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Am Nordrand der Stadt Jaipur in einem ansteigenden Tal befinden sich die Königsgräber, genannt Gaitor Ki Chhatriyan. Die Anlage ist zweigeteilt, im nördlichen Geviert befinden sich die älteren Kenotaphe. Besucher betreten zuerst den jüngeren Teil der Friedhofsanlage. Nach europäischem Verständnis kann kaum von einem Friedhof die Rede sein, denn Kenotaphe beherbergen keine sterblichen Überreste eines Menschen. Kenotaphe sind Scheingräber, sie dienen dem Andenken der Verstorbenen. Nachhaltig in Erinnerung bleiben, ist der Zweck dieser prachtvollen Chhatri-Bauten. Die Royal Cenotaphs in Udaipur (Ortsteil Amberi) waren aus Sicherheitsgründen geschlossen und von der Polizei bewacht. Ausgerechnet am 27.11.2024, dem Tag unseres Besuches, herrschte in der Stadt Ausnahmezustand. Die Ausweitung innerpolitischer Unruhen musste durch Polizei und Militär verhindert werden. Blicke auf die Kenotaphe waren nur über die Mauern und durch Stacheldrahtzäune möglich. Das palastähnliche, mit Marmorplatten verkleidete Kenotaph Jaswant Thada in Jodhpur wurde zu Ehren des 1895 verstorbenen Maharaja Jaswant Sing II. errichtet. Für alle weiteren Nachfolger seiner Dynastie und einige der nahen Angehörigen der Familie wurden in seitlichen Parkbereichen kleinere Kenotaphe (Chhatrys) aufgestellt. Entbehren schon der Park und die Außenansicht vom Kenotaph jegliche Todestraurigkeit, so assoziiert auch das Innere der Gedenkanlage mehr Lebensfreude als Grabesdunkel. Diese Anlage ist ein beliebtes Ziel vieler Touristen. Die unmittelbare Nähe zur Jodhpur Festung lockt die Besucher zum Jaswant Thada. Der Weg vom Fort zum Kenotaph führt am Denkmal von Rao Jodha Rathore (1416 – 1489) vorbei, er veranlasste 1459 die Gründung der Stadt Jodhpur und den Bau der Festung, womit Jodhpur nach Mandore die neue Hauptstadt von Marwar, einem Fürstenstaat der Rajputen, wurde. Die Kenotaphe von Bada Bagh befinden sich etwa sechs Kilometer außerhalb der Stadt Jaisalmer. Die Könige vom einstigen Staat Jaisalmer errichteten im 18./19. und im frühen 20. Jahrhundert eine beträchtliche Anzahl stattlicher und kleinerer Chhatri-Kenotaphe. Jait Singh II. erbaute im 16. Jahrhundert einen Staudamm, mit dem angestauten Wasser konnte die Gegend fruchtbar gemacht werden. Zum Gedenken an den Erbauer und seine Pioniertat legte sein Sohn einen Garten an und ließ auf einer felsigen Erhebung über dem Garten den ersten Chhatri aufstellen. Von nun an wurde der Felsrücken als Platz für weitere Kenotaphe genutzt. Bada Bagh bedeutet Großer Garten, womit sich der Bezug zum Wasser und der fruchtbar gemachten Landschaft erschließt. Von dem Garten ist nichts mehr zu sehen, aber der mächtige Staudamm hat sich erhalten. Das besondere an den Bada Bagh Kenotaphen ist der völlige Verzicht auf Marmor, vernünftigerweise wurde der in dieser Region reichlich vorhandene gelbe Sandstein als Baumaterial gewählt, ein Material, welches sich schon am Staudamm bewährt hatte. In Reisehandbüchern werden die Kenotaphe von Rajasthan nur am Rande oder nicht erwähnt. Den Autoren scheinen diese Ziele zweitrangig oder nebensächlich zu sein. Das kann von Menschen, die offenen Auges und wachen Geistes mehrere solcher Anlagen aufgesucht, besichtigt und miteinander verglichen haben, durchaus als Vernachlässigung empfunden werden, denn keiner dieser Orte gleicht einem anderen. Allen gemeinsam (ausgenommen Jaswant Thada) sind die verschieden ausgeführten offenen von Säulen getragenen Kuppelpavillons. Genannt werden die Kenotaphe Chhatri=Schirm.
Foto vom Staudamm: Vanessa Jones Fotos und Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones
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Heutzutage werden Stufenbrunnen kaum noch oder gar nicht mehr praktisch genutzt, in früheren Jahrhunderten waren die Baoli (so die indische Bezeichnung auf Hindi) von eminenter Bedeutung für das tägliche Leben. In der architektonischen Ausführung der Brunnen waren die Baumeister durchaus erfinderisch, Form und Größe der Brunnenbauten unterscheiden sich erheblich, was offenbar den jeweiligen Erfordernissen entsprach. Die Funktionsweise schien überall denkbar einfach zu sein, während der Regenzeit sammelte sich Wasser und füllte das Brunnenbecken. Je nach Bedarf konnte Wasser entnommen werden, die Stufen führten zum Wasser hinab. Über die unterirdischen, nicht sichtbaren Ausmaße der Stufenbrunnen vermag der Autor keine Auskunft geben. Der Baoli im Roten Fort kann gewiss nicht der einzige Brunnen zur Wasserversorgung gewesen sein. Um ein derart großflächiges Areal mit Wasser zu versorgen, bedurfte es gewiss mehrerer Brunnen. Sicher waren im Fort Leitungen und Kanäle verlegt, um Wasser zu den einzelnen Bauten zu leiten. Der Ugrasen ki Baoli in Delhi zählt zu den großen gut erhaltenen bzw. sehr gut restaurierten Brunnenbauwerken in Nord-Indien. Ein recht unscheinbarer, schmaler, schlicht ausgeführter Stufenbrunnen befindet sich im Alten Fort von Delhi (Purana Qila), dieser kleine Brunnen kann für die Wasserversorgung der Festung nicht genügt haben. Welcher Art das Wasser in die Objekte und zu den Verbrauchern gelangte, ist heutzutage in der restaurierten Festungsanlage von den vorgeschriebenen Wegen aus nicht erkennbar. Allen Brunnen gemeinsam sind die Stufen, die je nach Füllstand zum Wasserspiegel herabführen. Im Archäologischen Park Mehrauli existieren zwei Brunnen, der größere, hier gezeigte Baori befand sich zur Zeit der Besichtigung (November 2024) in restauro. Die Besichtigung der Anlage wurde trotz intensiver Bitte untersagt, nur ein Foto