandeln die Wege zu schwer passierbaren Schlammpisten. Motocross-Fahrer verfielen ob diesem Terrain in enthusiastisches Jubelgeschrei. Von der Anreise mit einem Auto ist abzuraten. Ein gutes Moped wäre das richtige Gefährt.


Die Landschaft ist mit Wasser reichlich versorgt, es fließt von den Dangrek-Bergen hinab, die Kambodscha von Thailand abgrenzen. In einem zu Khmer-Zeiten angelegten rechteckigen Wasserbecken (Baray) steht noch immer reichlich Wasser, darin gedeiht Lotos üppig. An diesem Platz oder vorher schon könnte eine faszinierende Wanderung beginnen, denn es muss hier einen Pilgerweg gegeben haben, zumindest muss der Neak Buos Tempel ein religiöses Zentrum gewesen sein, wie sonst erklärt sich das Vorhandensein mehrerer Tempel, die sich aneinanderreihen, von denen einer den Männern (Prasat Kuk Bros), der andere den Frauen (Prasat Kuk Prei) vorbehalten war. Im größeren Maßstab betrachtet liegt der Neak Buos Tempel an der alten Königsstraße, die den Beng Mealea Tempel, den Koh Ker Tempel und das Wat Phu (heute Laos) miteinander verband. Die früheste Datierung erster Tempelbauten in Neak Buos reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück, die letzten Umbauten und Hinzufügungen wurden im Auftrag des berühmten Königs und Großbaumeisters Jayavarman VII. im späten 12. Jahrhundert getätigt, folglich ist eine über sechs Jahrhunderte währende Nutzung der Tempelanlage anzunehmen.


