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Maskuline Sanskrit-Substantive, enden auf a, deshalb: der Purnagatha: sachlich und äußerlich eine Vase, diese jedoch muss als Dekorations- und Zierelement, gleich ob Relief oder Skulptur, eine typisch indische Erfindung genannt werden. Die künstlerisch anspruchsvollen Gestaltungen der Purnagatha-Reliefs lassen sich über die Jahrhunderte hinweg nachweisen. Das Glück verheißende Vasensymbol hat sich grenzüberschreitend ausgebreitet, dieses einprägsame Motiv, vorzufinden an hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Tempeln, lässt sich außerhalb von Indien in variantenreichen Ausführungen beispielsweise in Indonesien, Sri Lanka und anderen asiatischen Ländern nachweisen. Dieser Artikel nimmt keine Tempel näher in Augenschein, sondern stellt typische indische Purnagatha-Reliefs vor, lediglich nach Orten sortiert, was die namentliche Erwähnung der jeweiligen Tempel und die lokale Zuordnung keineswegs ausschließt, somit lässt sich die Provenienz nachvollziehen. Auf eine korrekt wissenschaftlich chronologische Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Motivs und dessen Ausbreitung auf dem indischen Subkontinent wird verzichtet, dazu liegt dem Autor zu wenig authentisches, belastbares Bildmaterial vor. Das riesige Ellora-Felsmassiv beherbergt hinduistische, buddhistische und jainistische Höhlentempel. An Hand der Bebauung lassen sich die fortwährende Erschließung des Felsgeländes und die in den Jahrhunderten jeweils dominante Glaubensrichtung ablesen. Während sich die Tempel in Gruppen gliedern, bildete der kolossale freistehende Kailasha Tempel als Solitär eine Ausnahme. Den östlichen Bereich der Felswand erschlossen sich die Buddhisten, den weit entfernten westlichen Bereich nahmen die Jaina ein, den Hindus blieb der dazwischen liegende mittlere Teil des Massivs für ihre Tempelanlagen. Etwa fünfunddreißig Tempel sind für das Publikum zugänglich. Trotz der Vielzahl von Tempeln an einem Ort erstaunt das geringe Vorhandensein von Purnagatha-Symbolen. In den buddhistischen Höhlentempeln von Ellora befinden sich die Purnagatha-Reliefs vorwiegend als dreidimensionale Mittelteile mächtiger Stützpfeiler. Drei Grundtypen konnten fotografisch erfasst werden (Bilder I, II & III). Besonders prachtvoll ist die flächige Purnagatha-Dekoration auf einem durchgängig quadratisch gehauenen Pfeiler. Das Relief vermittelt mehr Volumen als tatsächlich vorhanden ist. Das reiche Beiwerk dieser völlig andersgestalteten Purnagatha überbietet alle anderen Dekorationen der gezeigten Vasenbeispiele (Bild IV). Im Bild II wird eine Purnagatha-Sonderform präsentiert. Die spezielle quadratisch-kantig erweiterte Form des Pfeilers ergibt eine noch größere Fläche, sprich höhere Tragfähigkeit. Der sehr einfach aussehende, spartanisch streng gestaltete Purnagatha gliedert sich den Seiten entsprechend vierfach, seine Schmuckanteile entbehren jegliche natürliche Schönheit. Säule und Vase wirken unglaublich modernistisch, wären nicht die geringen kurvigen Linien vorhanden, welche andeutungsweise vegetabile Formen vermitteln. Wir blicken auf ein fast schon spartanisch seltenes, kühn und streng gegliedertes geometrisch-formalistisches Gestaltungskonzept, derart zeitlos zukünftig wurden selten Säulen bzw. Pfeiler dekoriert. In den jainistischen Tempeln von Ellora sind die Pfeiler, welche die Felslasten tragen, noch prächtiger gestaltet als in den buddhistischen Tempelanlagen. Die gestuften schlichten Basen, die herrlich mit Girlanden und floralen Gebilden geschmückten Purnagathas und die Amalakas (runde Faltenkissen) sind eindrucksvoll zu harmonisch durchgängigen Pfeilern verbunden: schönere Stützpfeiler sind in Ellora nicht zu finden (das ist die bescheidene Meinung des Autors). Die Purnagatha der Jaina-Pfeiler sind überreich verziert, hier wird dem glückverheißenden Symbol mehr Wertigkeit zugedacht. Schönheit soll unmittelbar beeindrucken, soll zu Andacht und Gebet verführen. An der Eingangsfassade der hinduistischen Tempelhöhle (Nr. 21) haben die Steinmetze ein herausragendes Säulenensemble geschaffen. Sechs Säulen (zwei davon sind randseitige Halbsäulen) dominieren sehr überzeugend die breite Frontansicht. Den Säulen fehlen die Basen, sie bestehen nur aus kurzen Säulenstümpfen und Purnagathas, welche sich aufs prachtvollste zu figuralen Kapitellen vereinen. Die vermeintlich hinduistischen Purnagatha sind als Stilanleihen bzw. Übernahmen aus den buddhistischen Tempeln zu bewerten. Der Vergleich mit den Fotos buddhistischer Purnagathas bestätigt diese Aussage. Ajanta ist ein Felsmassiv, in das buddhistische Mönche und begnadete Steinmetze neunundzwanzig Höhlentempel in mühseliger Handarbeit geschlagen haben. Der Höhlenkomplex zählt neben Ellora zu den bekanntesten Tempelanlagen im indischen Bundesstaat Maharashtra. Purnagathas finden sich im Verhältnis zu den zahlreichen Tempeln nur wenige, zu sehen sind diese vorwiegend an Säulen und Pfeilern, seltener als Relief an Türeinfassungen. Stilistisch erinnern die meisten Purnagatha an die Darstellungen in Ellora. Türrahmen mit Purnagatharelief: Die Bildleisten vom Türrahmen bestehen aus drei Reliefkacheln, die Leisten werden zuunterst von Yakshas gestützt, diese tragen Purnagathas, darüber stehen Gottheiten Purnagathapfeiler I: Den Bildhauern genügte ein Purnagatha, welcher eher an ein Kalasha (Wassergefäß) als an eine Prachtvase erinnert. Purnagathapfeiler II: Hier vereinen sich Purnagatha und Kapitell zur oberen