und flüchtige Blicke wurden gestattet. Welchen Zweck die Kolonaden erfüllten, lässt sich schwer sagen. Saßen dort die Menschen im Schatten, ruhten aus, ehe sie ihre Wasserkrüge nach Hause trugen. Laut Wikipedia dienten die Stufenbrunnen in den wasserarmen Monaten der Trinkwasserversorgung und waren gemauert, um das Wasser vor Verschmutzungen zu schützen. Es bleibt zu vermuten, dass Wäsche waschen und Baden in Flüssen stattfand und erst seit der Neuzeit das Trinkwasser aus anderen Quellen bezogen wird, nutzen die Menschen die Baolis zweckentfremdet. Vereinzelt haben wir im Süden Indiens (Bundesstaat Tamil Nadu) Menschen gesehen, die in Stufenbecken gebadet bzw. Wäsche gewaschen haben. Geradezu sensationell mutet die Architektur vom Chand Baori in Abaneri an (auch Abhaneri geschrieben). Vor mehr als eintausend Jahren wurde dieser Stufenbrunnen erbaut. Die steinerne Tafel der ASI bietet den Besuchern alle wichtigen Informationen und die stilisierte Draufsicht vom Brunnen, denn was beim flüchtigen Blick auf die Tafel wie ein schicker Textrahmen zu sein scheint, ist der Grundriss vom Baori: dargestellt finden sich die Stufenwände, die Norwand mit diversen Aufbauten und Balkonveranden, sogar die umlaufenden kolonadenartigen Galerien sind erkennbar. In den Galerien haben die Archäologen zahlreiche Fundstücke untergestellt, zu sehen sind wunderbare fragmentarisch erhaltene Reliefs, Pfeiler, Säulen und Kapitelle. Ohne die Steinfragmente begutachtet zu haben, sollten Besucher das Chand Baori nicht verlassen. Auf dem Gelände vom Nahagarh Fort sorgten zwei Stufenbrunnen für die Wasserversorgung. Die natürlich vorhandenen Felsen bestimmten die Form der Brunnen. Der im nördlichen Bereich befindliche Bavdi grenzt direkt an die Festungsmauer, in die übrigen drei felsigen Seitenwände wurden der Felsform folgend Stufen gehauen. Der zweite größere Brunnen wurde im nordöstlichen Festungsbereich angelegt. Auf den Screenshots lassen sich die Standorte der Stufenbrunnen erkennen. In Amber, heute ein Ortsteil von Jaipur, stehen mehrere sehenswerte Tempel, doch nur ein größerer Stufenbrunnen wurde gebaut, der schien zu früheren Zeiten den Wasserbedarf des Dorfes zu decken. Hier sind wieder drei Brunnenwände mit Stufen versehen, angenehm breit und flach fallend gebaut. In die Westwand vom Brunnen wurde ein Kolonadenbau integriert. Die quadratische Brunnenanlage Panna Meena ka Kund mit seinen vier Chhatris an den Eckpunkten des Brunnens und der Bihariji Tempel bilden ein sehenswertes Ensemble im dörflichen Ambiente. Bei Google Maps findet sich der Baori als Kund bezeichnet, woraus zu schließen ist, dass die Grenzen der Definition zwischen Kund und Baori doch verschwommen verlaufen oder Ermessensfrage sind. Die kleine Stadt Osian, fast noch ein Dorf, ist berühmt für zahlreiche spätmittelalterliche Tempel, aber auch ein Stufenbrunnen aus dieser Epoche kann besichtigt werden, der ist als Katan Bavdi कातन बावड़ी, Ramdevra, Osian, Rajasthan 342303 bei Google Maps eingetragen. Leider blickt der Besucher auf eine etwas vernachlässigte Brunnenanlage, obwohl die ASI ihre schützenden Hände darüber hält (halten sollte). Im Vergleich zu anderen Baoris in Rajasthan hätte dieser Stufenbrunnen intensivere Konservierungs-und Erhaltungsmaßnahmen verdient. Wie auf dem Screenshot deutlich wird, handelt es sich bei diesem östlich orientierten Brunnen um eine größer dimensionierte Anlage, vergleiche die Größe der nahebei stehenden Sun Temple und Vishnu Temple (Screenshot vom 14.01.2025). Der östliche Bereich der Brunnenanlage ist der nach unten führende Tempelbereich (unter Vorbehalt als Tempelbereich definiert), von dem leider wenig erhalten blieb, aber die Draufsicht vermittelt die Größe des vermutlichen Tempels. Gegenüber auf der Westseite des Brunnens fällt die recht steile Stufenwand auf, die Stufen der Nord- und Südwand sind etwas weniger steil gebaut. Weshalb dem Wachstum von Bäumen und Sträuchern in der Brunnenanlage nicht Einhalt geboten wird, bleibt rätselhaft. Das Vorbild für den Katan Bavdi in Osian kann der Chand Baori in Abaneri gewesen sein, auch dort existieren die Tempelwand und die drei Stufenwände in gleicher Anordnung. Eine etwas schlichtere, jedoch architektonisch ähnliche Ausführung ist am Baori in Amber zu begutachten. (Hinweis: Bavdi ist vermutlich die sprachliche Verschleifung von Baori) Festungsanlagen ohne Wasserversorgung waren undenkbar, so existieren auf dem Gelände vom Chittorgarh Fort mehrere größere natürliche Becken (Kund), einige quadratische bzw. rechteckige Becken, die zwar über Stufen erreichbar sind, jedoch nicht die Kriterien eines typischen Stufenbrunnens aufweisen. Im ausgedehnten Gelände vom Chittorgarh Fort lassen sich die Unterschiede zwischen Kund, gemauerten Becken und Baori genau definieren. Wasserreicher ist der nördliche Fortbereich, hier existieren etliche Becken (Kund), jedenfalls mehr als der südliche Festungsbereich aufweist. Die verschieden großen Stufenbecken im Nordbereich verstecken sich teilweise zwischen den Wohnhäusern. Im Südbereich ist die Landschaft offener, weil weniger bebaut, weshalb hier auch größere natürliche Wasserbecken vorhanden sind. Der sehenswerte Ratneshwar Kund wird ursprünglich, ehe der Ratan Singh Palast und die gemauerten Einfassungen gebaut wurden, ein natürlicher See (Tank) gewesen sein, die unregelmäßige Form des Kund spricht für diese Annahme. Nur teilbefestigt sind unterhalb von Palast und Tempel das Westufer und das Südufer vom Kund. Doppelseitig führen Stufen vom Ratneshwar Tempel zum Wasser herab, oberhalb der Stufen hat ein