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Die Elefantenterrasse zählt zu den Attraktionen in Angkor Thom: es findet sich kein vergleichbares Bauwerk in der Nähe. Auch in der ferneren Umgebung wird die Suche vergeblich sein. Diese Terrasse ist einmalig. Angaben zur Höhe und Länge vermelden alle Reisehandbücher, die Breite wird seltener angegeben. Der Bau wurde auf Betreiben Jayavarman VII. veranlasst, wahrscheinlich aber zu Lebzeiten des Königs nicht mehr fertiggestellt, was heute vor Augen steht, ist die Summe mehrerer Um- bzw. Anbauten. Die Terrasse zählt scheinbar zu den weltlichen Bauwerken und war dennoch in den religiösen Kontext der Tempelbauten in Angkor Thom eingebunden. Zeremonien, Festivitäten, Paraden und Empfänge konnten auf dem Königsplatz stattfinden. Im Grunde genommen betritt der Besucher eine über 300m lange Tribüne bzw. schreitet die vordere bis zu 4m hohe Relieffront ab. Wer sich ungestört an den Reliefbildern erfreuen möchte, dem sei der Frühstart empfohlen. 7Uhr30 ist die Bestzeit. Sinnvoll ist es, die Reliefmauern von Süd nach Nord zu begutachten, diese Richtung beinhaltet zwei Vorteile, Sonne im Rücken und betreffs der Bildinhalte einen Steigerungs- und Überraschungsfaktor. Die Gesamtansicht der Terrasse kann nur aus großem Abstand fotografiert werden und erscheint im Bild als ziemlich schmales konturloses Band. Hier jedoch sollen Nahaufnahmen, die sich mit speziellen Detailansichten befassen, gezeigt werden. Um sieben Uhr dreißig ist es noch still vor dem Baphuon Tempel. Kein Tourist schreitet ins Bild. Die Sonne lugt zaghaft hervor, ehe sie ihre Strahlkraft entfaltet und die Reliefs zum Leuchten bringt. Auf großflächigen Bildfeldern marschieren Elefanten in Reihe auf, begegnen sich oder werden zur Jagd in den Dschungel getrieben. Unbestritten: Elefanten sind auf dem überdimensionierten Fries zu sehen, doch außer Elefanten findet sich vieles mehr auf dem Monumentalrelief abgebildet. Fünf Treppenaufgänge ragen weit aus der Terrasse hervor, sind Blickfang und lockern die lange Gerade der Terrasse auf (Bild 2, 6 & 7). Schon am Beginn der Terrasse (Südteil) bemerkt der aufmerksame Betrachter den unvollkommenen Schluss der Mauer (Bild 1 & 2), wie auch der erste Treppenaufgang mit den markant herausstehenden Elefantenköpfen stark restauriert wurde (Bild 5). An den Seitenwänden der von zwei Löwen bewachten erhöhten Plattform (Bild 6) sind schöne Kinnaris abgebildet. Die Kinnari sind mythische halbgöttliche weibliche Wesen: Zwitter aus Mensch und Vogel. Der männliche Gegenpart nennt sich Kinnara. Diese Plattform wird nur von weiblichen Vogel-Mensch-Wesen bevölkert. Zwar sind die Reliefs nur lückenhaft überliefert, dennoch sehenswert und in dieser Fülle in Angkor Thom nirgends wiederholt. Die gesamte Plattform war komplett mit Kinnari-Friesen eingefasst (Bilder 8 – 11). Die Treppenausläufe ragen weit aus der eigentlichen Terrasse in den Königsplatz hinein. Fünf Treppenzüge, zwei an den Enden und drei in der Mitte gliedern die Terrasse. Das X-Schema versinnbildlicht die symmetrische Anordnung der Aufgänge zur Terrasse. Der südliche Treppenzug wird zwar von Elefanten behütet (Bild 5 & 6), doch die Treppe zur oberen Plattform bzw. die Plattform selbst kann ohne Abstriche Kinnari-Treppe oder Kinnari-Plattform genannt werden (Bild 8 – 13). Die Ikonographie begnügt sich hier mit Wiederholungen. Weder die Bildhauer wussten, noch wir wissen, wie die halbgöttlichen Wesen, welche die Hänge des Himaphan-Waldes (Berg Meru) besiedeln, aussehen. Kniend mit erhobenen