Baueinheit des Pfeilers. Purnagathapfeiler III: Nur die mittleren Pfeiler der Mandapa sind mit Purnagathas versehen, sie kennzeichnen den Eingang zum Tempel. Breite Kapitelle nehmen die balkenartige Traverse auf. Purnagathapfeiler IV: Hier liegt die Relief-Traverse direkt auf den Purnagathas, auf Kapitelle wurde verzichtet. Etwa 3500 Menschen leben in Aihole. In dem kleinen Dorf im Bundesstaat Karnataka stehen über 100 Hindu- und einige Jain-Tempel, wohlbemerkt historische Tempel. Die frühen Chalukya-Herrscher hatten Ayyapura (Aihole) zu ihrer Hauptstadt erklärt. Wer alle Tempel besichtigen möchte, braucht einen ganzen Tag Zeit und einen ortskundigen Führer oder muss für den Rundgang bestens präpariert sein. Das Dorf ist überschaubar, doch die Tempel sind über die Gesamtfläche in alle Himmelsrichtungen verstreut. Von morgens bis abends summieren sich die Wege zu etlichen Kilometern. Die wichtigsten Tempelanlagen sind umzäunt und nicht zu verfehlen. Im größten Komplex von Aihole stehen der bekannte Durga Tempel, das Aihole Museum und weitere sehenswerte Tempel, so auch der Lad Khan Tempel. An diesem Tempelbau ist die Einfassung der Mandapa für unsere Betrachtung von Belang, denn die Flächen der Außenwände sind mit verschiedenen Purnagatha-Reliefs dekoriert. Im zentralen Museumsgelände fanden sich an mehreren Tempeln und Mandapas gleichartig gestaltete Reliefbänder mit Purnagatha-Darstellungen als Außenschmuck der Wandflächen. Nach Begutachtung fast aller Aihole-Tempel fanden sich nur noch an zwei namenlosen Schreinen Purnagatha-Motive: an Pilastern einer Türeinfassung, deren Basen jeweils als Purnagatha ausgeprägt sind und an einem Pfeiler, hier fällt wiederum die typische Gefäßform der Kalasha auf. Die Chalukya regierten mit Unterbrechungen vom 6. – 12. Jahrhundert über weite Regionen Süd- und Zentralindiens. Ihre Tempelbauten sind großartige Zeugnisse mittelalterlicher Baukunst. Wichtige Tempel der Chalukya stehen auf der Liste der Geschützten Denkmale, die ASI (Archaeological Survey of India) sorgt für deren Wiederinstandsetzung bzw. Erhaltung. Im Ancient Chalukya Shri Navalingeshwara Tempel in Kuknur sind die Spuren jahrhundertelanger Benutzung unverkennbar. Umbauten und Farbanstriche verraten den jeweils aktuellen Trend der Glaubensausübung. Nur wenige Bauteile sind von den Malern verschont geblieben, dazu zählt das sehr elegant gestaltete Purnagatha-Relief. Keine 15km von Aihole entfernt liegt das ebenfalls kleine Dorf Pattadakal, hier befindet sich eine Gruppe von Chalukya-Tempeln aus dem 7. – 8. Jahrhundert, welche in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten aufgenommen wurde. An den beeindruckenden Hindu-Tempeln dieser Gruppe findet sich nur ein bescheidenes Beispiel eines Purnagatha. Es hat den Anschein, als hätten die Chalukya dem Purnagatha als religiös-sakrales Symbol keinen sonderlichen Wert beigemessen. Im dem kleinen Ort Lakkundi, der von Gadag gut zu erreichen ist, haben sich mehrere Chalukya Tempel erhalten. Die Zahl der Tempel im Verhältnis zu den Wohnhäusern in dem südindischen Dorf ist beträchtlich hoch. Einige wunderschöne Purnagatha fallen bei Besichtigung der wichtigsten Tempel unmittelbar ins Auge, der Fokus ist lediglich auf die Pilaster, Säulen, Pfeiler und Türrahmen zu richten, die prachtvollen Purnagatha-Darstellungen sind unschwer zu übersehen. Für die Hampi-Periode, die von 1336-1565 währte, zeigt das Gebiet Hampi (inklusive Hospet) eine speziell ausgeprägte Purnagatha-Darstellung, die als typisch für das gesamte Gebiet genannt werden kann. Vielfach sichtbar, schwerlich zu übersehen, finden sich diese Purnagathas an den Außen- und Innenfassaden zahlreicher Tempel. Zumeist zwischen zwei Pilastern, die einfacher gestaltet und eindeutig als (Dekorations)säulen zu erkennen sind, findet sich ein weiterer ungewöhnlicher Pilaster eingefügt, dessen Basis ein sehr plastisch hervortretendes Halbrelief einer Purnagatha ist. Florale Gebilde wachsen seitlich über die Vasenrand hinaus und ranken bodenwärts. Aus der Vase ragt die Säule heraus, die wiederum ein Kapitell aus tempelähnlichen Aufbauten trägt. Die folgenden Bilder zeigen jene für das Gebiet Hampi (inklusive Hospet) typischen, stilisierten Purnagatha-Darstellungen. Auffällig ist die durchgängige Symmetrie der Fassaden. Vielfach sichtbar, schwerlich zu übersehen, finden sich die Purnagathas als sehr plastisch hervortretende Halbreliefs, die wiederum den Eindruck von Pilastern hervorrufen, diese Schmuckelemente sind in den unteren Bereichen der Außen- und Innenfassaden zahlreicher Tempel, jedoch seltener auf Pfeilern zu sehen. Die Architekten der Vijayanagara-Herrscher hatten sich auf die optisch beruhigende Wirkung symmetrischer Darstellungen festgelegt. Vor Ort sieht der Besucher immer nur den jeweiligen Tempel und dessen Wandschmuck. Bei der Vielzahl der in Hampi vorhandenen Tempel wird das Auge schnell müde und irgendwann kristallisiert sich die Meinung heraus, die Tempel seien schlussendlich doch alle ziemlich ähnlich, was aber weder auf die Architektur noch auf die Wand- und Pfeilerdekorationen zutrifft und erst recht nicht für die Purnagatha selbst. Das hier vorgestellte Bildmaterial widerlegt eine solche voreilig gefasste irrige Ansicht. Die formale Ausprägung der Purnagatha hat sich während der Hampi-Periode nicht grundsätzlich verändert. Feindifferenzierte Variationen der Purnagatha-Formen lassen sich im Vergleich, besser noch in der Gegenüberstellung von Bildmaterial erkennen. Häufig