rotbemalter, teilvergoldeter Ganesha-Relief seinen Platz. In der südlichen Einfassungsmauer sind tiefe altarähnliche Nischen mit Götterreliefs eingelassen. Nicht in allen Nischen haben sich die Götteridole erhalten. Der von Straße und Festungsmauer westlich begrenzte gemauerte Kukuteshwara Kund ist nach dem benachbarten gleichnamigen Tempel benannt. Unterhalb vom Kukuteshwara Tempel befindet sich ein fast quadratisches Stufenbecken, (nennen wir es Kukuteshwar Baori, da es bei Google Maps keinen Namen hat). Bemerkenswert am Kukuteshwar Baori ist die Fülle der ihn umgebenden Tempel. Westlich über dem Brunnen ragt der Kukuteshwar Tempel auf, in der Südwestecke vom Baori wurde direkt über dem Wasserspiegel ein kleiner Ganesha Tempel gebaut, gegenüber auf der Ostmauer steht als Pendant zum Kukutestwar Tempel ein weiterer Tempel, östlich vom Baori stehen ein halbes Dutzend Tempel. Die Häufung der Tempel im Nordbereich ist auffällig, erklärt sich aber, weil mehr Menschen im Norden als im Süden ansässig sind. Übrigens: gleich ob man spät nachmittags oder frühmorgens auf die Wasserfläche vom Baori schaut, der schwimmende Müll ist nicht zu übersehen, ein Umstand, der die Brauchbarkeit des Wassers äußerst einschränkt bzw. die Nutzung verbietet. Tatsächlich wird Wasser über Schläuche vom Becken zu den Wohnhäusern hochgepumpt, vielleicht werden mit diesem unreinen Wasser die schmalen Rinnen der Kanalisation gespült oder die Straßen, Wege, Ställe und Höfe gereinigt. (Hinweis: Kukuteshwar Baori vom Autor geprägter Name) Die sehr übersichtliche Karte der Festung zeigt den nördlich ausgerichteten Felsrücken, die Bauten, die Wege und die Wasserflächen. Im mittleren Bereich befinden sich die größten natürlichen Becken, hier mit dem englischen Begriff Tank bezeichnet. Der Südausläufer vom Felsen ist dicht bewaldet, das Gebiet ist als Naturreservat ausgewiesen, dort ist ein kleiner Tierpark angelegt (südöstlich vom Chatrang Talab, Abzweig beim Shivshakti Mandir, Google Street View). Die Festung Chittogarh galt als uneinnehmbar, das reichlich vorhandene Wasser sicherte das Überleben während den Belagerungen. Das meisterlich in die Festungsmauer integrierte Gaumukh Kund gilt als architektonische Besonderheit. Dagegen gibt das südöstlich liegende im November trockene, rechteckige Khattan Stepwell, abgesehen von einem kleinen Tempel, architektonisch wenig her. Im Maharani Padmini Palast gibt es wenig zu sehen, aber die zum Palast gehörende Gartenanlage ist schön gestaltet, noch beeindruckender ist der Blick auf den großflächigen natürlich Tank, in dessen annähernder Mitte ein Insel-Pavillon aufragt. Interessant ist die Architektur der Befestigungsmauer, welche den Tank begrenzt und gleichzeitig als Grund- und Fundamentmauer für den Palast dient. Stufen und Tempelnischen über die gesamte Breite bestätigen den Zweck der Mauer. Leider ist der Zugang zum Stufenweg nicht freigegeben, weshalb kein Blick auf die eventuell noch vorhandene figurale Ausstattung der Nischen möglich ist. Östlich vom Jaimal Patta Palast breitet sich unförmig ein großflächiger (namenloser) Tank aus, der während und nach der Regenzeit sich gewiss zum See ausweitet, einzig sein Nordufer ist mauerbefestigt, Stufen führen zum Wasser. Beiläufige Assoziation: der Umriss von diesem Tank erinnert ein wenig an den südlichen Teil vom indischen Subkontinent (siehe: Google Maps). Östlich vom Kalika Mata Tempel befindet sich der Suraj Kund Bawadi, das ist ein vollständig eingefasster, rechteckiger, schlicht gebauter Stufenbrunnen (Kund Bawadi=Teich Stufenbrunnen)- Noch weiter östlich an der gleichen Straße gelegen befindet sich der etwas größere Bhimlat Kund, ein Stufenbrunnen mit Tempel, Schrein und Bodenaltar. Die Ostmauer ist von der typischen Stufenarchitektur gekennzeichnet. Auf der Westmauer wurde ein ansehnlicher Tempel erbaut. An der Nordseite führt eine bequeme Freitreppe zum Wasser hinab. Die Nordwestecke wird von einem rundförmigen Mandir markiert. Auf dem befestigten Nordgelände vor dem Brunnen haben die Gläubigen mehrere Andachtsstellen eingerichtet. An der Südwestecke vom Becken hat sich ein gemauerter Gewölbebogen erhalten. Ein Blick auf die physische Kartenwiedergabe von Google Maps verrät, dass der Bhimlat Kund Bestandteil einer ummauerten Anlage ist, die Anordnung und das Aussehen mehrerer Bauten innerhalb dieser Mauern bestätigen eher eine Klosteranlage als eine Wohnsiedlung. Die südlichste Wasserstelle im Fort ist der Chatrang Talab (Talab=Teich), hier fallen die teilbefestigten Ufer auf, mehr aber fällt der Vaidyanath Mahadev Tempel in den Blick, der dem ansehnlichen Teich eine gewisse sakrale Prägung verleiht. Diesen Bereich der Festung besuchen wenige Menschen. Am Talab, den wir als perfekt geeigneten Platz zur inneren Einkehr ausmachten, stießen wir lediglich auf drei junge Männer, die allerdings waren nicht in Gebete oder Meditationen versunken, sondern mit ihren Smartphones beschäftigt. Auf Karten und in der Literatur verwendete Begriffe für Stufenbrunnen und ähnliche Wasseranlagen:
Oberbegriff: Stepwell (engl.) = Stufenbrunnen, Stufenbecken Baori oder Bavdi oder Bawadi oder Baoli = Stufenbrunnen Kund = Teich Tank = natürliches Wasserreservoir Talab = Teich Die hier vorgestellte Auswahl von Stufenbrunnen, Becken und Tanks zeigt und beschreibt die architektonische Vielfalt einiger Wasserbauten in Rajasthan, welche auf einer dreiwöchigen Rundreise im November/Dezember 2024 besichtigt wurden, also nach den Monaten der Regenperiode, weshalb die Wasserstände in den meisten Anlagen niedrig waren. Der Hauptzweck dieser Rajasthan-Tour galt anderen Schwerpunkten, weshalb die Besichtigungen der Brunnen eher peripher durchgeführt wurden. Eingestanden sei, dass einige Brunnen auf dem Reiseprogramm vermerkt waren und die Faszination für diese speziellen Bauwerke indischer Provenienz von Objekt zu Objekt zunahm. Fotos und Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones Der Begriff SRAH meint Wasserbecken, doch im Kontext der Khmer-Architektur wird für größere Becken häufig der Begriff BARAY verwendet. Im Gebiet von Angkor ist der Westliche Baray als größtes Wasserbecken bekannt, welches je von den Khmern erbaut wurde. Die zahlreichen Wasserbecken in der Stadt Angkor Thom können nicht übersehen werden. Srah Srang ist mit 350mx700m ein vergleichsweise kleines Wasserbecken im Kerngebiet von Angkor. Touristen schauen sich gern die am Westufer angelegte (inzwischen erneut restaurierte) schöne Terrasse an, die in allen Angkor-Reiseführern beschrieben wird (Bilder 1-3). Srah Srang ist die moderne Bezeichnung für das im 10. Jahrhundert erbaute Becken und meint nichts anderes als Königliches Bad, aber welcher König wird an diesem öffentlichen Ort gebadet haben? Die Terrasse ist eine Ergänzung aus dem 12. Jahrhundert und soll vom König Jayavarman VII. in Auftrag gegeben worden sein, auch dieser König wird in diesem Becken kaum nach Abkühlung gesucht haben. Sein Badebecken befand sich im Königspalastbereich der Stadt Angkor Thom. Tempelbauten im Zentrum der Barays werden als Mebon bezeichnet. Der Östliche Mebon Tempel in Angkor gilt als Besuchermagnet und kann mit TukTuk oder Auto angesteuert werden, weil der Östliche Baray seit ewigen Zeiten trocken liegt. Der Westliche Baray führt Wasser und wird bis heute als Wasserspeicher genutzt. Die Tempel-Insel ist erhalten geblieben, der Tempel wird jedoch seit etlichen Jahren restauriert, weshalb sich eine Bootsfahrt zur Insel zwecks Tempel-Besichtigung vor Abschluss der Bauarbeiten nicht oder nur bedingt lohnt. Im Zusammenhang mit Srah Srang wird in der Angkor-Reiseliteratur meist eine ehemals vorhandene Insel im Zentrum des Beckens erwähnt, auf der ein Tempel (ein kleines Bauwerk) gestanden haben soll. Von diesem Bau ist bei normalem Wasserstand nichts zu sehen. Im März 2019 tummelten sich auf den oberen Steinen der Mebon-Ruine vom Srah Srang-Becken Wasservögel (Bild 4). Der relativ niedrige Wasserstand ermöglichte das besondere Foto. Mit dieser Aufnahme ist also der sichtbare Beweis für das Vorhandensein einer Khmer-Tempelruine erbracht, die wohl die meiste Zeit des Jahres unter Wasser steht. Das Foto vermittelt mehr Ahnung als realistische Vorstellung von einem Tempelbau. Sopheak Raksar, mein stets aufmerksamer Fahrer, sandte mir im Mai 2021 ein Foto vom rekonstruierten Mebon im Srah Srang-Becken. Die sehr niedrigen Wasserstände der letzten Jahre ermöglichte den zuständigen Archäologen/Behörden aus den verbliebenen Reststeinen einen Stupa aufzurichten (Bild 5). Von einer Rekonstruktion des Tempels kann kaum gesprochen werden. Der Wiederaufbau in allen Ehren, aber als gelungen kann der Neubau nicht eingestuft werden. Dem willkürlichen Versuch muss jeglicher Mangel an Authentizität und Unverständnis für Khmer-Architektur attestiert werden. Ein solcher oder auch nur annähernd vergleichbarer Bau wurde während der Regierungsjahre des Königs Jayavarman VII. weder in Angkor noch im restlichen Khmer-Großreich errichtet. Weder der berühmte Kavindrarimathana noch andere Khmer-Architekten wären jemals auf die Idee verfallen, einen derart fantasielosen Bau zu entwerfen, geschweige denn zu errichten. Was im 12. Jahrhundert, also zu Zeiten des siebenten Jayavarman stilistisch en vogue war, lässt sich an der Srah Srang-Terrasse und dem anrainenden Tempel Banteay Kdei ablesen. Mit einem Wort: wir blicken auf ein Produkt der Neuzeit, welches den Khmern der Jetzt-Zeit kaum zur Ehre gereicht. Die Angkor-Restauratoren haben hier weit über das Ziel hinausgeschossen. Wer für dieses fragwürdige Projekt Verantwortung trägt, sei dahingestellt, ins historische Umfeld passt dieser seltsame Bau jedenfalls nicht. Es mag sein, dass die Steine, da sie jahrhundertelang im Wasser lagen, keinerlei Bearbeitungsspuren mehr aufweisen, dass jeglicher Zierrat sich verloren hat, vom Wasser ausgewaschen wurde, lediglich noch die Grundformen erhalten sind, doch niemals werden die Steine zu einem Khmer-untypischen Stupa gefügt gewesen sein. Nach Ansicht des Autors wäre es sinnvoller gewesen, die steinernen Überreste des Tempels im ruinösen Zustand zu belassen, diese den heutigen Möglichkeiten folgend wissenschaftlich zu dokumentieren, dadurch wären sachkundigen Archäologen die möglichen Grundlagen zur Forschung erhalten geblieben. Sie hätten mit Hilfe von Computerprogrammen eine oder mehrere Bauzeichnungen erstellen können, die verschiedene Bilder (Entwürfe) des ehemaligen Tempels gezeigt hätten, anstatt im Schnellverfahren und ohne Sachkenntnis einen Tempel aufzustellen, der zwar ohne Zweifel fotogener als ein Steinhaufen ist, aber völlig bedenkenlos dem arglosen Betrachter ein gänzlich verfälschtes Bild der Khmer-Architektur vorführt. Ein verantwortungsvolles Vorgehen zur Erhaltung der kambodschanischen Kultur für die Nachwelt ist dies in keinem Fall und es bleibt zu hoffen, dass dies nicht Ausdruck einer skrupellosen Vermarktungsstrategie ist, sondern eine bedauerliche Einzelfallentscheidung war. Was werden einheimische Buddhisten von diesem ominösen Bauwerk halten? Werden sie den Stupa betend umrunden? Werden sie (niedriger Wasserstand vorausgesetzt) Opfergaben auf den Laterit-Stufen ablegen?