Armen/Flügeln reihen sich die Kinnari aneinander. Sanftes Lächeln zeichnet sie aus. Zwischen den Flügeln und den Beinen sind die ovalen Freistellen im Bildfries mit Betenden besetzt, wechselweise männlichen und weiblichen Geschlechts (Bild 12 & 13). Über die Identität oder gar göttliche Abkunft der Betenden kann keine verbindliche Auskunft gegeben werden. Deutlich zu unterscheiden sind drei Kinnari-Typen: Typ 1: erhobene gefiederte Arme/Flügel (Bild 12) Typ 2: erhobene gefiederte Arme/Flügel und gefiederte Beine (Bild 13) Typ 3: Eck-Kinnari: Hände zum Gebet geschlossen/Flügel erhoben, gefiederte Beine (Bild 13 & 14) Sämtliche Kinnaris halten Girlanden in den erhobenen Händen, die über die Schultern hängen und weit nach unten herabfallen (Bild 12 & 13). Solche ominösen Girlanden schwingen auch die Vidyadharis, jene Frauengestalten, die häufig in den Himmeln unterwegs sind und von oben auf die Geschehnisse herabblicken. Auch die Nidhis (Schatzhalter Kuberas) sind oft mit diesen Girlanden bewehrt. Es muss schon eine besondere Bewandtnis mit diesem Requisit haben. Der Kopfputz der Kinnaris könnte durchaus als Federbusch gedeutet werden, obgleich die Assoziation zur Krone naheliegt. Die schmalen Körperbandagen und die Hüftschurze variieren unwesentlich, eine grundsätzliche Kleiderordnung bleibt gewahrt. Aussehen und Habitus sollen sie kenntlich machen und beispielsweise von den Vidyadharis unterscheiden. All diese halbgöttlichen Wesen zählen zur Gefolgschaft großer Götter, schon zu Zeiten Indras erscheinen sie in dessen Umfeld. Geschätzt ragt der südliche Treppenzug etwa 12-15m aus der Terrasse hervor (Bild 15). In drei Abstufungen verbreitert sich die Plattform, im gleichen Maß wie sie sich erhöht (Bild 6 & 7). Jeder Vorsprung wird von einem Eck-Elefanten dominiert (Bild 15). Im Fall der Nordwand der südlichen Treppe ist der vordere Elefant noch teilweise zu erkennen (Bild 15 Mitte), vom hinteren Elefant ist nichts mehr zu sehen, nur noch Lateritsteine bilden die Ecke (Bild 15 rechts). Im südlichen Terrassenabschnitt liegt mehr Laterit sichtbar frei (Bild 2, 6, 8, 9, 10, 12), als es im nördlichen Bereich der Elefantenterrasse der Fall ist. Nach der Materialbestandsaufnahme erhebt sich die Frage, ob der gesamte Terrassenunterbau aus Lateritsteinen gefügt und Sandstein für die Reliefs vorgestellt oder die Terrasse komplett aus Sandstein erbaut und in der Neuzeit zur Wiederherstellung der Terrasse Laterit verwendet wurde? Die original erhaltenen Stufen und Wegpassagen sind aus Sandstein gefertigt. Die Mischpflasterung kann kaum dem ursprünglichen Bauzustand entsprechen. Die Bildinhalte der breiten Reliefs sind aus der unmittelbaren Nähe kaum richtig zu erkennen und die schmalen eingeschobenen Zwischenszenen erfordern die Nahsicht. Links vom Eck-Elefant (Bild 15 Mitte) ist eine hübsche Szene eingeschoben, die als verbindendes Relief zwischen der großen Szene (Bild 15 links) und der Ecke/dem Eck-Elefant funktioniert (Bild 16). Ein Mann sitzt unter einem Baum, ruht aus, schläft oder betet (Bild 17). Der Baum wächst in den Himmel (bis zur Bildoberkante), in den oberen Zweigen sitzen Vögel (Bild 18). Biologen könnten gewiss die Vögel und den Baum bestimmen. Wir können den Mann nicht identifizieren, aber die liebevolle detaillierte Bildgestaltung registrieren. Zweifellos beeindrucken die Größe der Terrasse und die Länge der Reliefwände, doch der Fokus sollte sich unbedingt auch auf die Fülle der Details richten. Durchgängige Naga-Balustraden (Bild 19, 29), in ihrer Bauweise von anderen