zu sehen, was sich nicht bestreiten lässt, sind die gleichmäßig gestauchten rundgeformten Kugelvasen mit Faltengliederungen und vereinzelten Mittelbandeinfassungen, die auch als Banderolen oder Schleifen erkannt werden könnten (siehe: Pattabhirama Tempel). Jene markanten wellenförmigen Falten gehen vermutlich auf die weitaus früher in Indien kreierten Amalaka-Falten zurück. Die Grundformen der Vasen geben die zwei Bilder vom Pattabhirama Tempel und das eine Bild vom Anantasayana Tempel wieder. Die prächtigsten Purnagatha (samt Säulen) im heutzutage zugänglichen Gebiet von Hampi sind unserer bescheidenen Ansicht nach an den Vyala Pfeilern am Vitthala Tempel in Stein gehauen worden. Den krassen Gegensatz zu diesem Prunk bilden die sehr bescheidenen Vasen vom Yantrodharaka Hanuman Tempel. Ausnahmen bestätigen die Regel: auf dem glatt gehauenen Türrahmen zum Garbhagriha des wirklich unscheinbaren Yantrodharaka Hanuman Tempels finden sich nur zwei Purnagatha-Reliefs mit Deckel, ohne den ansonsten in Hampi typischen Säulenaufbau. Die Verehrung der hinduistischen Gottheit Khandoba (viele Hindus sehen in ihm eine Manifestation Shivas), kann bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden, angeblich zu dieser Zeit wurde der Khandhoba Tempel zu Aurangabad von den Yadavas erbaut, eine Dynastie, welche vom 9. - 14 Jahrhundert große Teile Südindiens beherrschten. Der Wiederaufbau bzw. eine Restaurierung des Tempels erfolgte während der Regierungszeit der Peshwas. Die Peshwa regierten im 18. Jahrhundert das Gebiet von Maharashtra, sie bestimmten jeweils als Premierminister die Geschicke des Landes bis zur Machtübernahme der britischen Kolonialherren. Bis in unsere Zeit wird der Tempel für religiöse Rituale benutzt. Bauarbeiten im Jahr 2024 beweisen, wie wichtig die Erhaltung dieses Tempels den Gläubigen sein muss. Die Detailaufnahme einer Türeinfassung vom Shri Khandoba Tempel ist im Rahmen der kurzen Betrachtung das jüngste Beispiel innerhalb der vorgestellten Purnagatha-Motive.
Mit diesem Artikel wurde der Versuch unternommen, die offenbar religionsunabhängige bzw. religionsübergreifende Bedeutung des Glück verheißenden Symbols darzulegen. Leseempfehlungen: Prithvi Kumar Agrawala – Purna kalasa Varanasi 1965 Veröffentlicht von Survay of India, die sehr sachkundige und reich bebilderte Publikation ist online kostenfrei abrufbar. Purnagatha Teil 1, 2 & 3 die drei Artikel sind in diesem Blog abrufbar Fotos und Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones
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Organisierte Reisen durch Nordindien streifen im Regelfall die weltbekannten Sehenswürdigkeiten in Delhi, Agra und Jaipur, um nur die markantesten Orte einer solchen Rundreise zu nennen. Gut vermarkten lassen sich die von der UNESCO zum Weltkulturerbe deklarierten Stätten, zu denken ist an das Rote Fort und die Freitagsmoschee in Delhi, an das berühmte Grabmal Taj Mahal in Agra oder an den Palast der Winde in Jaipur. Von den Hinterlassenschaften der Mogul-Dynastien und der Maharadschas profitieren nicht nur der Staat Indien und die jeweiligen Orte und Regionen, auch renommierte Reiseveranstalter der westlichen Welt ziehen aus den klangvollen Namen ihre merkantilen Vorteile. Das selbst erstellte Reiseprogramm durch Rajasthan und die von INDO VACATIONS organisierte Realisation des geplanten Reiseverlaufs ließ keinen unserer Wünsche unberücksichtigt. Wir bewegten uns über weite Strecken fernab touristischer Betriebsamkeit. Selbstredend hatten wir die Traumziele, welche jeder Reisende in Nordindien meint sehen zu müssen, nicht ausgeklammert. Die bekannten Ziele werden in diesem Bericht nur erwähnt, kaum näher beschrieben und mit wenigen Fotos vorgestellt. Alle Reisehandbücher preisen diese Sehnsuchtsziele umfassend an. Erster Reisetag DELHI: Jama Masjid (Freitagsmoschee) Lal Qila (Rotes Fort) Raj Gath (Gandhi-Grabstätte) National Museum Abgesehen vom National Museum sind die genannten Ziele des ersten Tages allesamt als Pflichtprogrammpunkte organisierter Delhi-Sightseeing-Touren festgeschrieben. Gleich zu welcher Tageszeit die Jama Masjid, das Lal Qila und das Gandhi Grab aufgesucht werden, ist dort mit massenhaften Menschenaufläufen zu rechnen, an diesem Zustand vermochte auch der Smog, der Mitte November 2024 permanent über dem Großraum Delhi lagerte, nichts zu ändern. Gesundheitsschädliche Luftverschmutzungen werden die Menschen in Indien und der restlichen Welt fortan aushalten und damit leben müssen, was Touristen nicht abhalten wird, ihre Ziele anzustreben. Wir haben die Prachtbauten der Hauptstadt und von Agra nur im weichzeichnenden Nebeldunst bewundern können. Glücklich wer vormals Delhi und Agra bei klarer Luft erleben durfte. Wäre die Luft nicht derart schlecht gewesen, dass sie Hustenreiz und Atembeschwerden hervorrief, hätte man die Permanentverschleierung der Stadt als besonderes Naturphänomen bewerten und nach speziellen Reizwerten hinterfragen können. Der digitalen Dokumentation unserer Reise hat der Smog nur geschadet, noch nie entstanden auf einer Reise Fotos geringerer Aussagekraft. Wenig beachtet liegt der durchaus sehenswerte aus hellem Sandstein erbaute Stufenbrunnen (Baoli=Stepwell) im nordwestlichen Gelände vom Roten Fort. Architektur, Geometrie und harmonisches Erscheinungsbild solcher unter dem normalen Bodenniveau errichteter Zweckbauten überzeugen bis heute die Betrachter. Die Wasserversorgung der Menschen im Fort war überlebenswichtig. Große