Fotos: Günter Schönlein außer Bild 5 (5.1 & 5.2): Sopheak Raksar Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones Unterwegs in Kambodscha geraten Reisenden unweigerlich die schlichten Wohnhäuser der Bauern und Viehzüchter ins Blickfeld. Die meisten Ansiedlungen wurden praktischerweise in unmittelbarer Nähe der Wege und Durchgangsstraßen gebaut. Der kurze Weg zu Verkaufsständen und die günstigste Verkehrsanbindung bestimmen die Wahl der Bauplätze. Abgelegene Höfe in den Waldgebieten entsprechen nicht den Maßstäben und Vorstellungen vom Wohnkomfort im heutigen Kambodscha. Die Abgeschiedenheit im Dschungel suchen vermutlich nur wohlhabende Kambodschaner, die es sich leisten können, massiv zu bauen und ein geländetüchtiges Auto besitzen. Zurückgezogen in Randgebieten des Waldes oder am Rande ihrer gepachteten Felder leben nur die weniger wohlhabenden Menschen, deren schlichte zweckgebundene Holzbauten unterscheiden sich von den Steinhäusern der Reichen erheblich. Fast alle Häuser ruhen in unterschiedlicher Höhe auf Stelzen. Mit dieser baulichen Eigenheit wird auch bei Neubauten den jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen begegnet. Der Wohnbereich liegt oberhalb des vorhersehbaren Wasserspiegels. Während der Trockenzeiten bietet die erhöhte Wohnlage zudem bedingten Schutz vor unliebsamen Begegnungen mit Kriechtieren, hier ist vorrangig an Schlangen zu denken. Das Holzhaus in der Nähe vom Prasat Prei Monti (Roluos-Gebiet) hat kaum mehr zu bieten, als überdachte Schlafplätze. Schatten ist garantiert, das dünne Schilfdach wird Dauer- oder Starkregen kaum gewachsen sein. Überlebenswichtig ist die Wasserversorgung. Noch immer sind Menschen gezwungen, Wasser aus Vorratsbehältern zu trinken, die von Tankfahrzeugen regelmäßig aufgefüllt werden. Wehe dem, ein Fahrzeug bleibt aus. Zur Regenzeit füllen sich die Behälter auf natürliche Weise. Zentrale Wasserleitungen gelten als Luxus und sind nur in Großstädten selbstverständlich. Das nächste Problem sind die Abwasserleitungen. Eine geregelte Kanalisation wird auf dem Land nicht flächendeckend eingerichtet sein. Ähnlich verzwickt gestaltet sich die Stromversorgung. Nicht alle Weiler und Einzelgehöfte hängen schon am öffentlichen Stromnetz. Privilegierte, wohlhabende Menschen der westlichen (angeblich zivilisierten) Welt thematisieren diese Probleme auf anderer Ebene. Über Quantität wird nicht diskutiert, eher rückt die Qualität der Versorgung in den Vordergrund. Der vermeintliche Überfluss überspielt den Mangel. Ein Prozess des Umdenkens findet statt. Der Kampf um das Wasser hat längst begonnen. Große Wasserbottiche (früher getöpfert, heute aus Beton) stehen auf fast allen Höfen. Diese Form der Wasserbevorratung lässt sich selbst noch in den erschlossenen Gegenden Kambodschas nachweisen. Die Region zwischen Phnom Penh und Siem Reap wird von der National Road 6 durchschnitten, entlang dieser wichtigen Verkehrsader reihen sich kleinere und größere Siedlungen und etliche Städte. Trotz Fortschritt und Modernisierung leben die Menschen noch immer unter recht primitiven Umständen. Mit dem einfachen Standard der Wasserversorgung müssen sich die Menschen landesweit abfinden. Schmale Wege zweigen von asphaltierten Straßen oder von verfestigten Sandpisten ab und führen auf die Höfe oder in die Gärten der Bauern. Tankfahrzeuge nutzen diese geebneten Zufahrten zu den Wasserbehältern. Das Wasser kann noch so frisch sein, getrunken werden kann es nur im abgekochten Zustand. Bauern können auf die Wasserbottiche nicht verzichten. Auf etlichen Fotos sind diese Behälter zu sehen. Wir haben Trinkwasserbehälter vorgefunden, in denen Schildkröten lebten, das ist weder witzig noch erfunden. Menschen, welche in direkt neben den Straßen erbauten Häusern wohnen, leiden unter Staub- Geruch- und Lärmbelästigung. Die Begrifflichkeiten Gesundheitsschutz, Ruhe und Erholung müssen den Bewohnern Fremdwörter sein, dennoch sorgen sie unermüdlich für kläglichen Nebenerwerb. Frisch gebackene Brote, leckeres Gebäck, Obst, geröstete Maiskolben, warme Reisspeisen und Tee werden an den Tischen vor den Häusern feilgeboten, nebenher werden Wasser und Benzin in Plastikflaschen verkauft, wobei die Abfüllmengen variieren. Die Genügsamkeit dieser Menschen bewundern westliche Reisende, ihnen bleibt es rätselhaft, wie diese Leute ihre Situation bewältigen, woraus diese Leute die unerschütterliche Kraft ihrer Gelassenheit schöpfen, welche ihnen das Leben erträglich erscheinen lässt. Das Leben der einfachen Menschen spielt sich vorrangig an den Verkehrswegen ab. Mobile Verkaufsstände werden an den Straßenrändern aufgebaut und bleiben meist über Nacht, sogar über längere Zeiträume hinweg stehen. Die Erzeugnisse werden direkt vermarktet. Die Wege vom Produzent zum Verbraucher sind kurz, es bedarf keiner Zwischenlager. Anhalten, auswählen, einkaufen, weiterfahren, einfacher kann der Verteilungsprozess der Waren nicht funktionieren. Etwas gediegener und komfortabler gestaltet sich die alltägliche Lebenssituation der Menschen in Klosternähe. Die Klöster verfügen über Wasser- und Stromanschlüsse, das sind Vorzüge, welche jedoch die zusätzliche Wasserbevorratung nicht ausschließt. Im Umfeld und auf dem Gelände vom Kuk Troap Kloster wohnen etliche Menschen, die in irgendeiner Weise zum Unterhalt und zur Erhaltung des Klosters beitragen. Auf dem Foto ist der hochgelagerte blaue Wassertank neben dem Wohnhaus nicht zu übersehen. Auf den folgenden vier Fotos sind neben den verschiedenen Bauernhäusern auch die realisierten Maßnahmen der Elektrifizierung ersichtlich. Fertige Masten aus Beton wurden entlang der Straßen aufgerichtet. Von Mast zu Mast verläuft die Hauptversorgungsstromleitung. Die Abzweigleitungen in die Höfe werden von Masten aus Holz (Baumstämmen) und sogar von primitiven Stangen gestützt. Not macht erfinderisch, lautet ein altes Sprichwort, doch in diesem Fall bestimmen wohl eher Armut und Verfügbarkeit die Materialauswahl. Ähnlich verhält es sich mit den Materialien für den Hausbau. Kamen vormals tradierte, natürlich vorhandene Ressourcen zum Einsatz, etwa