Die Tempelanlage ist einzigartig. Kein vergleichbarer Tempel in Kambodscha wäre zu nennen. Obgleich die Berge sich erst hinter dem Tempel erheben, könnte der Prasat Neak Buos als Berg-Tempel kategorisiert werden. Das sanft, aber stetig ansteigende Gelände wird durch drei terrassierte Ebenen überwunden. Stufen verbinden die Tempel-Terrassen miteinander. Zunächst kommt nur ein breiter Stufenaufgang in Sicht, vom Tempel ist noch längst nichts zu sehen. Die mächtige Sandsteintreppe fasziniert. Der Zugang von Ebene zu Ebene zum Haupt-Tempel ist als Prozessionsweg gedacht. Massenhaft umherliegende Steine lassen auf einen ehemals vorhandenen Gopuram (Torbau) schließen (Bild 1). Sind die Stufen zur ersten Ebene erklommen, öffnet sich dem Blick eine große Freifläche, auf der rechts nur ein Ziegelschrein im ruinösen Zustand steht (Bild 2).
Bild 1 & 2: erster Stufenaufgang & Ziegelschrein
Bild 1 & 2: erster Stufenaufgang & Ziegelschrein
Beidseitig berührt eine hohe Ziegelmauer den zweiten Stufenaufgang. Der Blick von der ersten Ebene vermittelt den Eindruck mächtiger Mauern, tatsächlich sind es seitliche Gebäude, deren äußere Wände von unten gesehen vorerst als Umfassungsmauern der zweiten Ebene wahrgenommen werden. Was von den breiten Bauten, die aus der Nahsicht keine Außenmauern sind, geblieben ist, lässt nicht unbedingt auf sakrale Nutzung schließen, aber so viel ist zu erkennen, ihre Ausmaße und ihre räumliche Aufteilung gleichen sich nicht (Bild 3 & 4).
Bild 3 & 4: zweiter Stufenaufgang, Ostansicht & Gebäudeansicht Westseite
Bild 3 & 4: zweiter Stufenaufgang, Ostansicht & Gebäudeansicht Westseite
Fragmente von typisch geformten Naga-Balustraden belegen seitliche Geländer an den Stufenaufgängen (Bild 5). Der die Ebenen verbindende mit Laterit-Steinen gepflasterte Mittelweg entspricht der Mittelachse der Tempelanlage (Bild 6). Die lineare Konzeption der Gesamtanlage ist konsequent durchgesetzt, was auf die spiegelgleiche Kongruenz der Anordnung der Schreine und sonstiger Gebäude keineswegs zutrifft. Umgekippte quadratische Pfeiler, Kapitelle und Basen liegen am Boden, das sind Indizien für eine mit vergänglichen Materialien überdachten Galerie (Bild 7 – 9).
Bild 5 & 6: Zweiter Stufenaufgang & Mittelweg zum Gopuram I
Bild 5 & 6: Zweiter Stufenaufgang & Mittelweg zum Gopuram I
Bild 7, 8 & 9: Kapitelle, Basen und Säulen einer Galerie
Bild 7, 8 & 9: Kapitelle, Basen und Säulen einer Galerie
Das hintere Drittel der zweiten Ebene wird von einem Laterit-Sockel bedeckt, auf dem ein symmetrisch angelegter Torbau seinen Standort hat (Bild 10). Durch diesen kreuzförmigen Torbau mit Nebenbauten erfolgt der Zugang zur dritten Tempelebene. Der monumental angelegte Torbau, dessen auffällig hoher, im Vergleich zu anderen Tempeln überhoher Eingang wirkt monumental, fast überdimensioniert, verheißt aber andererseits Großes und steigert die Spannung. Proportional entspricht der Grad der Zerstörung den Ausmaßen der Toranlage. Die Gopuram-Ruine lässt noch immer die großartige Konzeption dieses Eingangs ahnen. Zwei Bauten aus Laterit, deren Zweck nicht mehr bestimmt werden kann, verbreitern den Torbau und schaffen eine Sichtverblendung zur zentralen Ebene (Bild 10 – 12). Die Säulen der erhaltenen Fenster entsprechen den Fenstersäulen vom Prasat Thom in Koh Ker. Die ebenfalls runden Fenstersäulen vom Gopuram der dritten Ebene unterscheiden sich in der Aufteilung der Ringsegmente, solche Säulen finden sich beispielsweise im Banteay Srei Tempel (Bild 13 & 14). Gesammelte Indizien solcher Art sind hilfreich zur zeitlichen Einordnung von Tempelanlagen bzw. einzelner Bauten, zu denen keine Inschriften überliefert sind.
Bild 10: Gopuram zweite Ebene: Gesamtansicht Ost
Bild 10: Gopuram zweite Ebene: Gesamtansicht Ost
Bild 11 & 12: Gopuram zweite Ebene: Ansicht Ost und Ansicht West
Bild 11 & 12: Gopuram zweite Ebene: Ansicht Ost und Ansicht West
Bild 13 & 14: Gopuram zweite Ebene & Gopuram dritte Ebene: Fenstersäulen
Bild 13 & 14: Gopuram zweite Ebene & Gopuram dritte Ebene: Fenstersäulen
Ebenfalls im desaströsem Zustand befindet sich der Gopuram, welcher auf die zentrale Tempelebene führt. Von den Fenstern und Türrahmen abgesehen, für die Sandstein Verwendung fand, wurden die Mauern vom Torgebäude aus Lateritsteinen gefügt (Bild 15). Das quadratische Areal, auf dem sich der Haupttempel und mehrere Schreine erheben, wird vollständig von einer hohen Lateritmauer eingefasst, die jeweils seitlich an den Gopuram stößt, sich mit den Mauern vom Tor verbindet, wodurch der Mauerring geschlossen wird. In diesem Areal stehen neunzehn Bauten, wovon der Zentral-Prasat unmittelbar ins Auge fällt. Der Zugang vom Gopuram zum Haupttempel ist unverstellt, doch neben und hinter dem hohen Ziegelturm stehen kleinere Schreine. Südlich und nördlich vom Hauptweg (der Mittelachse) wurden weitere kleine Tempelbauten errichtet, bei der Anordnung dieser Bauten wurden jegliche symmetrischen Vorstellungen missachtet. Ein schmaler, sehr langer Tempelbau im äußersten Nord-West-Bereich fällt aus dem gewohnten Rahmen üblicher Tempelbauwerke. Der Schauwert der Bauwerke auf der letzten Tempelebene übertrifft in summa alle Bauwerke auf den vorher besichtigten Ebenen.
Bild 15: Gopuram zur Zentralebene mit Sicht auf den Haupttempel
Bild 15: Gopuram zur Zentralebene mit Sicht auf den Haupttempel
Erstmals haben wir bedauert, über keine moderne Technik verfügen zu können. Die Stellung der Bauten auf der zentralen Tempelebene hätten wir gern mit einer Luftaufnahme (Quadrokopter) fototechnisch dokumentiert. Es braucht geraume Zeit, ehe sich die Augen an das ungeordnete Nebeneinander der verschiedenen Tempelbauten gewöhnt und die markanten Tempel erkannt haben.