Herrscher haben zuallererst für die Bereitstellung von Wasser sorgen müssen, was von jeher für alle menschlichen Ansiedlungen die Grundvoraussetzung war. Gedränge herrscht an und in der Grabstätte des bis heute verehrten Gandhi. Zahlreiche Schülergruppen nähern sich lärmend dem Grab. Alte Menschen nähern sich vom Stock gestützt schleppend dem Vater der Nation, sie nennen ihn liebevoll Vater ("Bapu"). Jeder möchte einmal im Leben dem großen Mahatma (der "großen Seele") nahe gewesen sein. Für Touristen zählt die Referenz vor dem großen Mann zum Pflichtprogramm. Frühzeitig schon war Gandhi auch in Europa als Führer des indischen Volkes zur Berühmtheit avanciert. Der bedeutende französische Schriftsteller und Humanist Romain Rolland veröffentlichte 1924 ein Buch, worin er die Verdienste Gandhis hervorhob und gleichzeitig seine Seelenverwandtschaft mit dem Mahatma betonte. Das 1949 eröffnete National Museum in Delhi hat seit 1960 seinen endgültigen/jetzigen Standort im Ortsteil Janpath, es ist das größte Museum Indiens. In 29 Ausstellungsräumen verteilt auf 3 Etagen wird das kulturelle Erbe Indiens präsentiert, hinzukommen Objekte, die in Nebengebäuden und im Außenbereich gezeigt werden. Einen Tag in diesem Museum zu verbringen, genügt nicht, um alle Sammlungen eingehend zu betrachten. Wir hatten das Glück, zusätzlich zur Dauerausstellung eine Sonderausstellung zum Thema Buddha sehen zu können. Die gepflegte Webseite des Museum erleichtert den Besuchern die Vorauswahl, falls der Zeitrahmen Beschränkungen erfordert. Eine für den Artikel aussagekräftige Bildauswahl zu treffen, welche den Schauwert der Sammlungen repräsentiert, ist schier unmöglich, es müssten so ziemlich alle Kunstwerke in den Fokus gerückt werden. In den einzelnen Sälen werden gut sortiert nach Epochen die jeweiligen Objekte vorgestellt. National Museum Delhi Manjushri aus Nalanda, Bihar (8. Jahrhundert) Votiv-Stupa mit vieramiger Chunda aus Udayagiri (8. Jahrhundert) Buddha-Kopf aus Sarnath, Gupta Ära (5. Jahrhundert) Bodhisattva Maitreya, Kushan/Gandhara (2. Jahrhundert) Der außergewöhnliche Lintel mit den Navagrahas, den neun (Nava) und Planeten (Graha) ist selbst in der umfangreichen Sammlung des National Museums als Unikat zu bewerten. Dargestellt von links nach rechts finden sich im unteren Bildband neun personifizierte Himmelsgestalten: die Sonne, der Mond, der Mars, der Merkur, der Jupiter, die Venus, der Saturn, Rahu und Ketu (aufsteigender und absteigender Mondknoten), was der tradierten hinduistischen Astrologie (Jyotisha) entspricht. Fundstücke aus Mohenjo-Daro belegen die frühe Harappa-Epoche (die Indus-Kultur). Exponate aus der Ashoka-Ära (Kelchkapitell mit Löwe) bis hin zu moderner Bildhauerei decken alle Bereiche der künstlerischen Entwicklung Indiens ab. Die Vielfalt der Sammlungen ist kaum fassbar. An präsenter Stelle im Außenbereich steht die Statue Rhythm vom bedeutenden indischen Bildhauer Devi Prasad Roy Chundhery, der von 1899 bis 1975 lebte. Seine Gandhi-Büste wird im Government Museum Chennai gezeigt. Berühmt machten ihn seine großformatigen Skulpturen Triumph Of Labour in Chennai und das Martyrs‘ Memorial in Patna. Zweiter Reisetag DELHI: Agrasen ki Baoli Lodi Gardens Bade Khan Tomb & Chotte Khan Tomb Safdarjung Tomb Old Fort Delhi Humayun Tomb Masjid Khairum Manazil Gern hätten wir auf dieser Reise jeden Tag einen Stufenbrunnen besichtigt, was uns gefallen hätte. Es muss in Delhi eine Vielzahl solcher Becken gegeben haben. Der mitten in Delhi von Wohnhäusern eingerahmte 60m lange und 15m breite Brunnen Agrasen ki Baoli zählt zu den mustergültigen Beispielen klassischer Wasserbauten in Nordindien. Die Ausmaße solcher Nutzbauten variieren. Oft rufen die kühnen architektonischen Mauerstrukturen Staunen hervor. Die Funktionalität dieser originären Nutzbauten ist denkbar einfach: während der Regenzeit wird das Wasser aufgefangen und gespeichert. Weitere Informationen → https://de.wikipedia.org/wiki/Stufenbrunnen Im Lodi Garden, einer bei jungen Leuten beliebten Parkanlage, befinden sich mehrere Grabanlagen und Moscheen. Spricht man von der Lodi-Dynastie, ist an die paschtunischen Herrscher aus Afghanistan zu denken, die in den Jahren von 1421–1525 ihren Machtanspruch über weite Gebiete des indischen Subkontinents ausübten. Zahlreiche Bauwerke aus diesen Jahren haben sich erhalten, so sind es nicht zuletzt die Grabmale, welche bis heute bewundert und wertgeschätzt werden. Kaum verwunderlich, dass wir heute ohne Schwierigkeiten ein halbes Dutzend Gräber besichtigt haben, von denen jedes eine gesonderte Beschreibung verdient hätte. Pracht und Größe der Lodi- Grabmale sind nur noch von den später erbauten Mogul-Grabmalen übertroffen worden. Oft blieben weite von Mauern umrahmte Flächen nur einer Grabanlage vorbehalten. Die Vorstellung westlicher Friedhöfe, Grab neben Grab zu reihen, ist zu vergessen. Jeder Lodi-Herrscher wollte nach seinen Tod in Erinnerung bleiben, gebaut wurde wohl nach dem Motto je größer, je auffälliger das Grab, desto länger wird man meiner gedenken. Hier könnte eine Abhandlung über Sepulkral-Architektur indischer Mogul-Dynastien folgen, belassen wir es bei mehreren Fotos. Mit den nächsten Zielwünschen haben wir unseren Fahrer etwas in Staunen versetzt, obwohl in Delhi wohnhaft, kannte er die zwei benachbarten Gräber Bade Khan & Chotte Khan nicht, und wir mussten einsehen, ihm eine schwer lösbare Aufgabe gestellt zu haben. Konnten wir ahnen, dass in der Großstadt Delhi die modernen