Tempelanlagen in Angkor Thom vertraut, sorgen für die Begrenzung der Gehbereiche auf der Elefantenterrasse. Die Bilder 20 – 26 belegen die vielfältigen bildhauerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Kein Gesicht gleicht einem anderen, was verallgemeinernd bedeutet, jedem Elefant sein Mahout. Weder bei den Tieren noch bei den Menschen wurde nach Mustern gearbeitet, was bei der Länge des Reliefs nicht verwunderlich wäre. Gleich in Form und Größe wurden die Elefantenplastiken an den Ecken und an den Treppen gestaltet. Jeweils drei Elefanten stehen neben den Aufgängen (Bild 28 & 29), ein Elefant besetzt jeweils einen Eckvorsprung (Bild 27). Von den 30 Treppenelefanten und den etwa zwei Dutzend Eckelefanten befindet sich keiner im Bestzustand. Schwachstellen sind die Rüssel, alle sind gebrochen und an vielen Stellen recht plump ersetzt. Das gleiche Schicksal teilen übrigens auch die Elefanten an den Stadttoren von Angkor Thom. An den Toren wurde innen und außen derselbe Elefantentypus aufgestellt, dort allerdings als dreiköpfiger Elefant (Airavata), auf dem der Gott Indra reitet. Ob die äußerliche Ähnlichkeit der Elefanten beabsichtig ist und durch diese Analogie die mythisch-religiöse Dimension auch an der Elefantenterrasse betont werden sollte, sei dahingestellt. Menschen, die von Draußen in die Stadt kamen, stießen an der Elefantenterrasse auf vertraute Anblicke, nämlich auf Elefanten, die sie schon an den Stadttoren gesehen hatten und am Bayon Tempel erkannten sie die Lokeshvara-Köpfe der Stadttore wieder. Bemerkenswert ist jedenfalls die Dreizahl: drei Tiere nebeneinander an den Treppen zur Terasse, drei Rüssel, die Lotos umschlingen – an den Stadttoren: ein Tier mit drei Köpfen und drei Rüsseln, die Lotos umschlingen. Neben dem mittleren großen Treppenaufgang befindet sich links und rechts ein kleinerer Aufgang. Das Bildwerk zwischen den Aufgängen unterscheidet sich von den bisherigen Szenen. Hier treten keine Elefanten in Erscheinung, zu sehen sind Löwen und Garudas, eine Parade mythischer Tiere. Das Nichtvorhandensein von Elefantenszenen (Bild 29 – 35) im mittleren Bereich der Terrasse lässt sich leicht erklären. Die Verlängerung der mittleren Treppe in westlicher Richtung über die Terrasse hinaus führt auf einen Steg. Dieser Steg verbindet die Elefantenterrasse mit einem Torbau. Das Tor ist der östliche Gopuram zum Königspalastgelände. Vom Gopuram führt der Weg geradlinig westwärts zum Phimeanakas Tempel, nicht, wie so oft irrtümlich behauptet, in den Königspalast. Der Gopuram ist lediglich das Zutrittsportal in den königlichen Park, denn ein Palast des Königs existiert nicht. Auf dem ummauerten Gelände haben sich außer dem Phimeanakas Tempel kleinere Tempel, Terrassen und Wasserbecken, jedoch kein Königspalast erhalten. Weil eben die mittlere Treppe, wenn man so will, zum König, wenigstens zu seinen Gemächern führte, wurde breitwandig (großflächig) auf die apotropäische Wirkung mythischer Wesen gesetzt, deshalb finden sich in diesem Bereich der Terrasse und auch an den Flanken des Verbindungsstegs zum Gopuram Löwen und Garudas groß und mächtig in Reihen versammelt. Der rückwärtige Abschnitt der Elefantenterrasse, welcher dem Gopuram gegenüber liegt, ist der einzige rückseitige Bereich der Terrasse, der mit Bildwerk aufwarten kann, auch hier stehen Löwen und Garudas in Reihe. Die Zusammenballung gesammelter Schutzkräfte ist weder zu übersehen, noch zu unterschätzen, auf die erprobte Wirkung dieser mythologisch überlieferten Schutzwesen wurde vertraut. Bösen