Zu unterscheiden sind Lateritbauten, desweiteren Ziegelbauten und Sandsteinbauten, außerdem Ziegelbauten, die auf einem hochgezogenen Lateritunterbau ruhen. Diese selten angewandte bautechnische Besonderheit findet sich auch am Haupttempel realisiert. Ein massiver Unterbau aus Laterit reicht bis in die Höhe der Pilaster. Darauf ruhen vier aus Ziegelsteinen gemauerte Turmsegmente, die durch üppige Gesimse voneinander getrennt bzw. verbunden sind (Bild 16.1 – 16.3). Deutlich zu erkennen sind die in sich gewölbten, bildfreien vom Flammenkranz gerahmten, auf massiven Pilastern lagernden Ziegel-Tympana, nur am Nord-Tympanum hat sich die ursprüngliche Mauerstruktur erhalten (Bild 16.4). Derartig geformte bildfreie Giebel finden sich auch in den nördlichen Tempelgruppen von Sambor Prei Kuk, dort sind allerdings die Ziegelschreine weniger hoch gebaut.
Bild 16.1 – 16.3: Hauptempel, Ost- Nord/West- und Nordansicht
Bild 16.1 – 16.3: Hauptempel, Ost- Nord/West- und Nordansicht
Bild 16.4 & 16.5: Haupttempel, Typanum Nord & Türsturz Ost
Bild 16.4 & 16.5: Haupttempel, Typanum Nord & Türsturz Ost
Weniger gut als die Außenfassaden hat sich der Eingangsbereich vom Zentralturm erhalten. Bedauerlich ist die mutwillige Zerstörung von dem Lintel, der mit seiner Übergröße als Unikat registriert werden muss. Das in situ verbliebene Teilstück vom Türsturz lässt die ehemalige Pracht und handwerklich perfekte und künstlerisch hochwertige Ausführung ahnen. Der noch teilweise vorhandene Elefant verweist auf den Gott Indra. Im oberen Bereich sind zwischen floralen Ranken kleine göttliche Gestalten positioniert, die allesamt geköpft wurden wie auch der gesamte rechte untere Lintelbereich bis zur völligen Unkenntlichkeit beschädigt wurde. Vermutlich hatte hier (selbstredend auch auf der linken Seite vom Türsturz) ein Makara, eventuell mit Reiter, seinen Platz. Mehrere Bruchstücke vom Lintel, die durch gewaltsame Zugriffe entstanden, liegen am Boden umher bzw. wurden auf einen Mauervorsprung gestellt (Bild 16.6 & 16.7). Der übergroße Lintel maß geschätzt 2,20m in der Länge, 70-75cm in der Höhe und hat eine Dicke von 30-35cm. Der wuchtige Türsturz wurde mit brachialer Gewalt aus der Mauerverankerung gerissen, woraufhin er herabstürzte und zerbrach (Bild 16.8 & 16.9). Der kunsthistorische Wert der wunderbar geschnittenen Türschwelle ist den Dieben offenbar entgangen (Bild 16.10 & 16.11). Ähnlich schöne Schwellen, die gewiss zur Niederwerfung vor Eintritt in die Tempel gedient haben mögen, sind z.B. noch am Preah Ko Tempel im Roluos-Gebiet vorhanden.
Bild 16.6 & 16.7: Haupttempel, Türsturz & Bruchstücke
Bild 16.6 & 16.7: Haupttempel, Türsturz & Bruchstücke
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Bild 16.8. & 16.9: Haupttempel, linkes Teilstück vom Türsturz
Bild 16.10 & 16.11: Haupttempel, Türschwelle
Bild 16.10 & 16.11: Haupttempel, Türschwelle
Einige künstlerisch außergewöhnliche Details der neunzehn Tembelbauten auf der Zentralebene müssen in Folge noch vorgestellt werden. Im südlichen Bereich steht ein Ziegel-Schrein mit äußerst eigenwilliger Kombination aus tradierter runder segmentierter Säule, auf der ein Lintelfragment ruht, welches stilistisch schwer einzuordnen ist. Kein weiterer vergleichbarer Türsturz mit solchem Dekor hat sich im Neak Buos Tempel erhalten, auch sind dem Autor im Angkor-Gebiet keine ähnlichen Lintels je vor Augen geraten (Bild 17.1 – 17.3).
 