Wohnhäuser derart dicht an historischen Bauten heranrücken, dass nur noch sehr schmale Straßen verbleiben, die auch noch rettungslos unsystematisch zugeparkt sind? Geduldig meisterte Kamal diese Bewährungsprobe. Gegen ein geringes Entgelt verschafften wir uns Zutritt in die Gräber. Dem Mann, dem Schlüssel und Aufsicht anvertraut waren, besserten wir seinen wahrscheinlich geringen Tageslohn auf und wir sahen ungestört zwei selten besuchte Tombs von innen. Rein optisch war der Zeitsprung nicht zu übersehen, mehr als 200 Jahre schieben sich zwischen den Bau der Lodi-Gräber und dem Safdarjung Grab, welches als letztes aufwendig gestaltetes Grabmal der Mogul-Dynastie bewertet wird. Im Purana Qila, dem ältesten Fort in Delhi, angeblich 1538 von Humayun erbaut, sind nur wenige Bauten erhalten geblieben. Sehenswert ist die Moschee, der Sher Mandal, das Hamam, die Tore und nicht zuletzt ein kleiner Stufenbrunnen. Sher Mandal, ein zweigeschossiger oktogonaler Turmbau, ist insofern von Belang, weil Kaiser Humayun diesen angeblich als Bibliothek benutzte. Mehrere Hofleute bestätigten in schriftlichen Zeugnissen, dass Humayun im Januar 1556 die Treppe hinabstürzte, mit der Schläfe aufschlug und wenige Tage später seinen Verletzungen erlag. Der ansehnlich mit bunter Keramik dekorierte oktogonale Grabpavillon des Isa Khan Niyazi Tomb, gebaut für einen afghanischen Adligen, nimmt insofern eine Sonderstellung ein, weil nur wenige Gräber in dieser Bauform nachweisbar sind. Vielleicht hatte der Baumeister für seinen Entwurf das rund 100 Jahr zuvor erbaute Mohammed Shah Grab im Lodi Garden vor Augen, die Ähnlichkeit der Architektur ist unverkennbar. Der Zulauf der Menschen zum Humayuns Tomb zeichnet dieses Mausoleum als Publikumsmagnet aus. Die Visite der zweigeschossigen Grablege müssen viele Menschen miteinander teilen. Diesen Prunkbau gab Humayuns Frau Bega Begum in Auftrag. Der zweigeschossige oktogonale Zentralraum beherbergt ausschließlich den Kenotaph Humayuns. Außer Humayun wurden in diesem Mausoleum 150 Familienmitglieder in Seitenkapellen begraben. Das Grab ist das erste im persischen Stil erbaute Gartengrab in Indien, gesprochen wird von einem Char-Bagh. Die konsequent verwirklichte Symmetrie der Gartenanlage und die Mischung aus rotem und weißem Stein am Bauwerk verleihen dem Ensemble das unverwechselbare Aussehen. Dieses Grabmal gilt als architektonischer Vorgriff auf das Akbar Mausoleum und auf das Taj Mahal. Die obere Plattform ermöglicht Ausblicke auf das weitläufige Gelände, auf dem weitere Grabstellen erbaut wurden, die alle auf guten Wegen zu erreichen sind, doch an Schauwert hinter dem eleganten Humayun Tomb weit zurückbleiben. Dritter Reisetag DELHI: Qutb Minar Komplex Mehrauli (Archäologischer Park) Adham Khans Tomb (Bhool Bhulaiya) Mehrauli Zafar Mahal (im Dorf Mehrauli) Hauz Khas Komplex Im Qutb Minar Komplex konzentrieren sich die Blicke der staunenden Touristen auf einen Turm und eine Säule. Schnell übergangen werden die anderen Prachtbauten auf diesem erschlossenen Areal. Die rund 7m hohe nichtrostende Eisensäule aus dem 4. Jahrhundert stammt wahrscheinlich von den Guptas, seit wenigstens 800 Jahren steht die Säule auf dem Innenhof der Qutb-Moschee. Der Minar misst 72,30m in der Höhe und besticht durch Form und Erscheinungsbild. Für die Säulengänge der Moschee wurden 1192/1193 etliche Jain- und Hindu Tempel zerstört, eine Inschrift behauptet, es wären 27 Tempel gewesen. Billiger konnte man nicht an prächtiges Baumaterial gelangen, besonders die Säulen und Deckplatten eigneten sich zum zügigen Aufbau der überdachten Hofeinfassung. Den wieder verwendeten Säulen und den Spolien müsste ein gesondertes Kapitel gewidmet werden. Zur intensiven übrigens lohnenswerten Betrachtung der Reliefs müssten Interessenten viel Zeit aufwenden. An den Säulen wurden alle Menschengesichter und Tierbilder unkenntlich gemacht, die Radikalität der Bilderstürmerei erschüttert verständige Besucher noch heute. Im Archäologischen Park Mehrauli müssen, um wenigstens die zugänglichen (erschlossenen) Bauten gesehen zu haben, längere Wege als im Qutb Minar Komplex gegangen werden, dafür aber wird der Spaziergänger mit wohltuender Ruhe entschädigt. Im Park sind nur wenige Menschen unterwegs. Hier kann der vom Qutb Minar Komplex gestresste Tourist Atem schöpfen und gleichfalls zum Entdecker werden. Oft genügen wenige Schritte ins Abseits, um Ruinen und Mauern zu begutachten. Das groß angelegte Rajon Ki Baoli befand sich im November 2024 im Zustand einer Baustelle und durfte nicht betreten werden. Mit denkbar einfachsten Mitteln und Werkzeugen wird restauriert. Es bleibt zu hoffen, dass der (noch) ansehnliche Sandsteinbrunnen nicht völlig ocker verputzt wird, womit ihm das charakteristische Aussehen genommen wäre. Im Ort Mehrauli, unmittelbar an und über der Durchgangsstraße steht das missachtete und vielfach zweckentfremdet verwendete Grabmal des in Ungnade gefallenen Generals Adham Khan. Wer das Abenteuer sucht, muss sich zum und ins Zafar Mahal begeben. Die Zufahrt ist nur mit TukTuk möglich, besser noch zu Fuß. Mit etwas Glück ist die mit Stacheldraht umzäunte Baustelle geöffnet. Den einzigen Zugang bildet eine Einstiegsluke in der massiven hölzernen Tür vom Torbau. Nachdem die ebenerdigen Ruinen und die bemerkenswerte Moti-Moschee aus purem Marmor besichtigt sind, beginnt der Aufstieg in die oberen Geschosse des nur fragmentarisch erhaltenen weitläufigen Palastes. Wagemut, Selbstvertrauen und Schwindelfreiheit