Holz, Bambus, Stroh und Bast, so werden neuerdings zunehmend moderne Baustoffe verwendet, beispielsweise Wellblech, Ziegel, Betonteile und Kunststoffe. Hochwertiges Holz ist nicht nur in Kambodscha, auch weltweit teuer geworden. Zum Ersatz sind unnatürliche billigere Baustoffe willkommen. Auf blauen Planen lagert die zum Trocknen ausgelegte Maniok Ernte. Aus der Maniokpflanze lassen sich Mehl und Stärkemittel gewinnen. Kambodscha zählt weltweit zu den wichtigsten Maniokproduzenten. Die typischen Wasserbehälter sind auch auf diesem Foto nicht zu übersehen. Leichtbauweise auf Stelzen zeichnen die Bauernhäuser aus. Vordächer spenden Schatten. Zwischen den Stelzen, sozusagen im Unterbau der offenen Häuser, spielt sich in der trockenen Jahreszeit das tägliche Leben ab. Direkt bei den Häusern liegen die Gemüse- und Obstgärten der Bauern. Die Höhe der Stelzen, auf denen die Häuser ruhen, schwankt regional je nach Hochwasser-Gefährdungssituation. Zur Regenzeit sind weite Flächen des Landes überschwemmt. In der Tonle Sap-Region existieren ganze Stelzenhaus-Dörfer. Südlich von Siem Reap an der Straße (R63) zum Phnom Krom stehen ausschließlich nur noch Stelzenhäuser. Noch weiter südlich leben Menschen in schwimmenden Dörfern auf dem Wasser (bei Google Maps als The Floating Village gekennzeichnet). Während den wasserreichen Monaten vergrößert der Tonle Sap See durch Überflutung in alle Richtungen seine Fläche um das Vielfache seiner regulären Ausdehnung. Die natürlichen Wasserressourcen sichern die notwendigen Wassermengen für den Reisanbau. Der Blick von oben (Anflug auf Siem Reap) verrät die ungeheuerliche, jährlich wiederkehrende willkommene Ausdehnung vom Tonle Sap See. Neben dem Wasserüberfluss ist der Fischreichtum des Tonle Sap für viele Menschen die Lebensgrundlage schlechthin. In Städten und Dörfern werden landesweit neue Tempelbauten und andere Zweckbauten aus Betonfertigteilen und Ziegelsteinen gebaut. In Folge der Fortschrittsbestrebungen werden auch in den ländlichen Gebieten mehr und mehr Wohnbauten mit modernen, festeren Materialien errichtet. Die funktionale Urbanisierung schreitet unaufhaltsam voran. Längst können in Siem Reap im Cambodian Cultural Village traditionelle Bauernhäuser besichtigt werden: ehemaliges ländliches Leben konserviert zur musealen Gesamtschau. Die verantwortlichen Kulturbehörden ahnten wohl schon frühzeitig, wie selten herkömmliche Bauernhäuser in den dörflichen Regionen des Landes zukünftig zu sehen sein werden. Diese Vorgänge sind jedoch keine spezifisch kambodschanischen Verwandlungen. Veränderungen der Lebensgewohnheiten finden sich auch in Deutschland und anderen Ländern dokumentiert. Museumsdörfer ziehen Menschen an. Erinnerung ist ein Teil des Lebens. Erinnerung ist auch ein nicht unerheblicher Teil kultureller Identität eines Volkes.
Fotos von: VJ : Vanessa Jones BS: Birgit Schönlein GS: Günter Schönlein Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones Allzu oft werden zwei baugleiche Gebäude, die symmetrisch angeordnet im nahen Umfeld vieler Angkor-Tempel stehen, zu Bibliotheken deklariert, was in einigen Fällen richtig sein mag, vielleicht auch wissenschaftlich belegt wurde, doch verbindliche allgemeingültige Argumente stehen noch aus. Trotz der verschwommenen Beweislage ist es Usus, solche Nebengebäude als Bibliotheken zu bezeichnen. Dinge ohne Namen sind den Menschen ein Gräuel. Das Rätselhafte verunsichert. Mit dieser Betrachtung soll der Blick auf besagte Gebäude gelenkt werden – nennen wir sie der Verständlichkeit halber fortan wie gewohnt Bibliotheken, obgleich diese Benennung nicht allenfalls gerechtfertigt sein muss. Die meisten Ausführungen zu Khmer-Tempeln in Kambodscha beginnen oder kulminieren mit der Beschreibung des Angkor Wat. Was hier zu den Bibliotheken des Angkor Wat gesagt werden soll, bleibt für den Schluss der Betrachtung aufgespart. Einleitend werden die völlig untypischen Bibliotheken des Banteay Srei Tempels vorgestellt. Untypisch insofern, weil nirgends und niemals wieder im Angkor-Gebiet derart prachtvolle Bibliotheken erbaut wurden. Typisch wiederum, weil bestimmte Merkmale, welche die Bibliotheken auszeichnen, kenntlich sind. Die meisten Bibliotheken sind im unteren Fassadenbereich fensterlos, nur im oberen Bereich befinden sich kleine Fensterreihen. Die Eingangstüren führen in nur einen rechteckigen Raum. An den gegenüber stehenden Giebelwänden sind außen Scheintüren eingefügt. Üblicherweise stehen Bibliotheken in paarweiser Anordnung. Diesen Merkmalen widersprechen die Bibliotheken im Angkor Wat. Blicken interessierte Besucher auf Grundrisse einzelner Tempelanlagen, (in besseren Reiseführern sind tatsächlich Grundrisse wichtiger Tempel abgedruckt), gleichen oder ähneln sich die Baumuster. Zu unterscheiden sind die linear ausgerichteten Tempel von denen auf einer rechteckigen Fläche orientierten Tempeln, allen gemeinsam ist im Regelfall eine von Ost nach West verlaufende Symmetrieachse. Zu beiden Seiten dieser Achse finden sich im Ost-Bereich der Tempelanlagen jene Gebäude, die gewohnheitsmäßig als Bibliotheken eingestuft werden. Bild 1 zeigt den Banteay Srei Tempel in der Ansicht von Ost mit dem zweiten Ost-Gopuram. Die hohen Giebel der Bibliotheken überragen den stattlichen Torbau (im Bild 1 links und rechts zu sehen). Bild 2 zeigt den dritten Ost-Gopuram und Reste einer inneren Tempelummauerung aus Ziegelsteinen, die sich fast verloren hat, in Grundrissen jedoch eingezeichnet ist. In der Nord-Ost-Ecke bzw. der Süd-Ost-Ecke innerhalb der Ziegelummauerung stehen akkurat ausgerichtet die Bibliotheken Nord & Süd (Bild 2). Die nördliche Bibliothek wird vom Torbau teilweise verdeckt, die südliche Bibliothek steht in der Bildmitte (Bild 2). Die Unterscheidung der Bauten nach Nord- und Südbibliothek erleichtert im Artikel die Beschreibung und vor Ort die Orientierung. Besucher gelangen über eine gepflasterte Allee (Laterit) aus östlicher Richtung in den Banteay Srei Tempel. Nachdem sie zwei Torbauten durchquert haben, blicken sie auf die rückwärtigen Giebelfronten der Bibliotheken und auf die fensterlosen