Im nördlichen Bereich steht ein massiver Sandstein-Schrein, dessen drei Lintel nur in einem Zwischenzustand überliefert sind. Vermutlich sind alle drei Türstürze von einem Bildhauer begonnen und nicht vollendet worden. Auf einem der Stürze hebt sich das Gottesbild andeutungsweise hervor, hier ist an Shiva oder an Yama zu denken. Die Frage, ob der kleine Tempel je zu Ende gebaut wurde, hat durchaus seine Berechtigung (Bild 18.1 – 18.4).
Bild 17.1 – 17.3: Ziegeltempel im südlichen Bereich
Bild 17.1 – 17.3: Ziegeltempel im südlichen Bereich
Bild 18.1 – 18.4: Sandsteintempel im nördlichen Bereich
Bild 18.1 – 18.4: Sandsteintempel im nördlichen Bereich
Bild 18.1 – 18.4: Sandsteintempel im nördlichen Bereich
Bedauernswerterweise hat sich vom sakralen Inventar des Tempels nichts erhalten. Keine Yoni, kein Lingam, keine Statue vorhanden, alle Tempelbauten sind ausgeräumt. Durch ein archäologisch geschultes Team müsste im Neak Buos Tempel die dringend notwendige Grundsanierung und endlich die wissenschaftliche Aufarbeitung erfolgen. Auch wäre es nötig, die Zufahrt/Zugangswege passierbar zu präparieren, derlei Maßnahmen täten der Popularität dieser Tempelanlage gut, denn das Schattendasein entspricht keinesfalls der Wertigkeit dieser Tempelanlage.


Mit der Vorstellung einen außergewöhnlichen Tempel aufzufinden, dringen bislang nur Enthusiasten in das entlegene Gebiet vor, die Unentwegten werden, erreichen sie ihr Ziel, gewiss nicht enttäuscht sein. Kompass und Kartenkenntnisse sind vonnöten. Man baue nicht auf Google Maps, denn die Internetverbindung in dieser Gegend schwächelt oder fällt völlig aus. Mit etwas Glück kommt zufällig ein Bauer daher und gibt Auskunft, auf welchen Wegen der Tempel trockenen Fußes erreichbar ist.


Hinweis 1: Die Besichtigung vom Neak Buos Tempel erfolgte am 4.12.2023, alle Fotos geben den Zustand der Tempelanlage dieses Tages wieder.


Hinweis 2: Eine historische Grundrisszeichnung vom Neak Buos Tempel, die aus rechtlichen Gründen hier nicht gezeigt werden kann, finden Interessenten auf der Foto-Webseite flickr.com.


Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones
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    Autor Günter Schönlein

    Auf meinen bisher acht Reisen nach Kambodscha habe ich viele Khmer-Tempel photographisch dokumentiert. Mit Pheaks Hilfe suchte ich auch viele schwer zu findende entlegene Tempel auf. In diesem Blog möchte ich meine dabei erworbenen Eindrücke und Kenntnisse gerne anderen Kambodscha-Liebhabern als Anregungen zur Vor- oder Nachbereitung ihrer Reise zur Verfügung stellen.


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