sind gefragt. Absperrungen und Sicherungen gegen Absturz sind nicht vorhanden. Das Staunen nimmt kein Ende. Hier gibt es viel zu sehen, was in keinem Reiseführer vermerkt ist. Zafar Mahal ist der letzte große Sommerpalast, der im 18. Jahrhundert während der Mogul-Ära erbaut wurde. Der Stadtteil Mehrauli verfügt wohl nicht über ausreichende Mittel, diesen Palast in eine touristisch vermarktbare ansehnliche Baustruktur zu verwandeln. Immerhin zählt das Objekt zu den von der ASI registrierten und geschützten Bauwerken. Kein Ortsteil in Delhi wirkt sauberer als Hauz Khas Village, zumindest gewinnt der kurzfristig anwesende Tourist diesen überraschenden Eindruck. Sauber gehalten und sehr ordentlich aufgeräumt werden nicht nur die historischen Hinterlassenschaften, auch die umliegenden Straßen und Wege. Hier weht ein Hauch von Schickeria, als wöllte man sich vom restlichen Teil der Hauptstadt abheben, was sich auch im Preisniveau spiegelt. Der Masala Chai kostet hier ein vielfaches des in der Stadt üblichen Preises. Wichtig allein sind die erhaltenen Bauten aus dem 13/14. Jahrhundert, die Überreste der historischen Stadt Siri, die wiederum zum Sultanat Delhi gehörte. Der übersichtliche Komplex erschließt sich mit wenigen Schritten. Bedeutend ist das Grabmal des Firuz Shah Tughlaq, dieser Herrscher lebte von 1351-1388, seiner Vernunft und Weitsicht werden 50 Staudämme, 40 Moscheen, 30 Hochschulen, 100 Karawansereien, gleich viele Krankenhäuser und Bäder, außerdem 150 Brücken zugeschrieben. Er wusste, was den Aufschwung einer Stadt und einer Region fördert. Im nachhinein bedauerten wir, für Delhi nur drei Tage veranschlagt zu haben, ein weiterer Tag in der weitläufigen Stadt hätte einige Programmerweiterungen ermöglicht.
Fotos und Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones Mehrfach von sakraler Musik angezogen näherten wir uns Hindu-Tempeln, in denen Pujas stattfanden, also nach westlicher Vorstellung Gottesdienste oder Messen zelebriert wurden. Wir, die geübten Musikhörer, wunderten uns über die gleichmäßige Lautstärke der Musik und die absolute Taktfestigkeit der ausübenden Musiker. Schnell und schon bei erster Gelegenheit kamen wir den perfekten Musikern auf die sprichwörtlichen Schliche: elektrisch betriebene Maschinen wiederholen beliebig lange durch Trommeln, Gongs und Glocken hervorgerufene Tonfolgen, wobei sich binnen kurzer Zeit der Eindruck von Monotonie ausbreitet. Trotz gehöriger maschinell erzeugter Lautstärke übertönen die Ritualgesänge der Priester die Trommelrythmen. Die Konstruktion dieser Musik-Maschinen folgt prinzipiell einem Grundaufbau: sie bestehen aus mindestens einer Kesselpauke, zwei Glocken und zwei Becken, aller Einzelinstrumente werden von jeweils einem Schlägel zum Tönen gebracht. Jeder Anschlag ruft nur einen, den immer gleichen Ton hervor. Die Tonfolgen lassen sich regulieren, je schneller die Maschine läuft, desto dichter klingt das Tongeflecht. Der Klangcharakter jeder Trommelmaschine bleibt unverändert. Diese Aussage bezieht sich nur auf jene Trommelmaschinen, die wir gehört und gesehen haben, es mag durchaus noch andere Bauvarianten geben. Die temple drum machine im Jagat Tempel zu Amber untermalte, genauer gesagt: übertönte ein etwa 15 Minuten währendes Gebetsritual, welches die Teilnehmer in Trance versetzte, ohne dass das mechanische Musikwerk weder langsamer, noch schneller, weder leiser, noch lauter, auch fernab jeglicher Modulationen den Tempelraum mit einer unbeschreiblich monotonen Klangkulisse erfüllte. Erstaunlich für westliche Hörer, wie Menschen (gläubige Hindus) auf solche steril-kalten Klänge technischer Natur reagieren, sich auf diese Pseudo-Musik einlassen, diesen Tonfolgen mit Hingebung verfallen – dabei können diese tonalen Kombinationen schlussendlich bestenfalls doch nur magerer Ersatz für von Menschenhand erzeugte sakrale Musik sein kann. In Pushkar, einer Heiligen Stadt, besuchten wir mehrere Tempel, doch nur in einem Tempel stand eine Trommelmaschine in einem Vorraum, die wohl lange nicht mehr benutzt worden ist. Auffällig an dieser Maschine ist neben dem Käfig das verdoppelte Instrumentarium. Es wäre interessant gewesen, zu hören, ob die zweifach vorhandenen Instrumente auch zwei differierende Klangspektren erzeugt hätten bzw. ob von den Pauken-Glocken-Gong-Instrumentarien verschieden gestimmte Tonfolgen vernehmlich gewesen wären. Leider schien die Klangmaschine länger unbenutzt und keinen Ton mehr von sich gegeben zu haben. Regulär werden Trommelmaschinen im Tempel und nicht im Vorraum betrieben. Der Drahtgitterkäfig schützt die Maschine vor unerlaubten Zugriffen und staunende Menschen, die mit den Fingern schauen müssen, vor schmerzhaften Verletzungen. Etwas in die Jahre gekommen und völlig vernachlässigt taugt die Trommelmaschine von Bijolia kaum noch als museales Anschauungsobjekt. Lieblos auf einem Eckbrett abgestellt fristet die wenig gepflegte Maschine ein völlig nutzloses Dasein. Die Trommelmaschine vom Shri Revanasiddeshwar Tempel in Horti wurde am Tag unseres Besuches im Januar 2024 benutzt, der Klang dieser Maschine breitete sich im relativ kleinen Tempelraum effektvoll aus, die Wirkung auf die Hörnerven und die Trommelfelle kann nur als ohrenbetäubend umschrieben werden. Unter dem Suchbegriff temple drum machine finden wissbegierige Leser im Internet zahlreiche Einträge und Fotos zu Trommelmaschinen, allerdings handelt es sich fast ausnahmslos um Werbeanzeigen, also um Angebote zum Kauf solcher Maschinen.