Geistern (im weitesten Sinn ist an negatives Gedankengut zu denken) war der Einlass zu verwehren. Löwen und Garudas finden sich schon an älteren Khmer-Tempeln außerhalb der Stadt Angkor Thom. Warum Löwen? Warum Garudas? Warum diese wechselweise Häufung? Der Gott Vishnu nutzt Garuda, einen kräftigen Vogel, als Reittier. Vishnu ohne sein Vahana Garuda (Vahana=Reittier) ist kaum vorstellbar. Götter vermögen sich in verschiedenen Erscheinungsformen (Avatar) zu emanieren, als Mann-Löwe=Narasimha tritt Vishnu in seiner vierten Inkarnation in die Welt. Was lag also näher Vishnu (Narasimha) und Garuda paarweise vorzuführen, bilden sie doch ein Kraftpotentiel, dem kaum zu begegnen ist. Vishnu und sein Garuda waren den Khmern von jeher vertraut. Auf zahllosen Lintel finden sich Darstellungen des unschlagbaren Götterpaares. Den Banteay Srei Tempel behüten verschiedene Wächter, unter anderen auch Löwen, dass Narasimha gemeint ist, darf als gesichert gelten. Die äußere Mauer des Preah Khan Tempels wird von riesigen Garuda-Statuen behütet, die übrigens den Garudas an der Elefantenterrasse verblüffend ähneln, selbst der Naga, den Garuda mit seinen Klauen niederdrückt und besiegt, wurde an den Elefantenterrassen-Garudas nicht ausgespart. Zuguterletzt treten die gleichen Garudas an den vier Toren des Ta Prohm Tempels und auch an den Toren des Banteay Kdei Tempels in Erscheinung. Wie zu sehen ist, verbindet sich im Angkor-Gebiet alles mit allem und die Bildwerke der verschiedenen Tempel sind unbedingt im großen Zusammenhang zu betrachten. Die Erklärung scheint logisch, entspricht jedoch nur der persönlichen Sichtweise des Autors. Nachzutragen wäre noch, dass an den Eckvorsprüngen ausschließlich Garudas platziert wurden und der Erhaltungszustand der Löwen und Garudas ziemlich mangelhaft ist. Die besseren Exemplare sind an der Rückseite, also der Gopuram-Seite der Terrasse zu finden. Unbeantwortet bleibt die Frage, weshalb die Löwen, gleich den Garudas, gefiedert erscheinen. Flugfähige Löwen sind im übrigen Angkor-Gebiet nicht bekannt. Marilia Albanese spricht von »Garudas und Figuren mit Löwenköpfen, die Arme und Beine heben« (S.229). Die Arme heben sowohl die Garudas als auch die Löwen, doch die einen wie die anderen stehen fest auf ihren Beinen. Zwei Beispiele, die als Vorbild, Anregung oder Muster für das Figurenwerk an der Elefantenterrasse gedient haben könnten, werden mit den Bildern 36 & 37 vorgestellt. Ganz oben auf der mittleren Treppe erhebt sich ein kleines Podium, welches von Yakshas getragen wird (Bild 38 & 39). Die Yaksha, Schatzhüter des Gottes Kubera, treten hin und wieder auch als Wächter (guardiens) auf. Bezeichnenderweise erfüllen sie an der Elefantenterrasse eine den Kinnaris adäquate Funktion: sie behüten eine Plattform und tun das in der gleichen Weise wie die Kinnari. Die kurzen dicken Beine stämmen sich gegen den Boden, die kräftigen Arme drücken eine imaginäre Last nach oben – in der westlichen Welt würden sie als Atlanten definiert. Die inneren Yaksha stehen mit gefalteten Händen aufrecht, weisen bzw. geben den Weg frei, diese Haltung haben sie mit den Kinnari der Plattform auf der südlichen Treppe gemeinsam (vergleiche Bild 8 – 11). Die Hamsa-Parade (Bild 40 & 41) zu Seiten der Lotosknospenplattform ist mindestens so reizvoll wie die Yaksha-Versammlung. Wer die Yaksha auftreten lässt, darf die Hamsa nicht ignorieren. Allgemein gelten die Hamsa als Heilige Gänse, sie verkörpern schlechthin die Weltseele, gleichzeitig ist der Schöpfergott Brahma auf einem Hamsa unterwegs, der