Seitenfassaden der Gebäude (Bild 2 & 4). Der direkte Weg durch den dritten Gopuram in den Tempel ist gesperrt, wie auch die Bibliotheken nicht betreten werden dürfen. Der innere Tempelbezirk kann nur noch umgangen, ausschließlich von außen besichtigt werden. Die Eingänge in die Bibliotheken zeigen zum Tempel, sind also westlich orientiert, was logisch ist: wer den Tempel verließ und zur Bibliothek wollte, hatte einen kurzen Weg, was in umgekehrter Richtung ebenfalls zutrifft. Schlussfolgerung: nur Brahmanen, Tempeldiener und Mönche (?), die im inneren Tempelbereich zu tun hatten, waren befugt, die Bibliotheken zu betreten. Die ungewöhnlich prächtige Ausstattung der zwei baugleichen fensterlosen Bibliotheken steht der Ausstattung der Tempel in nichts nach. Dreifache Tympana zuzüglich zwei Halb-Tympana, dazu Lintel, Türsäulen und Pilaster an beiden Giebelfronten wirken an den kleinen Gebäuden fast schon überladen (Bild 3 & 4). Solche äußerst prachtvollen Dekorationen blieben üblicherweise nur Tempelbauten vorbehalten. Ein Satz, der sich beim Anblick der drei Prasat und der Mandapa des Banteay Srei Tempels von selbst bestätigt. Kunstvolle Fundamente aus dunklem Sandstein, fein gearbeitete umlaufende Gesimse, herrlich verzierte Pilaster und Eckbegrenzungen aus rötlichem Sandstein vereinen sich mit rotem Laterit zu einer monochromen durch nichts getrübten Harmonie. Dieser herausragende Gesamteindruck wird von den Bildwerken der Tympana und der Lintel ergänzt, addiert man noch die Dekorationen der Scheintüren und der Türsäulen hinzu, wird die landläufige Definition Bibliothek in Frage gestellt. Tatsächlich werden die edle Ausstattung und die mythologischen Bilderzählungen eher an einem Tempel vermutet. Stünde eine solche Bibliothek einzeln an einem anderen Platz würde ein derartiger Bau gewiss zum Tempel erhoben. Professionelle Tuk-Tuk-Driver kennen den Weg zum Wat Athvear. Der Athvear Tempel (auch Prasat Vat Althea) ist ein Hindu-Tempel aus der späten Angkor-Periode (12.Jh.). Der Tempel liegt im Süden der Stadt Siem Reap und ist längst kein Geheimtipp mehr. Inzwischen wird auch hier das Angkor-Ticket verlangt. Außergewöhnlich ist nicht der Tempel mit Mandapa, sondern die Satellitenbauten erheben den Tempel zur Besonderheit. Die gesamte Tempelanlage ist in Richtung Westen orientiert und auch die vier Bibliotheken, falls die kleinen Bauten den vermuteten archivalischen Zwecken jemals dienten, öffnen sich in Richtung Westen. Nebenbei sei erwähnt: eine westliche Ausrichtung der Tempelbauten kennzeichnet nur noch das mit Abstand weitaus berühmtere Angkor Wat. Zufall oder Vorsatz? Keinerlei Indizien sprechen für die Nutzung des Wat Athvear als Grabtempel, was im Fall des Angkor Wat als ziemlich gesichert angenommen wird. Im Gegensatz zur opulenten Ausstattung der Banteay Srei Bibliotheken sind die vier Bauten, des Athvear Tempel schlicht gehalten. Übrigens ist neben der Ausrichtung in Richtung Westen, auch die Anzahl der Bibliotheken ein weiteres untypisches Merkmal des Tempels. Die Bibliotheken entbehren jeglicher Dekorationen, was übrigens weitestgehend auch auf den Tempel zutrifft. Vermutet wird, dass der Athvear Tempel niemals fertiggestellt wurde. Trotz der markanten Unterschiede sind doch einige Gemeinsamkeiten zu verzeichnen. Die vier Bauwerke sind in Form und Größe identisch: sie sind errichtet auf einem separaten Fundament, sind fensterlos, haben im oberen Bereich der Seitenfassaden breite, niedrige Fenster, die wahrscheinlich zum Zweck der Entlüftung eingebaut wurden. Das sind bauliche Gegebenheiten, die auch an den Banteay Srei Bibliotheken vorhanden sind, jedoch verfügen die 4 Bauten des Athvear Tempels im Gegensatz zu den Banteay Srei Bauten über einen kleinen Vorbau (Mandapa) jeweils in westlicher Ausrichtung (Bild 11 & 13). Für den nordöstlichen Bau (Bild 13) muss die Vermischung aus Sandstein und Lateritgestein als Notlösung der Restauratoren angesehen werden. Das Vorhandensein eines vierten baugleichen Gebäudes musste demonstriert werden. Der kleine Bau ist vermutlich nicht zur rechten Zeit fertig geworden, hätte aber garantiert den anderen drei Bauten in Form und Größe geglichen. Bild 12 zeigt die rückwärtige Giebelfront einer Bibliothek mit Scheintür und Pilastern, darüber zwei Tympana. Alle Bauteile sind nur grob geformt und hätten wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt verziert werden sollen. Der vorhandene (unvollendete?) Zustand der Tempelanlage verrät und dokumentiert mehr Absicht als Form. Der Casus Athvear wirft einige Fragen auf. Welchen Zwecken und Aufgaben sollte das Wat Athvear dienen? Wozu benötigte ein nicht übergroßer Tempel vier Bibliotheken? War hier eine Ausbildungsstätte geplant, welche die Notwendigkeit der Lagerung von Schriften rechtfertigen würde? Die Architekten und Baumeister rechneten immerhin mit großem Zulauf und Versammlungen von Menschen (Mönchen?), dafür sprechen die keineswegs kleine kreuzförmige Terrasse und der große Torbau im westlichen Bereich außerhalb der Tempelummauerung. Der berühmte Bayon Tempel, das geographische und religiöse Zentrum der Stadt Angkor Thom, besticht vor allem durch seine Gesichtertürme, die den Bodhisattva Lokeshvara zeigen, außerdem sind die Reliefwände der Außen- und Innengalerien, auf denen neben historisch-mythologischen Szenen, auch Szenen aus dem Alltagsleben dargestellt sind, sehenswert. Häufig werden die zwei Bibliotheken übersehen, dabei sind die Bibliotheken, welche in der Nordost- bzw. Südostecke innerhalb der Galerien errichtet wurden, nicht klein. Im Gegenteil, die Bibliotkeken stehen auf fast überdimensionierten, dreifach abgestuften Sockeln (Bild 14 bis 17). Die Bibliotheken könnten theoretisch leicht in den Sockeln versinken. Weshalb die Bibliotheken derart hoch gelagert wurden, lässt sich nicht erklären; atypisch sind zudem die großen Fenster. Bauästhetisch hinterlassen die Bibliotheken zwiespältige Eindrücke. Im Angkor Wat wurden sechs Bibliotheken gebaut, zwei zu ebener Erde, zwei auf der ersten und zwei auf der zweiten Ebene. Sämtliche Beschreibungen in einschlägigen Reiseführern