Für interessierte Leser folgen zwei Empfehlungen zur indischen Musik: Hinweis 1: Reiseführer Lonely Planet Indien 3.deutsche Auflage 2010 im Kapitel KULTUR der Absatz MUSIK Seite 80-81 (kurz gefasste Beschreibung) Hinweis 2: RIEMANN MUSIK LEXIKON B. Schott’s Söhne Mainz 1967 12. Auflage im Sachteil (Band 3): Artikel INDISCHE MUSIK Seite 395-397 (ausführliche Erläuterung) Foto von Horti: Vanessa Jones Fotos und Text: Günter Schönlein Korrektur: Vanessa Jones Vor der Königsresidenz im Zentrum von Siem Reap liegt das bisher für die Öffentlichkeit zugängliche ehemals royale Gartengelände. Hier wurde eine rechteckige Freifläche geschaffen, die den Palast mit einem neu gebauten Eingangsportal verbindet. Zwei Dvarapalas bewachen das in typischer Angkor-Manier geschaffene, verschlossene Tor. Gibt sich Kambodschas König in Siem Reap die Ehre, dann wird für ihn und sein Gefolge das Tor geöffnet. Von hier blickt der König auf seinen Palast und betritt den neu gestalteten Platz, der zwölf Statuen Raum gibt. Er schreitet symbolisch eine Parade ab, denn von hohen Sockeln blicken bewaffnete Männer herab. Nichteingeweihte würden sie für Könige halten, tatsächlich sind es Generäle. Auf jedem Sockel ist der Name des jeweiligen Helden in Goldlettern vermerkt. Die stolzen Männer repräsentieren ein Stück Angkor-Geschichte, angeblich sind die gut zwei Meter großen Statuen historisch nachweisbare Heerführer, die im Laufe der Jahrhunderte das Geschick der Khmer-Dynastien prägten. Historiker wählten von dreißig namentlich verbürgten Generälen zwölf Heerführer aus, sie sollen sogar entsprechend der Epoche ihres Wirkens gekleidet sein. So sehr die künstlerische Gestaltung der Statuen imponiert, die wortreichen Informationen zu den Helden sind nur Kundigen der Khmer-Sprache zugänglich. In der Tourist Information war nichts über die hochrangigen Militärs zu erfahren, kein Flyer, keine gedruckte Publikation greifbar. Jeweils in einer Reihe stehen sechs bewaffnete Generäle auf hohen Sockeln und halten die Ehrenwache. Mit Goldlettern sind in Khmer-Schrift deren Namen vermerkt, lediglich mit der zweiten Zeile wird dem Interesse des westlichen Publikums Rechnung getragen. Zwei Namen tauchen mehrfach auf: Anak Sanjak und Vrah Kamraten, das werden die Bildhauer sein. Die Beschriftung der Statue 6 scheint unvollkommen, hier ist nur mahasenapati sangrama zu lesen, offenbar wollte der Künstler anonym bleiben. Trotz ernsthafter Bemühungen fanden sich keine verwertbaren Informationen zu den Generälen, die von den Einheimischen mit dem englischen Wort Commander bezeichnet werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass einige der ruhmreichen Feldherren auf den breit angelegten Schlachtenreliefs im Angkor Wat verewigt sind, (wo sonst finden sich Khmer-Generäle dargestellt?), damit wäre ein Dissertationsthema für Historiker angeschlagen. Um den Wissensdrang der Touristen zu befriedigen, könnten geschulte Fremdenführer zu festgesetzten Zeiten kleine Führungen mit detaillierten Auskünften zu den Statuen geben. Eine solche Maßnahme schüfe mehreren Menschen (es könnten sogar Frauen sein) Arbeitsplätze und würde die Attraktivität der Parkanlage erhöhen. Das von der Stadt angestellte Personal könnte außerdem Fragen zur Ya Tep-Statue und zu den Statuen im Preah Ang Chek Preah Ang Chorm Shrine beantworten. Bisher schreiten die meisten Menschen mehr oder weniger verständnislos an den weltlichen und religiösen Statuen vorbei. Diesbezüglich klafft noch eine betrübliche Lücke, die es zu schließen gilt. Hier haben die Verantwortlichen der Kulturbehörde der Stadt Siem Reap das im Fremdenverkehr bislang noch schlummernde Potential nicht erkannt. Parkführungen in den späten Nachmittagsstunden würden vom internationalen Publikum bestimmt angenommen. Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones Etwa 15km südwestlich von Battambang erhebt sich ein von mehreren Hügeln gekennzeichnetes Bergmassiv. Aus verschiedenen Gründen ist der Phnom Sampov spektakulär zu nennen. Die einem Schiffsrumpf (Sampov → Sampeau → Schiff) vergleichbare Form des Berges ist namensgebend und aus der Ferne deutlich auszumachen. Das gesamte Gebiet ist bewaldet. Geophysikalisch betrachtet ist die Region aus festen und lockeren Kalkstein geschichtet. Mehrere große und etliche kleinere Höhlen sind auf natürliche Weise entstanden. Der etwa 100m hohe Berg zieht die Menschen aus mehreren Gründen magisch an. Natur, Religion und Geschichte fusionieren in einer Magie, die nähere Beschreibung erfordert. Das hügelige Waldgebiet eignet sich als attraktives Ausflugsziel und zur Erholung. Mehrere Heiligtümer, jede mit unverwechselbaren Charakter, laden zur Andacht und zum Gebet. Eine der großen Höhlen gelangte in