Hamsa ist sein Vahana (Reittier). Oftmals wird Brahma auf einem Lotosthron dargestellt. Hier fügen sich wieder die Details zu einem schlüssigen Gesamtkonzept: Hamsa, Lotos, Brahma. Die Lage der Lotosknospenplattform ist in Bild 42 in der Mitte gut auszumachen. Die Bildwand (Bild 43) vor der Lotosknospe, die vermutlich auf einem ehemaligen Stupa ruht, muss als jüngstes Relief eingeschätzt werden. Hier wurde nochmals tief aus dem hinduistischen und dem buddhistischen Bilderkanon geschöpft, alle nur denkbaren Register sind gezogen. Leider war der Wille größer als das künstlerische Gestaltungsvermögen. Mit dieser Bildwand vor der Lotosknospe wird der Abgesang auf die Khmer-Bildhauerkunst angestimmt. Äußerst abwechslungsreich sind die Darstellungen auf den Wänden der Nordtreppe (Bild 42). Wir sehen zum einen nochmals Elefanten, zum anderen Löwen und Garudas, jedoch dazwischen in zwei Registern weltliche Szenerien (Bild 44 & 45). In den unteren Registern findet (lt. Marilia Albanese) zirzensiches Treiben statt, Akrobaten und Ringkämpfer geben sich ein Stelldichein und ein Wagenrennen wird veranstaltet. In den oberen Registern ist das Polospiel dargestellt (Bild 44 & 45). Zirkus, Ringkampf, Wagenrennen und Polospiel, durchweg weltliche Vergnügungen, auf Khmer-Reliefs - das könnten Hinweise auf Aktivitäten sein, die vielleicht auf dem Königsplatz stattfanden. Rätselhaft, weil schwer zu deuten, ist das schmale Bildband über den Löwen und Garudas, welches sich bis zum Treppenaufgang hinzieht (Bild 46), rätselhaft insofern, weil sich hier Frauen, vermutlich weltliche Frauen die Ehre geben (Bild 47). In keinem Reisehandbuch wird dieser ungewöhnliche Fries erwähnt. Wahrscheinlich sucht die Fachwelt nach Erklärungen. Was nicht erklärt werden kann, lässt sich schwerlich beschreiben, wird also nicht besprochen. Noch viele sehenswerte Bildszenen könnten aus dem nördlichen Terrassenbereich gezeigt werden, so beispielsweise der Kampf eines Löwen gegen einen Elefanten oder ein junger Elefant zwischen ausgewachsenen Elefanten oder Elefanten, die Rinder zu Boden schleudern. Wer gemächlich, Meter für Meter die Reliefwände abschreitet, der wird weitere Einzelheiten entdecken. Wie zu lesen und zu sehen war bzw. ist, wird in dieser Betrachtung das nicht-elefantische Bildwerk favorisiert, denn der Überschrift ELEFANTENTERRASSE SPEZIAL muss entsprochen werden. Der Artikel darf als Anleitung zum Verständnis der vielfältigen Reliefs der Elefantenterrasse gelesen werden. Bewusst wurde in diesem Artikel auf die Beschreibung der inneren Bildwände, welche hinter der nördlichen Treppe und unterhalb der Lotosknospenplattform liegen, verzichtet. Der Autor meint, diese Bildwerke gehören nicht unmittelbar zur Elefantenterrasse, sind eher in Verbindung zur Lepra-König-Terrasse zu betrachten.
Verwendete Literatur: Marilia Albanese – Die Schätze von Angkor. Ausgabe 2006 (S.228-231) NATIONAL GEOGRAPHIC ART GUIDE ANGKOR. Fotos und Text: Günter Schönlein Foto 48: Vanessa Jones Korrektur: Vanessa Jones
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Autor Günter Schönlein
Auf meinen bisher acht Reisen nach Kambodscha habe ich viele Khmer-Tempel photographisch dokumentiert. Mit Pheaks Hilfe suchte ich auch viele schwer zu findende entlegene Tempel auf. In diesem Blog möchte ich meine dabei erworbenen Eindrücke und Kenntnisse gerne anderen Kambodscha-Liebhabern als Anregungen zur Vor- oder Nachbereitung ihrer Reise zur Verfügung stellen. sortiert nach Themen:
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