deklarieren diese Bauten zu Bibliotheken, demnach scheint die Sachlage für das Angkor Wat geklärt zu sein. Vom West-Gopuram führt eine von Naga-Balustraden gesäumte Allee zum Tempel. Nördlich und südlich dieser Allee wurden auf ebenerdig gelagerten Sockeln zwei der sechs Bibliotheken errichtet. Im Gegensatz zu den bisher beschriebenen Tempelanlagen und den dazugehörigen Bibliotheken befinden sich die Bibliotheken des Angkor Wat in den jeweiligen Westbereichen des Tempels bzw. der Tempelebenen, was jedoch nicht verwunderlich ist, da der Tempel insgesamt westlich ausgerichtet ist. In den Ausmaßen sind die beiden unteren Bibliotheken den oberen Bibliotheken überlegen. Die dreischiffigen, kreuzförmigen Bauten werden von Kraggewölben abgeschlossen. Portiken überdachen die vier Eingangsbereiche. Treppen führen in die Vorbauten bzw. zu den Eingängen der Bibliotheken (Bild 18 & 19). Im Angkor-Gebiet sind es die größten Bibliotheken, die je gebaut wurden, leider ist der Zustand der Bauten beklagenswert. Vom Bildschmuck hat sich wenig erhalten. Die Tympana der Vorbauten liefern wenig Aufschlüsse betreffs Gottheiten. Gefahrlos können die Bibliotheken betreten werden, doch außer leeren Räumen, Stützpfeilern und glatten Wänden gibt es nichts zu sehen. Keinerlei Indizien oder bautechnische Besonderheiten, welche auf den Verwendungszweck schließen ließen, sind zu erkennen. Im Artikel Angkor Wat-Spezial in diesem Blog wurde schon auf die Ähnlichkeit der unteren Bibliotheken mit den Torbauten Ost, Nord und Süd verwiesen, die Gopuram wurden ebenfalls wie die Bibliotheken als dreischiffige kreuzförmige Gebäude erbaut. Die Fotos im Artikel Angkor Wat-Spezial belegen die Ähnlichkeit, wenn nicht gar die Baugleichheit. Die Bibliotheken auf der ersten Ebene ruhen auf hohen Sockeln und sind wie die unteren Bibliotheken auf einer West-Ost-Achse ausgerichtet. Kreuzförmig sind nur noch die Sockel angelegt. Portiken sind den Eingängen nur noch an der Ost- bzw. der Westseite vorgebaut. Die Nord- und Südzugänge sind mit von Pilastern gesäumten Toren versehen. Der Unterschied zu den Banteay Srei-Bibliotheken ist augenfällig, dort ist der Zutritt in die Bibliotheken nur über einen Zugang möglich, die Angkor Wat-Bibliotheken können aus vier Richtungen betreten werden. Außerdem sind die Fassaden der Angkor Wat-Bibliotheken mit Fenstern versehen. Sofort in den Blick fällt die Einschiff-Konstruktion mit doppelten Kraggewölbe, auf zwei Halbkraggewölben ruht das ganze Dach. Schmale Fenster dominieren die niedrigen Wände unter den Dachgewölben. Symmetrie, die Harmonie hervorruft, schien den Baumeistern höchstes Gebot. Bei Google werden diese Bibliotheken als North bzw. South Thousand God Library bezeichnet (Bild 20 & 21). Ausgesprochen klein nehmen sich die Bibliotheken auf der 2. Tempelebene aus (Bild 22 & 23). Es handelt sich um Bauten mit nur einem Raum, die auf niedrigen Sockeln errichtet wurden. Die Sockel sind verbunden und ein gleichhoher Steg auf kurzen Säulen führt zum Ost-Gopuram dieser Tempelebene. Die kleinen wiederum symmetrisch angeordneten Bibliotheken befinden sich im schlechten Zustand, immerhin ist der Bildschmuck an den Außenwänden sehenswert. Marilia Albanese vermutet, dass diese Bibliotheken nachträglich hinzugebaut wurden. An diesen freistehenden Gebäuden können die Witterungseinflüsse, vor allem die Erosion durch starke Regenfälle besonders deutlich registriert werden, was allerdings auch auf den kolossalen Sockel, der die fünf Tempeltürme trägt, zutrifft. Der Sandstein ist eben schon mehrere hundert Jahre lang den Witterungsunbilden ausgesetzt. Der Verfall lässt sich nicht aufhalten, eventuell verlangsamen. Mehrere Bibliotheken bekannter Tempel wurden vorgestellt. Falls die vorgestellten und von der Fachwissenschaft zu Bibliotheken deklarierten Gebäude als solche genutzt wurden, sind einige grundsätzliche Fragen zu beantworten: was wurde auf Palmblättern, die leider dem tropischen Klima zum Opfer fielen, aufgeschrieben? Was sollte überliefert werden? Was musste wiederholt abrufbar sein? Religiöse Texte? Gesetze? Verträge? Wichtige Informationen zu Tempelbauten und historischen Ereignissen finden sich in Stein gehauen auf Pfeilern, Türlaibungen und Stelen. Diese Steininschriften sind für die Nachwelt die einzigen verbindlichen Zeugnisse der Khmer.
Folgende Angkor-Tempel sind mit Bibliotheken ausgestattet: Baphuon Nord Süd Thommanon Süd Chao Say Tevoda Nord Süd Ta Nei Süd Ta Keo Nord Süd Ta Prohm Süd Banteay Kdei Nord Süd Banteay Samre Nord Süd Preah Khan Nord Süd Ta Som Nord Süd Beng Mealea Nord Süd Die Liste beansprucht keineswegs Vollständigkeit, sondern stellt nur eine Auswahl bedeutender Tempelanlagen mit Bibliotheken vor. An verschiedenen Tempeln wurde entweder nur eine Bibliothek erbaut oder es haben sich nur die südlichen Bibliotheken erhalten (Thommanon, Ta Nei, Ta Prohm). Anmerkung: Im ANGKOR-Führer DIE SCHÄTZE VON ANGKOR von Marilia Albanese werden, wenn von Bibliotheken die Rede ist, die „Bibliotheken“ stets in Anführungszeichen gesetzt, ein Beweis für die Unsicherheit der Bezeichnung bzw. die landläufige Nutzung des gewohnten, wahrscheinlich nicht allenfalls korrekten Begriffs. Bilder: Günter Schönlein Bilder 5 – 8, 23: Birgit Schönlein Bilder 9, 10, 11, 22: Vanessa Jones Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones |
Autor Günter Schönlein
Auf meinen bisher acht Reisen nach Kambodscha habe ich viele Khmer-Tempel photographisch dokumentiert. Mit Pheaks Hilfe suchte ich auch viele schwer zu findende entlegene Tempel auf. In diesem Blog möchte ich meine dabei erworbenen Eindrücke und Kenntnisse gerne anderen Kambodscha-Liebhabern als Anregungen zur Vor- oder Nachbereitung ihrer Reise zur Verfügung stellen. sortiert nach Themen:
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Der Blog enthält sowohl Erlebnis-Reiseberichte als auch reine Orts- und Tempel-Beschreibungen, siehe Kategorien "Persönliches" und "Sachliches" in der Liste von Tags oben, sowie eingestreute Beiträge zu anderen Reiseländern und Themen.
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