jüngster Vergangenheit zu trauriger Berühmtheit. Nur eingeschränkt eignet sich der Berg zum Wandern. Wer die Fahr- und Fußwege verlässt, begibt sich in unwegsames steiniges Gelände. Sportliche Aktivitäten sind hier nicht gefragt, eher verpönt. Mit Schildern wird auf Mienengefahr hingewiesen! Der Phnom Sampov gilt als Wallfahrtsstätte. Alle Wege sind befestigt, asphaltiert oder betoniert. Mit Moped oder Auto gelangen die Pilger nach oben. Zu Fuß erreichen sie alle Ziele auf dem Plateau. Die meisten Wege führen zu geschmackvoll angelegten Andachtsstätten, die in Talsenken, unter Felsvorsprüngen, in Höhlen oder in eigens gebauten Schreinen ihren Platz haben. Erfinderisch sind die Kambodschaner, das muss man ihnen lassen, kaum ein Ort in der Natur, der sich nicht eignen würde, dem Buddha seinen gebührenden Platz zuzuweisen. Den Buddha im Gebet anzurufen, seinen Beistand zu erbitten, ist ihnen Bedürfnis. Die Vielfalt der Gebetsstätten und Buddha-Statuen auf dem Phnom Sampov belegen die tiefe Gläubigkeit der Menschen überzeugend. Der Berg und seine Höhlen sind den Menschen heilig. Ein verstörendes Gemälde weist den Weg zur Killing Cave. In dieser Höhle verharren die Besucher länger. Bedrückende Stille herrscht in der Killing Cave, nennen wir diesen Ort des Grauens unumwunden Todes-Höhle. Der Phnom Sampov diente den Roten Khmern als Rückzugsort, hier hatten sich die Schergen verschanzt. Die natürlich vorhandene Unzugänglichkeit des Berges ließ sich leicht verteidigen. Der vermiente Berg war das ideale Vernichtungslager. Hier konnten Menschen ungehindert gefoltert oder gleich in den Tod gestürzt werden. Der steile Abgrund und die Tiefe der größten Höhle ersetzten den Galgen oder den Todesschuss. Die unschuldigen Opfer wurden lebend ins Massengrab gestoßen. Der Tod war garantiert. Eine geräumige Höhle neben der Todesgrube ist heute als Andachtsstätte eingerichtet. In einem prächtigen vergoldeten Schrein lagern Schädel und Knochen der sinnlos in den Tod gestoßenen Menschen. Die Atmosphäre in dieser Tempelhalle bedrückt. Andächtig steigen die Menschen hinab, mit Tränen in den Augen oder mit einem Würgegefühl im Hals verlassen sie den Ort des Schreckens. An den bewiesenen geschichtlichen Tatsachen lässt sich nicht rütteln. Das Grauen war hier an der Tagesordnung. Menschen haben Menschen vernichtet. Kambodschaner haben unter Zwang Kambodschaner getötet. Größe zeigt, wer den Buddha um Vergebung ersucht. Mehrere Stellen in der oberen Region des Berges, eingerichtet als Aussichtsstandpunkte, ermöglichen den Blick auf die Landschaft der Umgebung. Am Fuß des Phnom Sampov geraten Besucher und Pilger gleichermaßen ins Staunen, sie stehen vor einer gigantischen Andachtsstätte, müssen die Augen nach oben richten und blicken auf zwei Buddha-Statuen und ein Felsenrelief, die vor einer Felswand ihren Standort haben, genauer aus selbiger Wand herausgeschlagen wurden. Am Sockel vom sitzenden Buddha scheint der Kalkstein brüchig geworden zu sein, Teile des Buddha-Thrones sind abgerutscht, Reparaturarbeiten sind vonnöten. Eine Gebetsstätte in dieser Größenordnung dürfte in Kambodscha kaum seinesgleichen haben. Eine überlange Freitreppe (noch nicht fertiggestellt) wird zukünftig den Zugang von der Straße zu den drei Gebetsstätten erleichtern. Über Sensationshunger, Größenwahn und Buddha-Verehrung lässt sich referieren, nachhaltig beeindruckt werden viele Menschen diesen Ort verlassen. Rechts neben dem übergroßen Felsenrelief befindet sich die Bat Cave. Tatsächlich leben in dieser Höhle hunderte, wenn nicht gar tausende Fledermäuse. Zu sehen ist von dieser Höhle nur das ovale Ein- bzw. Ausflugsloch. Das Betreten der Höhle ist verboten. Tierschutz ist auch in Kambodscha kein Fremdwort. Während der täglichen Flugzeiten am späten Nachmittag versammeln sich unter der Höhle viele Schaulustige. Tagsüber besuchen zahlreiche Pilger die heiligen Stätten auf dem Phnom Sampov. Fotos und Text: Günter Schönlein
Korrektur: Vanessa Jones |
Autor Günter Schönlein
Auf meinen bisher acht Reisen nach Kambodscha habe ich viele Khmer-Tempel photographisch dokumentiert. Mit Pheaks Hilfe suchte ich auch viele schwer zu findende entlegene Tempel auf. In diesem Blog möchte ich meine dabei erworbenen Eindrücke und Kenntnisse gerne anderen Kambodscha-Liebhabern als Anregungen zur Vor- oder Nachbereitung ihrer Reise zur Verfügung stellen. sortiert nach Themen:
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Der Blog enthält sowohl Erlebnis-Reiseberichte als auch reine Orts- und Tempel-Beschreibungen, siehe Kategorien "Persönliches" und "Sachliches" in der Liste von Tags oben, sowie eingestreute Beiträge zu anderen Reiseländern und Themen.
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